Traditionelle Familie oder Lebenspartnerschaft?
Unter der Führung des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder führte die rotgrüne Koalition die eingetragenen Lebenspartnerschaften ein, die es gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, in einer Gemeinschaft zusammen zu leben, die zum größten Teil schon eine Ehe ist. "Familie findet da statt, wo Kinder sind!", so hieß es. Mittlerweile wollen die Interessenverbände von Homosexuellen erreichen, dass Lebenspartnerschaften gänzlich einer traditionellen Familie gleich gestellt werden und genauso Kinder adoptieren können wie man es traditionellen Ehen (die zwischen einem Mann und einer Frau) es auch gestattet. Wer Kritik übt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, er sei ein Fundamentalist und würde Schwule und Lesben diskriminieren.
Aber Wahrheit ist keine Diskriminierung; wir müssen erkennen, dass ein Staat nur dann überhaupt existieren kann, wenn es intakte Familien gibt. Die Aushöhlung der traditionellen Familie ist eine ernst zu nehmende Gefahr für unsere Gesellschaft, auch wenn es die Mehrheit nicht wahr haben will.
Schauen wir uns doch um: Die Zahl seelisch kranker Kinder nimmt stetig zu und ist in ihrer Ausbreitung mit den Pestepidemien des Mittelalters durchaus vergleichbar: Besorgniserregende Übergewichtigkeit und Magersucht sind nur zwei Auswirkungen der seelischen Verwahrlosung, die wir bei Kindern und Jugendlichen erkennen können. Längst spricht man von der "Generation doof", gibt es Jugendliche, die weder ausbildungs- noch arbeitsfähig sind: Das liegt nicht an Krankheiten, sondern daran, dass sie in kranken Familien groß geworden sind, in denen ihnen keine Werte vermittelt worden sind wie Fleiss, Disziplin, Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit.
Seelisch krank werden sie zudem, weil sie in den Familien keine Geborgenheit mehr erhalten, weil Beziehungen austauschbar werden, weil Eltern nicht mehr miteinander die anstehenden Probleme lösen und sich die Treue halten. Aus dem jeweiligen Partner ist der Lebensabschnittsbegleiter geworden, und die Zahl der Scheidungen steigt ins Uferlose. Der Satz "Ich heirate erst, wenn ich das Geld für die Scheidung zusammen habe!", ist längst kein Witz mehr.
Auch die "gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften" stellen keine Alternative dar: Weil man in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften das Leben nicht weiter geben kann, ist sie ein im Grunde lebensfeindliches Konstrukt. Ein Staat, der seine vitalen Interessen hierdurch aufgibt, verspielt zwangsläufig seine eigene Zukunft.
Auch das Großziehen von Kindern - seien sie aus vorherigen heterosexuellen Beziehungen, seien sie durch künstliche Befruchtung in die Welt gekommen oder adoptiert - ist hier keine wirkliche Alternative. Wie sollen Kinder ihre geschlechterspezifische Identität kennen lernen, wenn sie diese nicht durch ihre Eltern - die Frau als Mutter, der Mann als Vater - vorgelebt bekommen? Sie bekommen bei homosexuellen Lebenspartnerschaften ein falsches Rollenbild vorgelebt, weil ihre "Eltern" dort mit ihrer eigenen Geschlechtlichkeit nicht zurecht kommen. wundert es uns da, wenn wir mehr und mehr emotional verkrüppelte Erwachsene bekommen, die mit sich selbst nicht im Reinen sind?
Familien haben auch eine weitere Aufgabe, nämlich Werte an die nachfolgenden Generationen weiter zu geben. Ohne Werte kann keine Gesellschaft entstehen. Hochkulturen entstanden durch Fleiss, Disziplin, Zuverlässigkeit und durch den Mut, Neues zu wagen; untergegangen sind sie alle, weil die Werte verfielen.
Das erleben wir auch in Deutschland: Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg waren es Werte wie Fleiss und Zuverlässigkeit, die das Wirtschaftswunder ermöglichten. Als die 1968iger diese Werte hinterfragten und auch die Familie faktisch aushöhlten, ging es mit Deutschland bergab: Die Scheidung wurde erleichtert, der Homosexuellenparagraph 175 aufgehoben und letztendlich die Lebenspartnerschaften eingeführt.
Es ist kein Zufall, dass auch andere Werte verloren gingen: Betriebe werden hauptsächlich durch ihre Mitarbeiter bestohlen; gleichzeitig betrügen potentielle Arbeitgeber Stellensuchende um den wohlverdienten Lohn, in dem sie Bewerber zu unbezahlten Probearbeiten und ebenso unbezahlten Praktika zwingen. Schule und Arbeit schwänzen, der verlängerte Urlaub mit dem gelben Schein - der Krankmeldung - sind gang und gäbe. Und diese Beispiele lassen sich fortsetzen.
Wenn die traditionelle Familie zerstört wird, dann wird auch die davon betroffene Gesellschaft, der davon betroffene Staat zumindest langfristig ebenso zerstört; wenn es uns nicht gelingt, Familien so zu schützen wie es uns die Verfassung und der gesunde Menschenverstand vorschreiben, dann können wir einpacken.
Gott hat deshalb in Seiner Schöpfungsordnung die traditionelle Familie festgelegt, und Er weiß als unser Schöpfer, was für uns das Beste ist.
Bibellesetipps:
"Darum hat sie Gott auch dahingegeben in den Gelüsten ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre eigenen Leiber an sich selbst zu schänden, sie, die Gottes Wahrheit verwandelt haben in Lüge und haben das Geschöpf geehrt und ihm gedient mehr als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen. Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften, denn ihre Frauen haben den natürlichen Umgang verwandelt in den unnatürlichen, desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Umgang mit der Frau verlassen und sind aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es denn sein musste, an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie es nicht für wert geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn zu tun, was sich nicht geziemt, voll von aller Ungerechtigkeit, Hurerei, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, mord, Hader, List, Niedertracht, Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Frevler, Hochmütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie kennen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun."
(Römer 1:24-32)
"Und es begab sich, als Jesus diese Reden vollendet hatte, brach er von Galiläa auf und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordan; und große Volksmengen folgten ihm, und er heilte sie dort. Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und sprachen zu ihm: 'Ist's erlaubt, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheide?' Er aber antwortete und sprach zu ihnen: 'Habt ihr nicht gelesen, dass der, der im Anfang die Menschen gemacht hat, sie schuf als Mann und Frau und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und einer Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein? So sind sie nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.' Da sprachen sie: 'Warum hat denn Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden?' Er sprach zu ihnen: 'Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen wegen eurer Herzenshärtigkeit, von Anfang an aber ist's nicht so gewesen. ich sage euch aber: Wer sich von seiner Frau scheidet - es sei denn wegen Hurerei - und heiratet eine andere, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.' Da sprachen die Jünger zu ihm: 'Steht die Sache des Mannes mit einer Frau so, dann ist's nicht gut zu heiraten.' Er sprach zu ihnen: 'Das Wort vermögen nicht alle zu fassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleibe her so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es!'"
(Matthäus 19:1-12, vgl. auch Markus 10:1-12)
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn