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Der
Fluch der Sünde
Von Sünde zu sprechen, ist nicht mehr modern, und auch moderne Theologen meiden
diesen Begriff. Wir neigen dazu, den anderen, der Gesellschaft, den Eltern, der
Schule, den Lehrern, der Kultur, der Zeit, in der wir leben, die Schuld zu
geben. Und oft sagen wir: "Wie kannst Du das, Gott, zulassen?"
Aber sind
wir Puppen, sind wir Marionetten? Wir entscheiden uns doch selbst dafür, zu
fluchen, zu stehlen, zu rasen, zu lügen, zu verleumden.
Und wir betrügen
uns selbst: Unsere Sünde macht doch nichts, wir schaden doch niemanden. Ist das
aber wirklich so? Schaden wir wirklich niemanden?
Wir belügen bereits
unsere kleinen Kinder, erzählen ihnen vom Klapperstorch, der die kleinen
Säuglinge bringt, vom Weihnachtsmann, der die Geschenke am Heiligabend
anliefert, vom Nikolaus, der die Stiefel füllt, vom Sandmännchen, das den
Kindern die Träume bringt, vom Osterhasen, der die Eier versteckt. Wir erzählen
den Kindern, dass eine Spritze nicht wehtut und was weiss ich, was wir sonst
noch erzählen. Wundert es uns, wenn uns unsere Kinder irgendwann nicht mehr
vertrauen und uns nachmachen und selbst lügen?
Damit geht Vertrauen
kaputt. Wer belogen wird, wir misstrauisch. Aber die Lüge ist auch gefährlich.
Mit der Lüge hat Satan, der Vater der Lüge, dafür gesorgt, dass Adam und Eva aus
dem Paradies vertrieben worden sind. Wir leiden noch heute darunter. Durch den
Fehltritt der ersten Menschen sind wir in der Misere.
Es ist ja nicht so,
dass es bei einer Sünde bleibt; sie gebiert immer wieder neue Sünden. Wer einmal
lügt, muss fortwährend weiterlügen, um nicht aufzufallen. So spinnt der Mensch
ein ganzes Netz an Lügen, in dem er sich verfängt und untergeht.
Ich
selbst habe es am eigenen Leibe erlebt. Ich wurde in einem Milieu der Lüge
gross. Weil bei mir zuhause alles verfahren war, baute ich mir ein Lügengebäude
auf und zog eine Mauer um mich herum. Tiefenpsychologisch mag dies verständlich
sein, doch ich habe mich damit vor die Wand gefahren. Es hatte viele üble
Konsequenzen für mich bis hin zu einer immer noch anhaltenden Arbeitslosigkeit.
Und ich habe lange gebraucht, um in die Realitäten zurückzufinden. Das bin ich
selbst schuld, und ich kann mich nur an dieser Stelle entschuldigen bei allen,
die ich angeschwindelt habe.
Jede Sünde zerstört etwas und macht etwas
kaputt. Sie hat Konsequenzen. Sünde - das Abweichen vom Willen Gottes - hat
stets Konsequenzen und meist sehr weitreichende. Wir machen uns vom Ausmaß
dieser Konsequenzen kaum eine Vorstellung.
Weil wir es heutzutage mit der
Sexualmoral nicht mehr sehr genau nehmen, haben wir sehr viele Probleme: Ehen
werden wegen eines Seitensprunges geschieden, Kinder werden zu Scheidungswaisen
deshalb und kommen in seelische Schwierigkeiten, weil sie Loyalitätskonflikte
haben.
Mehr noch: Heutzutage ist Homosexualität akzeptiert, für Gott aber
ist es eine Sünde. Als Christ wird man in die Ecke von Fundamentalisten
gestellt, wenn man auf diese Tatsache hinweist. Dennoch bleibt Homosexualität
eine Sünde, denn Gottes Wort hat in Ewigkeit bestand; Er kann sich nicht untreu
werden. Das ist auch gut so.
Die Homosexualität hat aber weitreichende
Folgen; vor allem homosexuelle Männer erkranken extrem häufig an Aids. Ebenso ist
es mit Prostitution und häufigen Partnerwechseln. Wer die Gebote der Bibel über
die Sexualität missachtet, darf kein Blut spenden, obwohl das Rote Kreuz und
andere Blutspendedienste an Knappheit leiden. Menschen können nicht operiert
werden, weil Blutkonserven fehlen. Auch das Spenden von Blutplasma und
Blutzellen ist für Menschen ausgeschlossen, deren Sexualmoral allzu locker ist.
Dies bedeutet, das Leukämiekranke, Bluter, Verkehrsopfer und Brandverletzte
weniger Chancen auf eine Therapie haben als wenn sich Menschen an Gottes
Massstäbe auch hinsichtlich der Sexualmoral halten würden.
Schauen wir
uns auch einmal den Bereich "Diebstahl" an: Weil gestohlen wird, sind viele
Waren und Dienstleistungen teuerer. Der Ehrliche bezahlt die Unehrlichkeit der
anderen mit.
Aber auch im Wirtschaftsleben gehen wir daran zugrunde,
dass wir sündigen. Mittlerweile ist es üblich, dass Bewerber tagelang zur Probe
arbeiten müssen oder Praktika abzuleisten haben ohne dafür Lohn zu bekommen.
Längst haben wir eine Generation Praktika. Junge Akademiker gründen - falls
überhaupt - erst spät Familien, weil sie von einem Praktika ins andere stolpern,
was unsere demografische Entwicklung noch verschärft. Die Bibel aber verlangt
von jedem Arbeitgeber, dass er seine Leute bezahlt.
In den Zehn Geboten
heisst es, dass wir nicht morden dürfen. Und doch bringen wir Kinder im
Mutterleib um. Die niedrigste Zahl, die ich gelesen habe, sagt, dass pro Jahr in
Deutschland mindestens 130 000 Kinder umgebracht werden ehe sie geboren werden.
Wundert es uns, wenn bald Schulen schliessen müssen, unsere Wirtschaft keinen
Nachwuchs hat und unsere Rentenkassen kollabieren?
Die Bibel verbietet
uns, dass wir uns an Zeichendeuter und Wahrsager wenden. Was machen unsere
Eliten? Sie lassen sich Karten legen, die Handlinien deuten, in die Sterne und
Glaskugeln schauen, um zu erfahren, welche Entscheidungen sie treffen müssen.
Dementsprechend schlecht steht es ja um unsere politischen Entscheidungen:
Wachsende Armut - auch im Alter -, steigende Arbeitslosigkeit und eine
Klimakatastrophe, auf die wir sehenden Auges zusteuern, sind nur einige
Beispiele dafür.
Die Sünde, auch wenn sie noch so klein ist, ist immer
destruktiv, zerstörerisch. Sie schlägt Wunden nicht nur bei anderen, sondern
auch bei dem, der sündigt. Frauen, die abgetrieben ahben, leiden in der Regel an
Depressionen und Schuldkomplexen.
Im Grunde fühlt sich ein Dieb und ein
Lügner auch nicht wohl. Er weiss, dass er etwas falsch gemacht hat. Er fühlt
sich als Versager, als Verlierer. Das versucht er zu verstecken. So gerät er in
einen Strudel, der ihn herunterzieht.
Die Sünde zerstört den Sünder
selbst, er zerstört andere Menschen. Familien brechen auseinander, weil einer
gesündigt hat, und am Ende funktioniert eine Gesellschaft nicht mehr. Grosse
Reiche sind an ihrer Unmoral kaputt gegangen. Das ist belegbar.
Das alte
Griechenland hat Homosexualität ebenfalls erlaubt, doch die einstige Hochkultur
ist verschwunden. Das Römische Weltreich - vor allem seine Hauptstadt - war eine
moralische Kloake und verschwand von der Bildfläche. Das Ägypten der Pharaonen
unterjochte vierhundert Jahre lang die Juden, den Augapfel Gottes; es war
führend in Astronomie, Medizin und Architektur, es hatte die mächtigste Armee
seiner Zeit. Und heute? Das Reich der Pharaonen ist vergangen. Die Maya wurden
von den Spaniern nur deshalb besiegt, weil sie ihren Zeichendeutern glaubten und
meinten, ihre Zeiten wären vorbei. Hätten sie sich den Fakten gestellt, dann
hätten sie über die Spanier gesiegt. Apachen verloren Schlachten gegen den
weissen Mann, weil sie sich nicht trauten, nachts anzugreifen.
Es bleibt
uns nichts anderes als Buße zu tun. Das lehrte schon Johannes der Täufer, und
auch Jesus sagte zu Nikodemus, dass wir von neuem geboren werden müssen, um aus
der Sünde heraus zu kommen. Johannes der Täufer sagt: "Zeigt durch euer Leben, dass
ihr euch wirklich ändern wollt." (Matthäus 3:6).
Segensreiche Zeiten sind
immer Zeiten ohne Sünde. Gott gab uns Seine Gebote nicht, um uns einzuengen,
sondern um uns frei zu machen. Er weiss, was gut für uns ist und was nicht. Als
treusorgender Vater will Er uns segnen. Das ist so, wie bei menschlichen Eltern:
Kein verantwortungsbewusster Vater lässt seinen kleinen Sohn Alkohol trinken,
keine treusorgende Mutter lässt es zu, dass ihr zehnjähriges Kind einen Lkw
fährt, weil ihm dazu die Reife fehlt.
Gott ist allwissend und liebt uns:
Er sorgt sich um uns noch mehr als es Eltern für ihre Kinder tun können. Deshalb
können wir Seinen Geboten vertrauen. Ändern wir unser Leben und richten es auf
Seine Gebote aus!
Biebellesetipps
3. Buch Mose 5. Buch
Mose Sprichwörter Brief an die Hebräer Jakobusbrief 1.
Petrusbrief 2. Petrusbrief Matthäus 4:23 - 7:29 Matthäus 25:31 -
46 Johannes 1:15 - 28 Johannes 3:1 - 12
Abschliessend noch ein
kleiner Denkanstoss: Buße kommt nicht von "Abbüßen", Buße kommt von besser
machen. In diesem Sinne
Gott mit Ihnen; möge Er Sie segnen in
allem, was Sie tun
Das wünscht Ihnen Ihr Markus Kenn
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