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Andacht vom 05. September 2008.

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Die Seligpreisungen




Wir sehen zu den Reichen auf, den Satten, zu denen, die alles haben und keinerlei materielle Not leiden. Wir beneiden sie regelrecht.
Mit Menschen, die Tränen vergiessen, sind wir nicht gern zusammen. Und wie oft sind wir grausam zu einem kleinen, heulenden Buben und sagen: "Ein richtiger Junge weint nicht!" Wäre es nicht besser zu fragen, was los ist, um ihn zu trösten?

Darüber hinaus sehen wir zu, dass wir uns beliebt machen: Wir wollen geachtet werden. Und wir vermeiden es oft, klar unsere Meinung zu sagen aus Angst, dass wir irgendjemanden auf die Füße treten könnten. Diese Furcht tarnen wir dann als Höflichkeit und Diplomatie.

Jesus aber ist da anders: Er sieht auf die, die vergessen sind, die Hunger haben und Durst, auch nach einer besseren Welt. Während wir eine Ellenbogenmentalität vertreten, in der der Schwächere keinen Platz hat, ist für Jesus der Sanftmütige, Friedfertige und Barmherzige das Vorbild. Jesus weiss: Nur so geht es!

Wo Barmherzigkeit weicht, herrscht bald das Gesetz des Stärkeren, was spätestens langfristig in Anarchie, Mord und Totschlag endet. Hat nicht der unmenschliche Wirtschaftsliberalismus in der Ersten Industriellen Revolution zum Kommunismus geführt, unter dem selbst noch die postsozialistischen Staaten des ehemaligen Ostblocks leiden?

Deshalb hat Er - Jesus - ein Herz für die, die voller Liebe sind, voller Erbarmen. Für Ihn gelten auch die Armen, Hungernden, Dürstenden und geistlich Armen etwas; sie bedeuten Ihm sehr viel. Er nennt sie die Geringsten Seiner Brüder.

Die Seligpreisungen zeigen, dass es ein Gewinn ist, sensibel zu sein für die Nöte der Anderen. Friedfertig sein erspart viel Streit, und Sanftmut färbt richtig ab. Deshalb sind die Seligpreisungen so wichtig für unsere Orientierung, für das, was vor Gott wirklich zählt. Und Er muss es ja wissen: Schließlich ist Er der Schöpfer.


Bibellesetipps:

"Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten zu ihm. Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: 'Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die a hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gottes Kinder heissen. Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost, es wird euch im Himmel belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.'"
(Lukas 5:1-12)

"Und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: 'Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer. Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt satt werden. Selig seid ihr, die ihr jetzt weint; denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und springt vor Freude; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das gleiche haben ihre Väter den Propheten getan."
(Lukas 6:20-23).

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn




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