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Andacht vom 05. Juni 2008.

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Über die Bruderliebe




Mit der Nächsten- und Menschenliebe im Allgemeinen tun wir uns leicht, mit der Feindesliebe weniger, doch es hapert auch mit unserer Bruderliebe: Manchen aus unserem Haus- oder Bibelkreis mögen wir nicht, manchen aus unserer Kirchengemeinde verachten wir vielleicht.

Als Geschwister im Herrn aber sollen und dürfen wir uns lieben; Jesus schenkt uns auch die Kraft, uns aufeinander zu zubewegen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Und wir müssen die Nöte unserer Glaubensgeschwister sehen: Das setzt Empathie, also Sensibilität, voraus. Die Bereitschaft, unseren Geschwistern zu helfen, muss da sein, sei es durch Zeit, die wir uns nehmen, durch ein gutes Wort, durch Trost, durch Rat, aber auch durch Tat, in dem wir meinetwegen beim Entrümpeln oder Renovieren helfen oder aber - wo Bedarf ist - auch materiell. Manches lässt sich sogar verbinden. Die Hilfe hat aber immer uneigennützig zu sein. Daran soll uns die Welt erkennen.

Wer seine Glaubensgeschwister hasst, muss sich die Frage stellen, ob er wirklich im Lichte wandelt. Sicher: Auch mir fällt es schwer, den ein oder anderen zu verstehen, ihm Zuwendung und Liebe zu geben. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich berechnend bin.

Liebe baut auf, sie verbindet, sie schafft Gemeinsamkeiten, sie bringt uns ins Licht. Es lässt uns so leben, wie Jesus es von uns erwartet. Die Liebe ist auch ein Bumerang, der allerdings auf eine angenehme Weise zurückkommt.


Bibellesetipp:

"Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehört habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist in ihm und in euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint schon jetzt. Wer sagt, er sei im Licht und hasst seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall. Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet."
(1. Johannes 2:7-11)

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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