Wer ist Dagon?
Manchmal muss ich schon schmunzeln, wenn ich in der Bibel lese. Es war in der Zeit als das Volk Gottes mal wieder Stress mit den umliegenden Völkern hatte. Diesmal waren es die Philistern, gegen die Israel in den Krieg zog. Eine erste Schlacht endete mit einer Niederlage. Da machten sich die Ältesten Gedanken darüber, was der Grund dafür gewesen sein könnte. Sie einigten sich darauf, dass es bestimmt die fehlende Bundeslade war, also die Abwesenheit Gottes. Also ließ man die Lade holen und zog erneut gegen die Philister in die Schlacht diesmal in Begleitung der Bundeslade. Doch wieder setzte es eine verheerende Niederlage. Und zu allem Unglück klauten die Philister dem Volk Israel auch noch die Lade. Das war natürlich ein schwerer Schlag. Die Philister brachten sie in ihr eigenes Heiligtum und platzierten sie neben dem Standbild ihres Gottes Dagon. Doch was geschah?
„Und als die Aschdoditer am nächsten Tag früh aufstanden und in das Haus Dagons kamen, siehe, da lag Dagon auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN. Und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort“ (1 Samuel 5,3).
Dagon war also in der Gegenwart des Herrn einfach umgekippt. Gott machte deutlich, wer der Herr im Hause ist. OK, die Statue wurde wieder aufgestellt. Doch am nächsten Tag kam es noch schlimmer für Dagon:
„Und als sie sich am Morgen des nächsten Tages früh aufmachten, siehe, da lag Dagon wieder auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN; und zwar lagen der Kopf Dagons und seine beiden Hände abgehauen auf der Schwelle, nur der Rumpf Dagons war von ihm übrig geblieben.“ (1 Samuel 5,4).
Jetzt ist er also sogar kaputt gegangen. Das ist eben die Folge, wenn man versucht, eine Götze neben Gott zu stellen. Das Neue Testament bestätigt es:
„Niemand kann zwei Herren dienen“ (Matthäus 6,24).
Die Philister waren es so leid, dass sie den Israelis die Bundeslade schließlich zurückbrachten. Diese Kriegsbeute hatte sie nicht glücklich gemacht. Und es zeigt, was mit all diesen Götzen geschehen wird. Damals waren es Statuen, heute sind es andere Dinge, die wir zum Gott erheben, wie das Geld oder das eigene Ich. Vor Gott kann das nicht existieren. Denn es gibt nur einen Gott. Möge Gott uns gnädig sein in Jesus Christus, wenn auch wir manchmal unsere Dagons im Leben haben. Und danken wir Gott, wenn er dann kommt und diese Statuen auch in unserem Leben umkippen lässt. Denn wer ist Dagon? Nichts, absolut nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit des lebendigen Gottes.
(siehe auch die Andacht Jürgen Klinsmann beim FC Bayern entlassen)
Eckart Haase