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Andacht vom 7. Januar 2008, .

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Die Epredigt zum neuen Jahr!


Liebe Gemeinde,

wir feiern heute das Epiphaniasfest. Dabei handelt es sich um das nach Ostern älteste Kirchenfest. Wir gedenken dabei dreierlei. Durch den
Besuch der heiligen drei (?) Könige, die bekanntermaßen keine Israeliten waren, gedenken wir daran, dass Jesus Christus allen Menschen erschienen
ist. Wir gedenken der Taufe Jesu, bei welcher zum ersten Male Seine Gottessohnschaft offenbar wurde. Und wir gedenken des ersten Wunders Jesu in Kana, wo zum ersten Male die himmlische Kraft Jesu ersichtlich wurde.

Der heutige Predigttext beschäftigt sich unter anderem mit einem sehr ernsten Thema, nämlich mit dem Thema "Unglauben". Der Predigttext steht im 2. Korintherbrief im Kapitel 4, die Verse 3-6.

Lassen Sie uns diesen Text gemeinsam lesen:

Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber Eure Knechte um Jesu willen.

Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext beschäftigt sich mit drei zentralen Themen:

1. Der Apostel Paulus berichtet von einer Gruppe von Menschen, denen die frohe Botschaft des Evangeliums verborgen bleibt. Gott will, dass alle Menschen errettet werden, aber der Gott dieser Welt (Satan) möchte genau das Gegenteil. Und dabei benutzt er alle Mittel, die ihm dabei zur Verfügung stehen. Obschon Gott immer nur ein Gebet weit entfernt ist, können z.B. die Sorgen des Alltages viele Menschen leicht erdrücken. Aber auch rein selbstsüchtiges Verhalten kann den Menschen den Blick auf unseren Herrn versperren. Sie sind dann derart mit der Erreichung ihrer eigenen Ziele beschäftigt, dass sie schnell ihre Mitmenschen und auch unseren Herrn aus den Augen verlieren.

Auch für einen "gestandenen" Christen lauern vielfältige Versuchungen Satans auf allen unseren Wegen. Wir sollen dabei ständig auf der Hut sein. Martin Luther, der Versuchungen Satans bestens kannte, begegnete diesen mit einem erprobten Mittel. Er sagte: " Wenn der Satan an mein Herz klopft, öffne ich die Tür meines Herzens. Satan sieht dann, dass Christus in meinem Herzen wohnt und für ihn kein Platz mehr ist".

Wenn wir, wie Luther, die Versuchungen des Gottes dieser Welt kennen, können wir ihnen auch erfolgreich widerstehen.

2. Paulus ermahnt in diesem Predigttext auch alle Prediger. Da wir uns zur Priesterschaft aller Gläubigen bekennen, trifft diese Warnung auf uns alle zu. Die Anweisung, die eigentlich recht deutlich ist, lautet:
Wir sollen Jesus Christus predigen und sonst nichts. Da ist zunächst einmal der Verkündigungsdienst angesprochen. In ihm sollen wir die frohe Botschaft weitergeben. Da sich derzeit die "Allversöhnungstheorie" immer wachsender Beliebtheit erfreut, dürfen wir bei der Verkündigung der frohen Botschaft niemals vergessen, auch auf den Gott dieser Welt und dessen Absichten hinzuweisen. Wenn wir als Christen die Worte Satan und Hölle in's Spiel bringen, werden wir immer wieder belächelt. Ich gebe dann zu bedenken, dass uns unser Herr Jesus im Neuen Testament nicht einmal, sondern immer wieder auf die Gefahren aufmerksam macht, die von Satan ausgehen. Ich kann schließlich nicht all das aus der Bibel herausstreichen, was mir unbequem erscheint.

Aber wir dürfen das Wort "predigen" ruhig etwas weiter fassen. Es beinhaltet unseren ganzen Lebensstil. Das fängt bei dem Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen an und hört bei dem Dienst in der Gemeinde noch lange nicht auf. In allem, was wir tun und lassen, soll man erkennen, dass wir "Botschafter" Jesu Christi sind.

Der Liederdichter Gerhard Tersteegen drückt dies in der vierten Strophe des Liedes  "Ich bete an die Macht der Liebe" noch viel schöner aus:

O Jesu, dass Dein Name bliebe
im Grunde tief gedrücket ein;
möchte Deine süße Jesusliebe
in Herz und Sinn gepräget sein.
Im Wort, im Werk und allem Wesen
sei Jesus und sonst nichts zu lesen

3. Sie werden mir hoffentlich zustimmen, dass ein soeben geschildertes geistiges Leben in dieser reinen Form nicht immer gelebt werden kann. Seien Sie getrost, liebe Gemeinde, Gott weiß das auch. Dazu hat Er uns ja den hellen Schein in unsere Herzen gegeben, durch den wir leuchten können. Das helle Licht des Evangeliums gibt uns immer wieder auf's Neue die Kraft "in" Christus zu leben.

Und durch diese Kraft können wir auch unsere Mitmenschen an diesem Glanz teilhaben lassen.

Und wenn wir so leben und auch in dieser Weise unseren Mitmenschen begegnen, ja auch den ungläubigen Mitmenschen gegenüber, dann kann Gott
das Blendwerk Satans an die Seite schieben, dass auch sie das helle Licht des Evangeliums erkennen können.

Der Herr gebe Dir immer wieder die Kraft, den Versuchungen des Gottes dieser Welt zu widerstehen Der Herr gebe Dir immer wieder Seinen hellen Schein in Dein Herz Der Herr lasse auch Deine Mitmenschen durch Deinen hellen Schein zur Erkenntnis der Herrlichkeit kommen

Amen

Ich grüße Sie alle recht herzlich und möchte mich sehr für Ihre Zuschriften bedanken.

Ihr
Ulrich Naber







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