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Gott ist bei dir!
Schön: Bald ist Weihnachten. Das Fest der Liebe naht, die Städte sind festlich
geschmückt, und auf den Weihnachtsmärkten riecht es nach Zimt und frischem
Gebäck. Die Menschen sind offener, freundlicher, so scheint es, und die
Wohlfahrtsverbände schicken gerade während dieser Zeit ihre Bittschreiben
heraus, weil die Leute nun vermehrt und auch grosszügiger als im Rest des Jahres
spenden.
Dennoch gibt es während dieser Zeit mehr Verzweiflungstaten im
Jahresdurchschnitt: Der Totenmonat November, an dem viele sich an ihre Lieben,
die voraus gegangen sind, erinnern, steckt vielen noch in den Knochen. Besonders
jene, die an Einsamkeit leiden, tun sich mit dem Weihnachtsfest schwer, und wer
an Sylvester zurückblickt auf das vergangene Jahr, das unwiderbringlich
verflossen ist, wird traurig, wenn er noch keinen Schritt weiter ist. Das
betrifft Arbeitslose genauso wie Jugendliche, die eine Stelle
suchen.
Dazu kommt die Not in der Welt, die kein Ende nimmt:
Katastrophen, Hunger und Elend gibt es in der Nachbarschaft genauso wie in den
entferntesten und entlegensten Gegenden der Welt. Auf diesem Hintergrund habe
auch ich mir oft die Frage gestellt: "Wo bist Du, Gott?"
Gott selbst
nennt sich Jahwe; das bedeutet: "Ich bin da!" Und wir können uns sicher sein,
dass unserem Gott das Schicksal der Menschen nicht gleichgültig ist: Er selbst
ist Mensch geworden und teilte unser Schicksal, angefangen von der Hiflosigkeit
eines Säuglings über die Versuchungen in der Wüste bis hin zu Seinem grausamen
Tod am Kreuz und all der Verzweiflung und Todesangst, die hierin eingeschlossen
ist. Jesus - obwohl selbst auch von göttlicher Natur - spürte am Kreuze selbst
die Gottverlassenheit und schrie: "Mein Gott, mein Gott: Warum hast Du mich
verlassen?"
 Gott kennt also unsere Sorgen und Nöte; Er liebt uns aber so
sehr, dass Er jedes Haar gezählt hat auf unserem Kopfe und Seinen eingeborenen
Sohn gab, damit wir mit Ihm in Verbindung koimmen können trotz unserer grossen
Schuld. Gott selbst hat die Brücke gebaut, über die wir zu Ihm kommen können; Er
selbst ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Und eben weil Er die
Niedrigkeit eines Neugeborenen durchlebt hat in seiner Hilflosigkeit, eben weil
für Ihn kein Platz in der Herberge war und Er schon als Kleinstkind fliehen
musste, um Sein Leben zu bewahren, weil Er alle Versuchungen kennt, weil Er
missverstanden wurde, gedemütigt, verfolgt, gepeitscht, geschlagen, angespien,
mit einer Dornenkrone auf dem Haupt verspottet wurde, weil Er gekreuzigt wurde
und Todesangst und Verzweiflung durchlebte, versteht Er uns, und Er ist auch bei
uns.
Wir können und dürfen uns an Ihn wenden, wir dürfen Ihm vertrauen.
Er holt uns nicht immer schwierige Situationen ab, aber wir dürfen wissen, dass
Er uns durchträgt, gleich, was es ist.
So ist auch der Psalm 121 zu
verstehen, das auf dem Weg nach Jerusalem gesungen wurde; dieser Psalm macht mir
Mut und lässt mich wissen: Ich darf, ich kann Ihm vertrauen. Danke, Herr,
tausend Dank!
Bibellesetipp
Psalm 121
"'1. Ich blicke
hinauf zu den Bergen: Woher wird meine Hilfe kommen?'
2. 'Meine Hilfe
kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat!
3. Und du sollst
wissen: Der Herr lässt nicht zu, dass du zu Fall kommst. Er gibt immer auf
dich Acht.
4. Er, der Beschützer Israels, wird nicht müde und schläft
nicht ein;
5. er sorgt sich für für dich. Der Herr ist bei
dir, hält die Hand über dich,
6. damit dich die Hitze der Sonne nicht
quält und der Mond dich nicht krank macht.
7. Der Herr wendet Gefahr
von dir ab und bewhart dein Leben.
8. Auf all deinen Wegen wird er
dich beschützen vom Anfang bis zum Ende. jetzt und in aller
Zukunft.'"
Mit den besten Segenswünschen und im festen Vertrauen auf
Gott, unserem Herrn verbleibe ich in Christus verbunden Euer
Markus
Kenn
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