Das habt ihr mir getan
Viele Christen engagieren sich sozial: In den Tafeln sorgen sie dafür, dass Einkommensschwache sich billig mit Lebensmitteln eindecken können. Manche christliche Gemeinde hat Wärmestuben, wo es ein preiswertes, warmes Mittagessen gibt, und manchem, der es sich perdu nicht leisten kann, bekommt das Essen dann völlig umsonst. Pfarrer Siegelkow in Hamburg sorgt dafür, dass Kinder, die zuhause keine warme Mahlzeit bekommen, ein gesundes Mittagessen einnehmen können. Und er sorgt auch für eine gute Hausaufgabenbetreuung und bei Bedarf auch für Nachhilfeunterricht.
In vielen Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen haben sich Besuchsdienste etabliert; sie besuchen Einsame, die sonst niemanden haben, lesen vor und machen auch Behördengänge oder gehen Einkaufen. Manche Pflegeeinrichtung ist froh, weil ihre Ehrenamtlichen die Patienten zu Ärzten fahren und mit ihnen spazieren gehen.
Vergessen wir auch nicht die Kleiderkammern, in denen sich viele engagieren, damit Bedürftige Kleidung bekommen. Und die vielen, die sich in Übernachtungsheimen für Obdachlose engagieren, denen, die bei der Bahnhofsmission helfen, damit Hilfsbedürftige eine Anlaufstelle haben, und nicht selten sind Bahnhofsmissionen auch eine Anlaufstelle für Menschen, die zwar nicht auf Reisen sind, dafür aber in grosser Not.
Ein herzlicher Dank gilt auch der Telefonseelsorge: Wie viele Ehrenamtliche schlagen sich Nächte um die Ohren, opfern Oster- und Weihnachtsfeiertage, um sich die Sorgen und Nöte von Wildfremden anzuhören und ihnen einen guten Rat zu geben. Wie viele haben sich ihre Trauer von der Seele reden können oder heraus gefunden, wo sie eine Therapie bekommen. Und manch einer ist vom Selbstmord abgehalten worden.
Es gibt auch noch eine Reihe Anderer, die sich einsetzen: Für den Frieden, für die Emigranten, für die Ausgestoßenen, für Behinderte, für Arbeitslose, für Gebrechliche, in den Blutspendediensten, im Katastrophenschutz, bei den Feuerwehren, dem THW...
Es ist ein wichtiger Dienst, den alle diese Menschen tun, ein Dienst, der uns allen - indirekt und oft auch ganz direkt - hilft. Ihnen gilt Jesu Wort: "Was Ihr einem dieser meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan."
Bibellesetipp:
"Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: 'Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.'
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: 'Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen, und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?'
Und der König der Welt wird antworten und ihnen sagen: 'Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.'"
(Matthäus 25:34-40)
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn