Das hat doch noch Zeit!
Für alles sorgen wir vor: Für unsere Kinder schließen wir nicht nur Haftpflicht-, sondern oft auch Ausbildungsversicherungen ab, und es gibt auch heute noch einen Markt für die Aussteuerversicherung von Mädchen. Viele riestern, haben also Verträge über die Riester- bzw. Rürup-Rente. Trotz der Finanzkrise bezahlen Arbeitnehmer und Selbstständige in Lebensversicherungen, Privatrenten und Pensionsfonds ein.
Auch unsere Berufswahl treffen wir frühzeitig: Meist wissen Kinder schon im Kindergarten, was sie werden wollen: Natürlich sind gerade bei Jungs Astronaut, Rennfahrer, Fußballstar die Lieblingsberufe, und Mädchen wollen berühmte Models oder Filmstars werden oder einen Prinzen heiraten. In aller Regel werden in den ersten Schuljahren die Berufswünsche realistischer: Jungs - so Untersuchungen - mögen mehr die technischen Berufe und Mädels bevorzugen die Pflege.
Auf gut deutsch: Mit allem haben wir es unwahrscheinlich eilig; uns geht nichts schnell genug. Wenn wir in einem Versandhandel etwas bestellen, eine Reparatur in Auftrag geben oder unsere Wohnung renovieren: Am Besten ist alles bereits vorgestern erledigt, selbst wenn die entsprechenden Sachen erst übermorgen in Angriff genommen werden können.
Mit der wichtigsten Entscheidung unseres Lebens sind wir allerdings wesentlich leichtfertiger und langsamer, obwohl davon unsere Ewigkeit abhängt: Mit unserer Entscheidung für Christus! "Das hat doch noch Zeit!", so sagen viele. Oder: "Wenn ich erst einmal alt bin, dann kann ich mich immer noch für Jesus entscheiden!"
Nun denn: Wir sind eigentlich nur einen Atemzug vom Tode entfernt. Der Tod kommt oft schneller als man denkt. In unserer Tageszeitung lese ich oft von Motorradunfällen mit tödlichem Ausgang. Die Fahrt von meinem Heimatort nach Koblenz ist faktisch eine einzige Blutspur. Fast überall kann ich auf einen Unfall mit tödlichem Ausgang hinweisen. Auch sie, die bedauerlicherweise im Verkehr gestorben sind, meinten: "Wir haben noch Zeit!"
Aber der Tod muss nicht so gewaltsam kommen, um plötzlich zu sein. Er kommt auch im ganz gewöhnlichen Alltag oft unerwartet und schnell. Vor kurzem brach ein Mann in dem Supermarkt tot zusammen, in dem auch ich immer kaufe. Niemand hatte damit gerechnet.
Meine Mutter war mit mir noch in der Abendmesse, doch in derselben Nacht erlitt sie einen Herzinfarkt, kam ins Koma, aus dem sie nicht mehr aufwachte und verstarb nach vier Tagen. Auch mein Vater war ins Koma gefallen: Dabei sollte er nur zu einer Routineuntersuchung ins Krankenhaus. Ein Onkel von mir starb an einem Baggersee durch einen Herzinfarkt, meine Oma legte sich abends schlafen und wachte morgens nicht mehr auf.
Ich bin sicher, dass jeder Leser hier selbst einige Erlebnisse aus seinem Verwandten-, Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis erzählen kann.
Der Tod kommt oft plötzlich, schnell und völlig unerwartet. Wir wissen nicht, wann und wie wir sterben werden, und wir wissen auch nicht, ob wir nicht noch viele Jahre leben, uns aber dann nicht mehr für Jesus entscheiden können, weil wir vielleicht dement geworden sind. Wollen wir wirklich so leichtsinnig sein und unsere Ewigkeit aufs Spiel setzen? Die Hölle ist ein realer Ort, und dort hat man - wie wir aus der Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus wissen (Lukas 16) - immer noch ein Bewusstsein. Der reiche Mann hatte dort am Ort immerwährender Qualen regelrechten missionarischen Eifer, weil er nicht wollte, dass auch seine Verwandten an diesen Schreckensort kommen. Wollen wir wirklich riskieren, auf immer verdammt zu werden? In der anderen Welt nutzt uns kein irdischer Reichtum, eine dicke Rente, Zusatz- und Lebensversicherungen und die Zinsen aus Vermögen und Pensionsfonds helfen uns dort keineswegs.
Machen wir lieber jetzt Klarschiff und laden Jesus in unser Herz ein. Morgen, ja, vielleicht in den nächsten Minuten kann es zu spät sein. Dies ist keine Angstmache, sondern Realität!
Und wenn Du willst, dann bete:
"Herr Jesus: Ich nehme Dich als meinen ganz persönlichen Retter und Heiland an. Komm in mein Herz, verändere mich so, wie Du mich haben möchtest. Wasche mich rein in Deinem Blut. Habe Dank, dass ich auf ewig mit Dir leben darf! In Jesu Namen, Amen!"
Bibellesetipps:
"Wer da glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden."
(Markus 16:16)
"Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme höret, so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der Wüste, da mich eure Väter versuchten, mich prüften und sahen mein Werk."
(Psalm 95:7-9)
"Da es nun noch übrig bleibt, dass etliche in sie eingehen sollen, und die, denen es zuerst verkündigt ist, nicht hineingekommen sind um des Ungehorsams willen, bestimmt er abermals einen Tag, ein "Heute", und spricht nach so lange Zeit durch David, wie gesagt ist: 'Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstocket eure Herzen nicht.'"
(Hebräer 4:6-7)
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn