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Gedanken
zu 2012 ( Frank Krauses HISMAN RUNDBRIEF - nicht
nur für Männer gut zu lesen!)
Liebe Beter und Freunde,(eingefügt
bei E.A.-) Beterinnen und Freundinnen ;)!
Nun
sind wir über die Linie getreten in das Jahr 2012, welches viele - mich
eingeschlossen - als ein "Schicksalsjahr" betrachten. Ich hoffe, ihr
alle seid "gut reingekommen".
Gerade weil die Zeichen auf Sturm stehen, ist für uns RUHE angesagt, denn
"in der Ruhe liegt die Kraft". Da ist was dran und zahlreiche
Bibelstellen (z.B. Hebräer 3 und 4) rufen uns zur Ruhe. Dazu habe ich
untenstehenden Text geschrieben, vieleicht inspiriert er Euch.
Ich wünsche Euch allen einen "guten Rutsch" in die Gegenwart Gottes,
die uns verwandelt und stärkt...und zu den Menschen macht, die wir eigentlich
sind.
BLESS,
FRANK KRAUSE, Januar 2012

2012 - Innehalten um durchzuhalten
„Durch Stillsein und Hoffen würdet ihr stark sein.
Aber ihr wollt nicht.“
(Jesaja 30, 15)
Eine Freundin schenkte mir zu Weihnachten eine leere Schachtel. Kein Scherz.
Sie erinnerte mich daran, dass Gott einen leeren Platz braucht, um ihn füllen
zu können.
Wir fürchten die Stille und die Leere, anstatt sie als den Zustand und Ort der
Offenbarung zu verstehen, der sie sind. Wir klammern uns an vorgefertigte
Hilfen, um die Zeit zu „überbrücken“ und „sinnvoll zu füllen“. Aber erst wenn
wir sie nicht füllen, füllt sie Gott, erst, wenn wir sie nicht überbrücken,
stellt sich der Himmel ein, der stets darauf wartet, ob wir uns ihm einmal ganz
hinhalten - ohne Ablenkung und Ausflucht, ohne „Plan B“ für den Fall, dass sich
„nichts“ tut. Wir sind als Kinder unserer Zeit ereignissüchtig und unsere
Aufmerksamkeitsspanne ist kurz. Wir brauchen Abwechslung. Immer ist eine Uhr in
Reichweite und ungern schalten wir das Handy aus, um zu beten, es könnte ja was
„Wichtiges“ sein…
Zeitlosigkeit ist uns vielleicht noch eine vage Erinnerung aus
Kindertagen, wo die Zeit endlos und reichlich schien und nicht überfüllt und
flüchtig, wie sie uns nun, da wir erwachsen sind, vorkommt. Wir leiden an
Überplanung, Überarbeitung, Überfressung, wir finden den Ausknopf nicht und das
Programm läuft unerbittlich weiter.
Unsere innere Verwahrlosung und Verwüstung nimmt unter der getriebenen,
inszenierten Dauer-Verfügbarkeit und Power-Performance zu und unbemerkt
verlieren wir den Kontakt mit unserem Herzen, unserer „Mitte“.
Es ist unglaublich und grenzt an Wunder, was Menschen leisten können, das Leben
scheint bei vielen insgesamt im Akkord abgeleistet zu werden – und irrer Weise
sind Menschen auf diese Lebensart auch noch stolz. Irgendwer scheint sie dafür
zu belohnen oder zu bewundern, obgleich der Preis der Hetze hoch ist und am
Ende die Gesundheit und alle wesentlichen Beziehungen kostet, denn die brauchen
Zeit… und sie richten sich nicht nach Terminkalendern und Werbepausen.
Viele gehen davon aus: 2012 ist ein Jahr der Wende. Ich sehe es so: Am
Wendepunkt schlägt das Pendel zurück, die Wertschätzung der Langsamkeit und die
Familienwerte kehren wieder – auch wenn unserer Regierung eisern das Gegenteil
fördert: die Beziehungslosigkeit zugunsten der Leistungseffizienz. Schließlich
müssen Schulden abbezahlt werden! Menschlichkeit und Würde haben keinen
Marktwert und sind entsprechend keine politischen Themen. Es geht um Geld, dem
wir alle zu dienen haben…bis zuletzt.
Aber jetzt dreht sich das Spiel. Menschen beginnen, ihre Terminkalender nach
dem Leben zu richten, anstatt umgekehrt. Christen haben den Vorteil, dass Gott
sie von je her zu diesem „Risiko“ ermutigt. Zu lange hat der Götze Mammon das
Leben der Gemeinde fest im Griff gehabt. Zu lange ging es um „Funktionieren“
und nicht um LEBEN, ums Tun und nicht ums SEIN.
Erneut gilt es zu lernen, dass das „heilige Nichtstun“ effizienter ist als das
sklavische Leistungsdiktat des Mammons, welches die Fließbänder nie stillstehen
lässt.
Ich bedauere nicht jeden Arbeitslosen und sehe darin nicht unbedingt einen
„Fluch“, sondern durchaus schon mal Gottes Hand, die die Kelle hebt und den
Raser aus dem Verkehr auf den Haltestreifen winkt. „Sie haben es aber eilig!“,
stellt der göttliche Polizist fest. „Wann haben sie eigentlich das letzte mal
richtig geschlafen?“, fragt er. Wenn es der Herr „den seinen im Schlaf gibt“
(Ps 127,2), wie sollen wir dann etwas von ihm bekommen, wenn wir nicht
schlafen?
Wenn wir ruhen, bis wir an Ruhe satt sind und dann noch etwas weiter ruhen, beginnt
unsere Seele mit einem Selbstreinigungsprogramm, so wie es der Körper im Fasten
tut. Nach einem solchen „Seelenfasten“ kehren uns die kreativen Kräfte zurück,
was sich deutlich in veränderten Träumen niederschlägt. Waren sie im
Reinigungsprozess bizarr und grotesk, werden sie nun desto angenehmer und
anregender. Auch kehrt uns die Erinnerung daran zurück, wer wir eigentlich
sind: Menschen und nicht Maschinen, göttliche Wunderwerke und nicht „Rädchen im
Getriebe“.
Manche Menschen beklagen, dass Gott nicht zu ihnen spricht, aber sie kommen
auch nie zu jener Ruhe und Präsenz, die es dafür braucht. Niemand lässt sich
krankschreiben, um zu beten, weil sein Herz krank an Gebetslosigkeit ist.
Niemand terminiert die Kinder, um „nur“ Zeit für sich selbst zu haben und sein
Herz wiederzufinden. „Das wäre doch egoistisch“, flüstern die Stressdämonen in
die Ohren der Gehetzten, „und schlecht fürs Geschäft.“
„Nicht der Schnelle gewinnt den Lauf“, heißt es in Prediger 9,11. Wer
gewinnt ihn denn dann, und wie? Erst wenn wir begreifen, dass bei Gott Geld
nicht abhängig von Leistung ist, widerfährt uns ein umwerfendes
„Aha!“-Erlebnis. Bei unseren Kindern hängt deren Versorgung auch nicht von
ihrer Leistung ab, sondern ist ja eben die Voraussetzung für ihren Erfolg. „Laßt
uns lieben, denn Gott hat uns zuerst geliebt“ (1Jh 4,19). Gilt dies nicht auch
auf materieller Ebene?: Wir segnen andere finanziell und materiell, denn Gott
hat uns zuerst finanziell und materiell gesegnet. Wir geben Empfangenes weiter.
Gottes Prinzip ist das der Freiheit, die erfordert, dass wir „alles allezeit in
voller Genüge haben, um überzufließen zu jedem guten Werk“ (2Kor 9,8). Das
nenne ich göttlichen Wohlstand, denn er führt zu der Freiheit und Würde, ein
Segen sein zu können! Wir müssen uns nicht abrackern, um zu überleben
und „irgendwie über die Runden zu kommen“, nein, wir können uns die Ruhe
leisten – eine wahre Glaubensherausforderung für uns Deutsche.
Ruhe ist kein Privileg (oder Fluch) der Invaliden und Rentner. In Zukunft wird
das mit den Renten ja sowieso nicht mehr so üppig ausfallen, die „fetten Jahre“
sind vorüber und es wurde nicht für die mageren angespart. Die „Experten“
träumten von ewigem Wachstum und sind zu Narren geworden. Es gilt, die Wahrheit
zu realisieren: Weder sind Renten rentabel noch Versicherungen sicher, denn das
Geld ist trügerisch wie Treibsand. Gott jedoch ist sicher wie ein Felsen. Er
ist der „Gleiche gestern, heute und morgen“, er wird nie arm und sein Reichtum
wird nie weniger. Er ist auch ganz marktunabhängig, halleluja. Leider haben wir
nicht gelernt, wie man auf ihn, anstatt auf Mammon baut. Uns wurde beigebracht,
Gott für unsere chronischen Finanznöte „anzugraben“ und mit frommen Leistungen
zu „bestechen“, damit er uns und unsere Gemeinden segnet, um wenigstens die
Schulden regelmäßig bedienen zu können, aber er wartet offenbar, bis wir die
Gemeindearbeit einmal ruhen lassen und zur Besinnung kommen darüber, wer
wir eigentlich sind und was wir eigentlich tun. Und wer Gott wirklich ist und
was er eigentlich tut. Innehalten ist angesagt.
Schnell mögen wir behaupten, all unsere Gemeindearbeit erfülle nur den einen
Zweck, „Gott zu dienen“. Jedoch erfüllen unsere christlichen
„Sonntagspflichten“ so gar nicht die biblischen Beschreibungen des „Sabbat“, in
dem es eben um das Einstellen all unserer Aktivitäten geht, um zur Ruhe zu
kommen. In meiner Zeit als Gemeindemitarbeiter und Leiter bin ich über zwanzig
Jahre nicht in diese Sabbatruhe eingekehrt – zu viel zu tun, immer zu viel zu
tun. (Und trotzdem war es nie genug.) Natürlich mussten all diese Sabbate
nachgeholt werden, so wie Israel einst dem Land alle gestohlenen Sabbatruhen
wiedergeben musste und dafür 70 Jahre einfach ausquartiert wurde nach Babylon
(vgl. 2Chr 36,23). Gott nahm diese Angelegenheit sehr genau! Rechnen wir einmal
nach: 20 Jahre mal 53 Wochen nicht eingehaltener 7. Ruhetag = 1060 Tage. Macht
knappe drei Jahre Ferien… Wie fällt die Rechnung bei Euch aus?
FRANK KRAUSE
Hisman-Ministries
Männer auf dem Weg zur Stärke
www.hisman.de
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