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Die
E-predigt vom 2.September 2007
Vom
rechten Frommsein!
Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am 13. Sonntag nach
Trinitatis. Das Predigtwort für diesen Sonntag steht bei Matthäus im 6.
Kapitel, in den Versen 1 - 4:
"Habt acht auf eure Frömmigkeit, daß
ihr die nicht übt vor den Leuten, auf daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt
sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst
du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf
den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage
euch: Sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke
Hand nicht wissen, was die rechte tut, auf daß dein Almosen verborgen sei; und
dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir´s vergelten."
Der Herr
segne an uns SEIN Wort!
Liebe Gemeinde! Gelebter Glaube ist eine
Privatangelegenheit und zugleich ein öffentliches Geschehen.
Jeder
entscheidet selbst, ob er an Gott und Jesus Christus glaubt oder nicht. Kein
Staat und keine Institution kann uns das abnehmen oder verbieten.
Aber
unsere Herzensentscheidung hat auch eine öffentliche Seite. Unser Glaube an Gott
und Jesus wirkt sich in unserem Reden, in unserem Handeln und Tun aus.
Jesus drückt das in einem Bild aus. ER sagt über die Gemeinde: Ihr
seid das Licht der Welt. Dieses Licht kann nicht verborgen bleiben. "So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen" (Matthäus 5,16).
Doch alle
Öffentlichkeitsdarstellung des Glaubens hat ihre Gefahren. Darauf weist Jesus
hin.
Jesus spricht die Darstellung der Frömmigkeit an, die sich so
präsentiert, dass sie von den Leuten bewundernd zur Kenntnis genommen werden
kann. Jesus spricht über die helfende Barmherzigkeit, die sich öffentlich
macht, um von den Leuten gepriesen zu werden. Jesus spricht von der
Selbstdarstellung beim Almosen geben, beim Beten und beim Fasten.
In
unserem heutigen Predigtwort hat ER das Almosen geben im Blick. Almosen
geben war das Weitergeben empfangener Gottesgaben an Menschen, die bedürftig und
in Not waren. Es geschah nach der Weisung des Wortes Gottes.
In der
Praxis ließen viele ihr Tun der Barmherzigkeit öffentlich ausposaunen. Was sie
häufig als ermunterndes Beispiel präsentierten, war oft nur das Suchen des
Beifalls für ihre Frömmigkeit durch die Gemeinde.
Und Jesu sagt, wer
seinen Lohn mit Bewunderung und im Beifall der Menschen sucht, darf nicht mit
einem Lohn Gottes rechnen.
Auch unter uns ist ein Lohngedanke nicht
fremd. Deutlich wird es dort, wo wir uns in der Gemeinde übergangen fühlen -
für unser Tun in der Gemeinde von ihr ein Dank erwarten. Erwarten wir nicht
auch von Gott unseren Lohn für unser Tun nach Gottes Wort? Bewusst wird uns das,
wenn wir sehen, dass es Nichtglaubenden besser geht als uns, wenn wir Vergleiche
ziehen.
Jesus hat aber auch positiv vom Lohn in den Seeligpreisungen
(Matt 5;11+12) gesprochen: - Gottes Belohnung für Menschen, die um ihres
Glaubens willen verfolgt werden, - Gottes Belohnung für die Aufnahme der
Boten der Gottesbotschaft "Und wer einen dieser Geringsten nur mit einen
Becher kalten Wassers tränkt darum, daß er mein Jünger ist, wahrlich ich sage
euch: es wird ihm nicht unbelohnt bleiben" (Matthäus 10;42).
Und hier im
Predigtwort spricht Jesus davon: Beim Almosen geben soll die linke Hand
nicht wissen, was die rechte tut. Dann wird der himmlische Vater die
verborgene Barmherzigkeit sehen und vergelten.
Jesus ruft zum Handeln
aus Gottes Barmherzigkeit ohne große Überlegung, was mir mein Handeln bringt und
wie es im Blick der Anderen zu stehen kommt.
So sagt Jesus an anderer
Stelle:
"Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist" (Lukas 6;36).
Jesus will uns ein Leben aus geschenkter Liebe ermöglichen.
ER
möchte, dass wir SEINE Liebe weitergeben, ohne dass der Gedanke an Lohn
bestimmend wird.
Für ein solches Tun erbitten wir Gottes Segen für die
kommende Zeit.
Es grüßt herzlich
Ihr Pfr.i.R. O.
Steinführer
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