Marienfiguren
In fast jeder katholischen Kirche gibt es Heiligenstatuen und vor allem Marienfiguren: Die Maria von Fatima kann man in fast jeder Kirche betrachten, in einem Kloster nahe meines Wohnortes gibt es eine Lourdesgrotte, und in jeder katholischen Kirche und in den meisten katholischen Kapellen kann man vor Heiligen Kerzen aufstellen; es wird dort zu ihnen gebetet und um ihre Fürsprache ersucht.
Schon als Kind hatte ich - obwohl ich in der katholischen Kirche sozialisiert wurde - dabei ein ungutes Gefühl: Mir war der Unterschied von "Anbetung" und "zu den Heiligen beten" niemals ganz klar. Besonders der Marienkult ließ mich zweifeln. Ist es denn keine Anbetung, wenn z. B. gesungen wird: "Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schutz daraus ..." Oder: "Maria, Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein ..."
Nein, es geht mir hier nicht um Hasstiraden, um antikatholische Propaganda: Ich habe viele engagierte Katholiken kennen gelernt, die sich im Sozialdienst katholischer Männer bzw. katholischer Frauen engagieren, und viele überzeugte Katholiken, die ihren Glauben ernst nehmen, haben mir geholfen. Viele Kleiderkammern, Tafeln und Besuchsdienste in Krankenhäusern und Altenheimen werden von Katholiken getragen, die sehr viel Engagement - persönlich, zeitlich und materiell - einbringen! Vielen Katholiken bin ich persönlich und ehrlich von ganzem Herzen dankbar.
Aber es geht doch um die Wahrheit! Die Bibel verbietet uns doch, dass wir uns an Tote wenden und an Totengeister. Jesus sagte auch, dass wir alles erhalten, was wir in Seinem (!) Namen bitten, wenn wir es im Glauben tun und uns an Seine Gebote halten. Wohlgemerkt: In Seinem Namen, nicht im Namen Mariens oder irgend eines Heiligen!
Letztendlich ist Jesus der Mittler, der für uns Fürsprache beim Vater einlegt; Jesus ist der einzige Mittler, den wir haben! Das sagt uns die Bibel - also Jesus, der das Wort ist! - selbst!
Und dürfen wir uns wirklich Heiligenbilder machen und Madonnenfiguren, um vor ihnen zu beten? Man betet dann doch letztendlich einen Götzen an.
Der Heiligenkult, da bin ich ehrlich, erinnert mich an heidnische Gepflogenheiten: Gott Bacchus war für den Wein zuständig, Gott Eros für die körperliche Liebe, Göttin Diana für die Jagd, Gott Mars für den Krieg ... Ähnlich ist es doch bei den Heiligen: Sankt Florian soll uns vor dem Feuer beschützen, Christophorus uns auf Reisen begleiten, und die heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute und der Kanoniere. Letzteres liegt mir sehr flau auf dem Magen: In den beiden Weltkriegen baten katholische deutsche Kanoniere um den Schutz der heiligen Barbara, um dann auf katholische Franzosen und Polen zu schießen, und umgekehrt war es genauso. Nein, das kann es nicht sein.
Abgesehen davon sagt Gott, dass Er unser Vater ist. Jesus lehrte uns das "Vater unser", nicht ein "Heiligen unser!" Wir sollen und dürfen uns direkt an Gott wenden. Wir dürfen uns nicht an Tote oder an Götzen wenden.
Bibellesetipp:
"Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden oder des, das im Wasser unter der Erde ist."
(2 Mose 20:4-5)
"Wer den Göttern opfert und nicht dem Herrn allein, der sei verbannt."
(2. Mose 22:19)
"Du sollst mit ihnen oder mit ihren Göttern keinen Bund machen; sondern lass sie nicht wohnen in deinem Lande, dass sie dich nicht verführen wider mich. Denn wo du ihren Göttern dienst, wird dir`s zum Fall geraten."
(2 Mose 23-32-33)
"Du sollst dir keine gegossenen Götter machen!"
(2 Mose 34:17)
"Und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit, und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens annimmt."
(Offenbarung 14:11)
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn