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Andacht vom 02. April 2009.

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Martha und Maria



Als Jesus in ihr Haus einkehrte, krempelte Martha die Ärmel hoch und sorgte für alles: Dass sich die Gäste frisch machen konnten, sie sorgte für Essen und Trinken, für die Bequemlichkeit und das Wohl ihrer Gäste. Sie war aktiv, sie malochte richtig.

Sind wir nicht auch wie Martha? Wir engagieren uns im Hauskreis, in der Kinderstunde, im Kirchenchor, wir besuchen die Alten, die Kranken, wir missionieren, helfen mit, bereiten Gemeindefeste vor...

All das ist wichtig und notwendig, und doch verzetteln wir uns oft, sind planlos und chaotisch in unserem Aktionismus und wundern uns, wenn die Erfolge ausbleiben.

Maria hingegen saß zu Füssen Jesu, des Meisters, und hörte Ihm zu: Jesus hat nämlich etwas zu sagen, Er weiß, wo es lang geht und wie es gemacht wird. Er gibt uns nicht nur einen Auftrag, sondern auch das notwendige Know-how, um diesen auszuführen. Wir müssen nur hinhören. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen, hinzuhören, wir müssen faktisch in engen Kontakt mit Jesus bleiben, uns zu Seinen Füssen setzen.

Wie das geht? Ganz einfach: Gebet ist das Gespräch, das wir mit Ihm haben, und wir dürfen in Seinem Wort - der Bibel - lesen. Hier sind wir auch bei einer Sache, die ich mir am besten auch gleich angewöhne: Vor dem Bibellesen zu beten, damit Er mir Sein Wort erschließt!

So erfahren wir, was Er von uns will, welchen Auftrag wir haben und was Er von uns jetzt erwartet. Sein Wort gibt uns nicht nur den Aufschluss darüber, was wir wie zu tun haben, sondern schenkt uns auch Stärkung und gibt uns die Kraft, das zu tun, was zu tun ist. Durch Sein Wort werden wir mutig und entschlossen, geradlinig und gütig zugleich.

Weil Maria sich erst für die "Handlungsanweisung" Jesu interessierte, also auf das hörte, was Er zu sagen hat, hat sie das Gute erwählt und wurde von Jesus gelobt. Jesus erwartet von uns keinen blinden Aktionismus, sondern ein Handeln nach Seinem Plan. Und deshalb müssen wir auf ihn hören.


Bibellesetipp:

"Es begab sich aber, als sie weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und diese hatte eine Schwester, die hieß Maria, die setzte sich zu Jesu Füssen und hörte seiner Rede zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinaus und sprach: 'Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester allein dienen lässt? Sage ihr doch, dass sie mir helfe!' Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: 'Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um vieles, eines aber ist Not: Maria hat das gute Teil erwählt; das wird nicht von ihr genommen werden.'"
(Lukas 10:38-42)

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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