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Andacht vom 05. April 2008.

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Leben aus der lebendigen Kraftquelle




Wenn die Bohrmaschine laufen soll, das weiß schon jedes Kind, muss der Stecker in der Steckdose sein. Wie kommt es dann, dass manche Christen glauben, irgendeine Sache im Reich Gottes ohne die so wichtige Verbindung zur Kraftquelle tun zu können? In der Vergangenheit habe ich selbst aufgrund falscher Lehre und Vorbilder eigene Erfahrungen in dieser Weise machen müssen: Ich versuchte z. B., Kinderarbeit zu machen, und kam mir selbst dabei vor, als würde ich versuchen, mit einem Hand-Holzbohrer ein Loch in eine Betonwand zu bohren. Leben als Christ ohne an die Kraftquelle direkt angeschlossen zu sein. Es gab damals und auch heute noch einige Bibelverse, mit denen man seine Power- und Wirkungslosigkeit recht fromm erklären konnte und so von einem offensichtlichen Defizit in seinem Christsein ablenken wollte. "Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig." "Wenn ich schwach bin, so bin ich stark." Aber ich war nicht stark, und Gottes Kraft war auch nicht in mir mächtig. Jeder, der mich sah, hatte überhaupt keine Gelegenheit auch nur ein Fünkchen Kraft in meinem jämmerlichen Christ-Sein entdecken zu können. Gott hat mich auch damals schon geliebt - und mich dann befreit und herausgeholt.

Vor ein paar Tagen kam ich mir wieder ähnlich vor wie in der damaligen Zeit. Niemand gibt von sich aus gerne zu, dass irgendein Manko in seinem Leben ist. So auch ich nicht. Meine Frau und ich schleppten uns so peu a´ peu durch den Alltag, ich wegen Grippe krank geschrieben. Bis unser gnädiger Vater im Himmel mir plötzlich sehr deutlich machte: Ihr müsst an die Kraftquellen Gottes angeschlossen werden!

Was sagt uns die Bibel über die Kraft, die von Gott kommt?

Im übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Eph. 6,10
Eine selbst gemachte Erfahrung, die Paulus an die Geschwister in Ephesus weitergibt. Wir dürfen Gottes Kraft für unser Leben und bei allen Angriffen in Anspruch nehmen und erleben: Er ist da und handelt.

Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft.1. Kor. 4,20
Gott ohne Kraft gibt es nicht. Und er ist charakterlich nicht so geartet, dass er seine Kraft und Macht versteckt. Er ist kein Protzer oder Angeber, aber sein Reich besteht in Kraft. Und er handelt und tut, und er macht es ganz souverän. Und niemand kann ihn aufhalten. Und seine Kraft ist größer als jede Macht, die sich als Gottheit darstellen möchte und laut brüllend umherzieht und mit ihrer dem allmächtigen Gott nur nachgemachten Kraft angibt. Der Tod ist verschlungen in den Sieg (Jesu). Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo ist dein Sieg? ... Ich will bauen meine Gemeinde. Und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden! Hooooaaaaahhhh Amen!

Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt. Mt. 22,29
Hier macht Jesus der damaligen geistlichen Autorität sehr deutlich, woran es liegt, dass sie damals ihn als Sohn Gottes nicht erkannten. Einmal glaubten sie den menschlich verdrehten und nach den rein patriotischen Sehnsuchten ausgelegten prophetischen Weissagungen. Sie waren in religiösen Formen erstarrt, in denen Gott keinen Platz mit seiner Kraft hatte. Eine ernste Sache, die wir für uns selbst nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Geben wir acht, dass wir nicht versuchen, Gott vor den Karren unserer Wünsche und Sehnsüchte zu spannen und sein Wort verfälschen oder auch im frommen "Karriere"-Stolz unserer religiösen Vorstellungen und Traditionen nicht aus unserem Leben verbannen. Wie wichtig ist es, in beiden Dingen - Schrift und Kraft - zu Hause zu sein, wenn man die damaligen Auswirkungen betrachtet.

Künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. Mt. 26,64
Gott ist allmächtig und hat die Kraft, alles zu tun. Und er tut es und wird es immer in Liebe tun zum Nutzen seines Reiches und seiner Kinder.

Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft, und er reiste sogleich ab. Mt. 25,15
Gott gibt seinen Dienern die Befähigungen zu dem, was sie in seinem Reich tun und ausrichten sollen, so wie sie es nach ihrer Kraft tun können. Hier erkennen wir Gottes Weitsicht und Weisheit im Zuteilen von Aufträgen und Begabungen an jeden Einzelnen, den er niemals überfordern wird. Wir sind es, die im Jagen nach Macht und Ansehen uns Aufgaben aufhalsen, die Gott nie für uns vorgesehen hatte - und dann ausbrennen. Mich wundert es sehr, wie vielen Geschwistern "der Heilige Geist" es aufgetragen hat, zu leiten. Eigentlich sind überhaupt keine Christen mehr da, die man da noch leiten könnte. Aber wie wichtig es ist, seine Begabungen zu nutzen, wird in diesem Gleichnis, aus dem der Bibelvers stammt, auch klar. Faulpelze haben keinen Anteil am Reich Gottes.

Da fing er an die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Wundertaten geschehen waren, weil sie nicht Buße getan hatten. Mt. 11,20
Die Bibel sagt, dass wir nicht meinen sollen, dass Gott sich verspotten lässt. Wir sollten uns bewusst sein, dass es für die Ewigkeit Konsequenzen haben wird, wie wir mit den Kraft - und Machterweisen Gottes umgehen. Immer mehr sehen wollen, immer mehr haben wollen, aber das ohne Konsequenzen für unser Leben geht nicht bei Gott. Er möchte, dass er auch immer mehr von unserem Vertrauen zur Verfügung gestellt bekommt, und wir unser Leben immer mehr auf ihn ausrichten und ihm ausliefern.

Viele Hinweise im Wort Gottes selbst. Und es gibt noch mehr. Gehen wir zu ihm, direkt an die Quelle des Lebens und der Kraft. Er hat sie uns versprochen und wartet nur darauf, dass wir uns direkt an ihn selbst anschließenen. Denn ... ohne mich könnt ihr nichts tun, aber
... wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
Joh. 7,38

Die Kraft Gottes aus dem Leben, das er gibt, für dich und eine gefallene und verlorene, verkorkste und gebundene Welt.

Gott segne dich!

Wolfgang Hilger



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