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Andacht vom 3.Juni 2007.

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Trinitatis!



Das heutige Trinitatisfest will uns Gottes Wirken in SEINER Fülle als
Vater, Sohn und Heiligen Geist nahebringen.
Als Predigtwort für diesen Sonntag lesen wir im 4.Mosebuch,
im 6. Kapitel, die Verse 22 - 27:²

"Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und
sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:
Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten
über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe
dir Frieden. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß
ich sie segne."


Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Seid gegrüßt als Gesegnete des Herrn!
Als Gemeinde Jesu Christi sind wir Gesegnete des Herrn.
Wir sind alle Gesegnete, jeder von uns in vielfältiger Weise.

Paulus spricht das in einem Brief an die Gemeinde in Ephesus aus:
"Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet
hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christus"

(Eph 1,3).

Der Empfang von solchen Segensgaben Gottes mag uns nicht immer bewusst und
gegenwärtig sein. Und doch haben wir in der Gemeinde Jesu Christi alle an
verschiedenen Lebensabschnitten Gottes Segen persönlich zugesprochen
bekommen. Und wir empfangen in jedem Gottesdienst gemeinsam den Zuspruch von
Gottes Segen.

Gottes Segen ist mehr als das Zusprechen von guten Wünschen durch gute
Freunde oder Menschen, die uns lieben.

Gottes Segen bedeutet, dass wir im Empfangen des Segens als Gemeinschaft und
ganz persönlich unter Gottes Wirken SEINER schenkenden Liebe gestellt
werden.
Darum ist es für uns wichtig, dass wir immer aufs Neue Gottes Segen erbitten
und empfangen, zum Beispiel:
- beim Angehen von Aufgaben und Lösungen von Problemen
- am Neubeginn einer Woche, eines Lebensjahres oder verschiedener
Lebensabschnitte
- aber auch an Zwischenstationen auf eingeschlagenen Wegen
- an Orten von Lebenskreuzungen und am Rande einer Weglosigkeit

Lasst uns einander erinnern:
Gott will uns segnen und wir dürfen ein Segen sein für Andere. Das will Gott
in SEINER erbarmenden Liebe schenken.  In Gottes Segen begegnen wir dem
Zuspruch und dem Wirken des Dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und
des Heiligen Geistes.

Gottes Segen wirkt im Zuspruch Geborgenheit und bewegende Hoffnung.
Gottes Segen wirkt das sich Ereignen von zugesagten Verheißungen Gottes.
Gottes Segen wirkt, dass Gott durch unser Tun und Handeln anderen Menschen
Gottes Liebe und Hilfe erfahren lässt und dass wir in der Welt Verantwortung
vor Gott übernehmen.

Segen ist nicht nur das Empfangen von Geschenken der Liebe Gottes für uns.
Es ist immer auch ein Empfangen zum Weitergeben an unsere Mitmenschen und
ein Freiwerden zum Gottesdank zur Ehre Gottes.

Im Alten Testament wird vor allem bezeugt, wie sich Gottes Segen im Leben
des Gottesvolkes und im Leben der Verheißungsträger Gottes auswirkt.
Als sichtbares Zeichen von Gottes Segen werden Gottes Geschenke besonders in
den Blick gerückt:
- Gottes Geschenk von Reichtum und Ansehen
- Gottes Geschenk einer großen gottesfürchtigen Familie
- Gottes Geschenk eines langen und erfüllten Lebens

Diese Gaben von Gottes Segen sollen die Gemeinde zum Leben in lebendiger
Beziehung mit Gott bewegen, zum Dank an den schenkenden Gott.
Diese Gaben sollen den Völkern zum Zeugnis werden, für das liebevolle
Handeln des mächtigen Gottes an SEINEM Volk.

Doch Gottes segnendes Handeln umfasst mehr!
Das wird in unserem Predigtwort deutlich.
In diesem Predigtwort gibt Gott den Segen, der SEINER Gemeinde zugesprochen
werden soll. In unseren Kirchgemeinden ist er als Schlusssegen der
Gottesdienste übernommen worden. Denn auch wir sind als christliche Gemeinde
durch die Gemeinschaft mit Jesus Teil der Gottesgemeinde.

In diesem Segen aus dem 4.Mosebuch wird die Gottesgemeinde und der Einzelne
in der Gottesgemeinde unter Gottes Zuwendung und Schutz gestellt!

In diesem Segen wird deutlich:
Das Leben der Gottesgemeinde und des Einzelnen in ihr vollzieht sich im
Aufleuchten der herrlichen und heiligen Gegenwart Gottes. Dies begegnet der
Gemeinde und ihren Gliedern als Gottes zugewandte Gnade.
Das Aufleuchten von Gottes Gegenwart ist mehr als ein momentanes
Einzelereignis. Es geschieht als ständige Zuwendung und sich immer neu
vollziehende Begegnung mit dem heiligen und lebendigen Gott.
Für die Gemeinde ist dieses Geschehen wie eine Erfahrung des unbegreiflichen
Wunders der Liebe.

Gottes segnendes Handeln geschieht, weil Gott SEIN Volk, SEINE Gemeinde sich
zum Eigentum erwählt hat, als lebendiges Zeugnis SEINER Gegenwart unter den
Völkern.

So sagt Gott in SEINEM Wort:
"Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß ich sie
segne."


Durch die Hineinnahme in Jesu Gemeinschaft sind auch wir, seid auch Ihr,
Gottes erwählte Gemeinde.
In der Taufe wurden auch wir in Gottes Familiengemeinschaft hineingenommen,
im Namen des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und wir haben
Anteil an SEINEN Segensverheißungen.

Wir dürfen Gottes Segen erbitten und empfangen - auch für die vor uns
liegende Woche.

Es grüßt herzlich
Pfr.i.R.  O. Steinführer






Ein Projekt von Christliche Autoren und pdh-ichtys © 2007