|
|
| |
Diskussionsgefahr!
Wir leben in einer Zeit, in der Diskutieren und Debatieren zur Tagesordnung gehört. Diskussionen haben wir auf allen Gebieten und in allen Bereichen. Es ist nicht falsch, wenn in einem echten Meinungsaustausch das Bestmögliche herausgestellt wird, um es dann nutzbringend zu verwirklichen. Doch muss man leider bei vielen Diskussionen erleben, dass es nicht lauter und aufrichtig um eine echte Rechtsfindung, sondern um Spitzfindigkeiten geht, den Andersdenkenden bloßzustellen. Leider treffen wir dies auch in christlichen Diskussionsforen an, wo der eine Gläubige oftmals dem anderen seine Meinung aufdrücken möchte.
Nichts gegen eine lautere Diskussion, doch ist sie auch leider in den Bereich der Glaubens hier und da aufgenommen worden, wo sie grundsätzlich fehl am Platz ist. Die Bibel sagt: Der Glaube aus der Predigt, nicht aus den Diskussionen; die Predigt aus dem Wort Gottes, darum muss sie schriftgebunden sein.
"Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi." (Römer 10,17)
Wie soll der Mensch glauben, wenn er nicht hört? Also über den lebendigen Schöpfergott und über sein ewig gültiges Wort gibt es nichts zu diskutieren, sondern nur ein sich Darunterstellen, weil wir alle vor Gott hilflos und Nichtwissende sind. Wie gemein und schmutzig sind doch die Gedanken der frommen Führerschaft zur Zeit der Erdentage Jesu (siehe Matthäus 21,23-28). Haben sie sich je geändert? Nein! Die Bibel sagt:
"Das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an" (1 Mose 8,21b)
Die vom Herrn Jesus gestellte Frage aus Matthäus 21,25 brachte die Ältesten in eine kritische Lage, darum versuchten sie, durch unlauteres Ausweichen aus der Zange zu kommen. So ist es bis heute. Vor dem Herrn Jesus gibt es keine Diskussion, keine Neutralität. Göttliche Fragen stellen den Menschen immer vor ein Entweder - Oder. Jeder Versuch, zu entschlüpfen, schlägt zum eigenen Schaden aus. Zwei Möglichkeiten blieben den Ältesten Israels nur übrig: entweder zu bekennen, die Taufe des Johannes ist vom Himmel oder sie ist von Menschen. In dem ersten Fall handeln sie sich des Herrn Rüge ein über ihren Unglauben, im zweiten die Wut des Volkes. Da finden diese Feiglinge, die den Herrn und das Volk fürchten, eine verlogene Ausrede, indem sie sagen: Wir wissen es nicht (Mt. 21,27a).
Diese sonst so stolzen Männer wollen lieber als die Dummen dastehen, als die Wahrheit sagen. Der Herr Jesus, der ihre Unwahrhaftigkeit sah, behandelte sie als Lügner und sagt: Dann sage auch ich euch nicht, in welchem Recht ich das tue (Mt. 21,27b).
Wie fällt es doch dem natürlichen Menschen schwer, einmal diskussionslos sich dem heiligen Gott zu stellen, vor dem sowieso nichts verborgen ist. Er kennt unsere Gedanken von ferne, kein Wort ist auf unserer Zunge, das Gott nicht schon weiß.
"Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst mein Trachten von fern. Mein Wandeln und mein Liegen du prüfst es. Mit allen meinen Wegen bist du vertraut. Denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge siehe, HERR, du weißt es genau. Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, du hast deine Hand auf mich gelegt." (Psalm 139,2-5)
Wie schrecklich ist doch der Menschen unlauteres Versteckspiel. Einmal wird jeder zur Rechenschaft gezogen. Einmal fallen alle Masken. Gott hat seinen Sohn zum Richter aller Menschen bestimmt. Da wird alle Schuld und Heuchelei offenbar und bestraft. Doch heute gilt noch für dich Gottes Angebot. Das heisst: Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat ewiges Leben und kommt nichts ins Gericht, sondern ist vom Tode zum ewigen Leben durchgedrungen.
Hast du diese Erfahrung schon gemacht? Wenn nicht, beginne keine menschliche Diskussion über göttliche Dinge, sondern tue Buße! Bekenne dem Herrn Jesus deine Sünden. Danke ihm von Herzen, dass er sie sühnte.
Adolf Wüster
|
|