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Andacht vom 07.März 2007.

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Der Fluch der Sünde




Von Sünde zu sprechen, ist nicht mehr modern, und auch moderne Theologen meiden diesen Begriff. Wir neigen dazu, den anderen, der Gesellschaft, den Eltern, der Schule, den Lehrern, der Kultur, der Zeit, in der wir leben, die Schuld zu geben. Und oft sagen wir: "Wie kannst Du das, Gott, zulassen?"

Aber sind wir Puppen, sind wir Marionetten? Wir entscheiden uns doch selbst dafür, zu fluchen, zu stehlen, zu rasen, zu lügen, zu verleumden.

Und wir betrügen uns selbst: Unsere Sünde macht doch nichts, wir schaden doch niemanden. Ist das aber wirklich so? Schaden wir wirklich niemanden?

Wir belügen bereits unsere kleinen Kinder, erzählen ihnen vom Klapperstorch, der die kleinen Säuglinge bringt, vom Weihnachtsmann, der die Geschenke am Heiligabend anliefert, vom Nikolaus, der die Stiefel füllt, vom Sandmännchen, das den Kindern die Träume bringt, vom Osterhasen, der die Eier versteckt. Wir erzählen den Kindern, dass eine Spritze nicht wehtut und was weiss ich, was wir sonst noch erzählen. Wundert es uns, wenn uns unsere Kinder irgendwann nicht mehr vertrauen und uns nachmachen und selbst lügen?

Damit geht Vertrauen kaputt. Wer belogen wird, wir misstrauisch. Aber die Lüge ist auch gefährlich. Mit der Lüge hat Satan, der Vater der Lüge, dafür gesorgt, dass Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben worden sind. Wir leiden noch heute darunter. Durch den Fehltritt der ersten Menschen sind wir in der Misere.

Es ist ja nicht so, dass es bei einer Sünde bleibt; sie gebiert immer wieder neue Sünden. Wer einmal lügt, muss fortwährend weiterlügen, um nicht aufzufallen. So spinnt der Mensch ein ganzes Netz an Lügen, in dem er sich verfängt und untergeht.

Ich selbst habe es am eigenen Leibe erlebt. Ich wurde in einem Milieu der Lüge gross. Weil bei mir zuhause alles verfahren war, baute ich mir ein Lügengebäude auf und zog eine Mauer um mich herum. Tiefenpsychologisch mag dies verständlich sein, doch ich habe mich damit vor die Wand gefahren. Es hatte viele üble Konsequenzen für mich bis hin zu einer immer noch anhaltenden Arbeitslosigkeit. Und ich habe lange gebraucht, um in die Realitäten zurückzufinden. Das bin ich selbst schuld, und ich kann mich nur an dieser Stelle entschuldigen bei allen, die ich angeschwindelt habe.

Jede Sünde zerstört etwas und macht etwas kaputt. Sie hat Konsequenzen. Sünde - das Abweichen vom Willen Gottes - hat stets Konsequenzen und meist sehr weitreichende. Wir machen uns vom Ausmaß dieser Konsequenzen kaum eine Vorstellung.

Weil wir es heutzutage mit der Sexualmoral nicht mehr sehr genau nehmen, haben wir sehr viele Probleme: Ehen werden wegen eines Seitensprunges geschieden, Kinder werden zu Scheidungswaisen deshalb und kommen in seelische Schwierigkeiten, weil sie Loyalitätskonflikte haben.

Mehr noch: Heutzutage ist Homosexualität akzeptiert, für Gott aber ist es eine Sünde. Als Christ wird man in die Ecke von Fundamentalisten gestellt, wenn man auf diese Tatsache hinweist. Dennoch bleibt Homosexualität eine Sünde, denn Gottes Wort hat in Ewigkeit bestand; Er kann sich nicht untreu werden. Das ist auch gut so.

Die Homosexualität hat aber weitreichende Folgen; vor allem homosexuelle Männer erkranken extrem häufig an Aids. Ebenso ist es mit Prostitution und häufigen Partnerwechseln. Wer die Gebote der Bibel über die Sexualität missachtet, darf kein Blut spenden, obwohl das Rote Kreuz und andere Blutspendedienste an Knappheit leiden. Menschen können nicht operiert werden, weil Blutkonserven fehlen. Auch das Spenden von Blutplasma und Blutzellen ist für Menschen ausgeschlossen, deren Sexualmoral allzu locker ist. Dies bedeutet, das Leukämiekranke, Bluter, Verkehrsopfer und Brandverletzte weniger Chancen auf eine Therapie haben als wenn sich Menschen an Gottes Massstäbe auch hinsichtlich der Sexualmoral halten würden.

Schauen wir uns auch einmal den Bereich "Diebstahl" an: Weil gestohlen wird, sind viele Waren und Dienstleistungen teuerer. Der Ehrliche bezahlt die Unehrlichkeit der anderen mit.

Aber auch im Wirtschaftsleben gehen wir daran zugrunde, dass wir sündigen. Mittlerweile ist es üblich, dass Bewerber tagelang zur Probe arbeiten müssen oder Praktika abzuleisten haben ohne dafür Lohn zu bekommen. Längst haben wir eine Generation Praktika. Junge Akademiker gründen - falls überhaupt - erst spät Familien, weil sie von einem Praktika ins andere stolpern, was unsere demografische Entwicklung noch verschärft. Die Bibel aber verlangt von jedem Arbeitgeber, dass er seine Leute bezahlt.

In den Zehn Geboten heisst es, dass wir nicht morden dürfen. Und doch bringen wir Kinder im Mutterleib um. Die niedrigste Zahl, die ich gelesen habe, sagt, dass pro Jahr in Deutschland mindestens 130 000 Kinder umgebracht werden ehe sie geboren werden. Wundert es uns, wenn bald Schulen schliessen müssen, unsere Wirtschaft keinen Nachwuchs hat und unsere Rentenkassen kollabieren?

Die Bibel verbietet uns, dass wir uns an Zeichendeuter und Wahrsager wenden. Was machen unsere Eliten? Sie lassen sich Karten legen, die Handlinien deuten, in die Sterne und Glaskugeln schauen, um zu erfahren, welche Entscheidungen sie treffen müssen. Dementsprechend schlecht steht es ja um unsere politischen Entscheidungen: Wachsende Armut - auch im Alter -, steigende Arbeitslosigkeit und eine Klimakatastrophe, auf die wir sehenden Auges zusteuern, sind nur einige Beispiele dafür.

Die Sünde, auch wenn sie noch so klein ist, ist immer destruktiv, zerstörerisch. Sie schlägt Wunden nicht nur bei anderen, sondern auch bei dem, der sündigt. Frauen, die abgetrieben ahben, leiden in der Regel an Depressionen und Schuldkomplexen.

Im Grunde fühlt sich ein Dieb und ein Lügner auch nicht wohl. Er weiss, dass er etwas falsch gemacht hat. Er fühlt sich als Versager, als Verlierer. Das versucht er zu verstecken. So gerät er in einen Strudel, der ihn herunterzieht.

Die Sünde zerstört den Sünder selbst, er zerstört andere Menschen. Familien brechen auseinander, weil einer gesündigt hat, und am Ende funktioniert eine Gesellschaft nicht mehr. Grosse Reiche sind an ihrer Unmoral kaputt gegangen. Das ist belegbar.

Das alte Griechenland hat Homosexualität ebenfalls erlaubt, doch die einstige Hochkultur ist verschwunden. Das Römische Weltreich - vor allem seine Hauptstadt - war eine moralische Kloake und verschwand von der Bildfläche. Das Ägypten der Pharaonen unterjochte vierhundert Jahre lang die Juden, den Augapfel Gottes; es war führend in Astronomie, Medizin und Architektur, es hatte die mächtigste Armee seiner Zeit. Und heute? Das Reich der Pharaonen ist vergangen. Die Maya wurden von den Spaniern nur deshalb besiegt, weil sie ihren Zeichendeutern glaubten und meinten, ihre Zeiten wären vorbei. Hätten sie sich den Fakten gestellt, dann hätten sie über die Spanier gesiegt. Apachen verloren Schlachten gegen den weissen Mann, weil sie sich nicht trauten, nachts anzugreifen.

Es bleibt uns nichts anderes als Buße zu tun. Das lehrte schon Johannes der Täufer, und auch Jesus sagte zu Nikodemus, dass wir von neuem geboren werden müssen, um aus der Sünde heraus zu kommen. Johannes der Täufer sagt: "Zeigt durch euer Leben, dass ihr euch wirklich ändern wollt." (Matthäus 3:6).

Segensreiche Zeiten sind immer Zeiten ohne Sünde. Gott gab uns Seine Gebote nicht, um uns einzuengen, sondern um uns frei zu machen. Er weiss, was gut für uns ist und was nicht. Als treusorgender Vater will Er uns segnen. Das ist so, wie bei menschlichen Eltern: Kein verantwortungsbewusster Vater lässt seinen kleinen Sohn Alkohol trinken, keine treusorgende Mutter lässt es zu, dass ihr zehnjähriges Kind einen Lkw fährt, weil ihm dazu die Reife fehlt.

Gott ist allwissend und liebt uns: Er sorgt sich um uns noch mehr als es Eltern für ihre Kinder tun können. Deshalb können wir Seinen Geboten vertrauen. Ändern wir unser Leben und richten es auf Seine Gebote aus!

Biebellesetipps

3. Buch Mose
5. Buch Mose
Sprichwörter
Brief an die Hebräer
Jakobusbrief
1. Petrusbrief
2. Petrusbrief
Matthäus 4:23 - 7:29
Matthäus 25:31 - 46
Johannes 1:15 - 28
Johannes 3:1 - 12

Abschliessend noch ein kleiner Denkanstoss: Buße kommt nicht von "Abbüßen", Buße kommt von besser machen. In diesem Sinne

Gott mit Ihnen;
möge Er Sie segnen in allem,
was Sie tun

Das wünscht Ihnen
Ihr
Markus Kenn





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