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Andacht vom 5. November 2007.

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Winter- eine Jahreszeit des Herzens! 

Für jedes Ding gibt es eine Zeit und wir durchleben viele solcher Zeitspannen während eines Menschenlebens. Wenn wir in einer Gegend dieser Erde leben, in der es vier Jahreszeiten gibt, lernen wir, dass in jeder dieser Jahreszeiten großartige Dinge in Vorbereitung auf die nächste stattfinden. Jede Jahreszeit ist lebensnotwendig für die Natur und die Erneuerung aller lebenden Kreatur, und auch wir sind keine Ausnahme. Oftmals im Leben befinden wir uns geistlich in einer solchen Winterzeit und wir verstehen nicht, was vor sich geht. Äußerlich scheint es, dass uns nur wenig Aktivität umgibt. Wir werden aus aller Geschäftigkeit, in der wir uns eben noch befunden haben, herausgerissen und es scheint als habe uns der Winter in seinem kalten Griff, wo die Winde heftig und bis zu den Knochen durchdringend sind. Wenn wir um uns blicken, sehen wir nur sehr wenig Anzeichen von Leben. Dem Anschein nach hat alles sein Leben verloren oder ist bestenfalls unter dem Schnee und der Kälte des Winters begraben. Bäume sind kahl, anscheinend leblos, und Blumen befinden sich im Ruhezustand. Das Leben scheint aus allem zu weichen, das innerhalb unseres Sichtfeldes liegt.

Und doch - dies ist eine Phase intensiver Nährung aller lebenden Kreatur. Die Bäume, die so kahl aussehen, bereiten sich in Wirklichkeit auf eine Zeit neu erblühenden Lebens vor, indem sie tief in ihren Wurzeln die dort gelagerte Nahrung in sich aufnehmen. Tief in diesen Fasern und Wurzeln, die nach außen für das Auge nicht sichtbar sind, ist jede Menge los. Dieser Ruhezustand, oder auch Winter, ist eine Erneuerung aus dem Inneren des Baumes heraus. Alle benötigten Nährstoffe sind tief in seinem Wurzelsystem gespeichert worden um sein gesamtes Lebenserhaltungssystem zu nähren und zu stärken und auf eine neue Zeit des Blühens und der Fülle vorzubereiten - verbunden mit viel Wachstum und einem größeren Reichtum an Knospen als im Jahr zuvor.

Der Baum befindet sich in einem seiner jahreszeitlich bedingten Stadien seines Wachstums, obgleich es nach außen hin scheint, als wäre er absolut inaktiv.

So ist es auch mit uns, wenn wir eine Zeit des spirituellen Winters durchleben. Äußerlich mögen wir uns nur mit wenigen Dingen befassen, wenn überhaupt. Die Aktivitäten, die eben noch so voller Lebendigkeit waren, sind von uns abgefallen, wie Blätter von einem Baum, und liegen nun auf der Erde. Das Leben weicht aus ihnen und sie sind, abgesehen von ihrem farbenfrohen, jedoch letzten kurzen Auftritt, nicht länger von Nutzen. Die schneidenden Winde des Ungemachs haben zu blasen begonnen. Wir stellen uns dem Wind entgegen, der alle äußerlichen Blätter unserer erreichten Erfolge weggeweht hat. Was einst in voller Blüte zu sein schien, ist nun nackt und ohne jegliches Laub. Die Kälte, die den Wind begleitet, kühlt uns bis auf die Knochen ab und wir graben tief in uns nach Antworten, um den Elemente dieser Zeit zu trotzen. Wir stehen kahl und erscheinen leblos, wie ein Baum im Winter. Es benötigt alles, was wir an Nährstoffen in uns gespeichert haben, um uns standfest und gewappnet gegen die Winterwinde zu halten, die nun rau und kalt gegen das Innerste unserer Seele anstürmen. Der Winter ist in seiner ganzen Macht angebrochen.

Es geht sehr viel vor in uns während dieser Jahreszeit. Wir suchen nach neuen Nahrungsquellen und nähren uns kontinuierlich, damit wir in der rauen Kälte der Winterzeit nicht umkommen. Wir rücken nahe zum Herrn und Sein Wort wir zum Licht auf unserem Pfad und zur Nahrung unserer Seele, mit der wir uns gegen die Zeit der winterlichen Kälte und Dunkelheit wappnen. Wir verstehen diese Zeit des Winters oftmals nicht, anders als den Frühling, den Sommer oder den Herbst, wenn wir ernten. Doch genau so, wie die Natur alle vier Jahreszeiten benötigt, um das Leben in der Natur am Fließen zu halten, müssen auch wir, geistlich gesehen, durch die vier Jahreszeiten des Lebens gehen.

Wir alle scheinen uns nach der Frühlingszeit mit ihrem neuen Leben auszustrecken, nach der Fülle der Aktivitäten des Sommers und ganz sicherlich auch nach der Erntezeit des Herbstes… doch vor der Winterzeit unseres geistlichen Lebens möchten wir gerne weglaufen oder sie ganz und gar vermeiden!! Viele Christen machen sich auf den Weg in wärmeres Klima, sobald die rauhe Winterzeit beginnt. Ihr Ziel ist ein geistlich warmer Ort, sie versuchen mit allen Mitteln den Winter zu umgehen. Gerade so, wie manche von uns dem Winterschnee in südlichen Gefilden entfliehen. Unnötig zu sagen, dass das die Christen sind, deren Wachstum begrenzt ist, weil sie Winterzeiten vermeiden, die - obwohl manchmal rauh und kalt - für unsere Vorbereitung auf eine neue und bedeutendere Zeit nötig sind, die knospendes neues Leben für das Königreich hervorbringt.

Es ist gut, die Jahreszeiten zu kennen, damit wir uns auf jede einzelne vorbereiten können, gerade so wie ein Landwirt sich auf die vier Jahreszeiten vorbereitet. Er ist klug genug zu wissen, dass der Winter nicht die Zeit ist, in der er versuchen sollte, Pflanzung oder Aussaat vorzunehmen, denn jetzt ist die Zeit, sich von der Fülle der Herbsternte zu ernähren und zu ruhen und sich bereit zu machen für eine neue Zeit der Aussaat im kommenden Frühjahr. Er fließt mit den Jahreszeiten der Natur und weiß, dass jede von ihnen einen ganz bestimmten Zweck in Gottes Plan hat.

Auch wir müssen lernen, die Jahreszeit, in der wir uns geistlich gesehen befinden, zu erkennen und verstehen.

Zu wissen, wann es Zeit ist zu säen, wann zu ernten und sich von der Ernte zu ernähren, wird all die Aktivitäten des Sommers erneut in unser Leben bringen! Wenn du also gerade jetzt in einer Winterzeit bist, halte fest und ziehe Nahrung aus der Wurzel in dir - aus Christus, der Rebstock aller Nahrung, und lass dich von ihm vorbereiten auf dein erneutes Knospen und auf die Frische des Frühlings.

Denn ER ist es, der die Jahreszeiten gemacht hat und ER ist es, der Leben und Nahrung in allen Jahreszeiten gibt, damit eine jede ihren Zweck erfüllen möge.

Übersetzung: Gabriele Kohlmann

 

Originaltitel: Winter - A Season of the Heart!

Verfasserin: Ruth M. Lambert

Quelle: http://groups.msn.com/AnointedWomanNetwork/_whatsnew.msnw (z. Zt. nicht aktiv)



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