Jeder Christ ist zugleich Evangelist!
Wiedergeborene Christen sind in aller Regel von der Wichtigkeit der Mission überzeugt; dafür spenden sie Geld oft über den Zehnten hinaus. Manche sammeln dafür in ihren Gemeinden und am Arbeitsplatz, bei Freunden und Bekannten Briefmarken und Telefonkarten, um sie der Mission als zusätzliche Einnahmequelle zur Verfügung zu stellen. Das ist natürlich sehr, sehr wichtig.
Geht es aber darum, selbst Zeugnis zu geben oder auch nur ein Traktat weiter zu reichen, so sieht es düster aus: Die Meisten sind überzeugt, dass die Weitergabe des Evangeliums Sache der Profis ist, von Pfarrern, Vollzeitevangelisten, Katecheten.
Jesus sah es anders: Zu Seinen ersten Jüngern zählen Fischer und Segelmacher; die Profis der damaligen Zeit - Pharisäer und Schriftgelehrte - waren als Jünger Jesu in der Minderheit, teils aus Angst, von der Synagoge ausgeschlossen zu werden, teils aus Ignoranz und Ablehnung.
Er machte zuerst Fischer zu Menschenfischern, sprich: zu Evangelisten, Leute also, dessen Körpergeruch aufgrund ihrer schweißtreibenden Arbeit und aufgrund der Fische nicht gerade angenehm war.
Das hat eine Botschaft: Wir dürfen uns nicht damit herausreden, dass wir vielleicht "nur" einfache Arbeiter sind. Jesus schaut weder nach Rang und Namen noch nach Schul- und Berufsabschlüssen. Wer sich auf Ihn einlässt, dem gibt Jesus auch Weisheit und Möglichkeiten, Sein Wort weiterzutragen.
Viele Formen, sich zu Jesus zu bekennen, sind einfach: Der Aufkleber auf dem Auto oder dem Roller bzw. dem Motorrad ist eine sehr simple Möglichkeit. Ich habe welche auf meinem Roller und wurde deswegen schon angesprochen und konnte einige Traktate so weiter geben.
Auch für Schüchterne und Zurückhaltende, für Menschen mit schwerer Zunge gibt es Möglichkeiten, die Botschaft weiter zu geben: Einige Missionswerke wie die "Aktion: In jedes Haus" (www.ajh-deutschland.de) stellt für solche Aktionen Traktate zur Verfügung. Briefkastenaktionen müssen nicht nur in großen Städten und an Hochhäusern stattfinden; auch kleinste Dörfer und Gehöfte wollen erreicht werden. Mancher, der gerne lange wandert, kann so einige weiter geben. Und man kann ja ein Traktat auch mal "vergessen", z. B. in Zügen, Telefonzellen, Mietwagen, Taxen, Bussen usw.
Als Christen sind wir zugleich auch Evangelisten. Das gilt für jeden Einzelnen von uns. Wir haben eine hohe Verantwortung dafür, wo die anderen ihre Ewigkeit verbringen werden. Unsere Verantwortung beginnt in unserer Familie, für unseren Ehepartner, für die Kinder, für unsere Eltern, Geschwister, Cousinen, Cousins, Onkel und Tanten, aber auch für Arbeitskollegen, Kameraden, Nachbarn, Freunde und Bekannte. Auch wenn wir nur wenige Kontakte haben, so können wir diese auch nutzen.
Bibellesetipp:
"Nachdem aber Johannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa, predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: 'Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist heute herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.' Als er aber an dem Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, wie sie ein Netz ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: 'Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!' Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. Und als er von da ein wenig weiterging, sah er Jakobus, dem Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Schiff die Netze flickten; und sogleich rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Schiff mit den Tagelöhnern und folgten ihm nach."
(Markus 1:14-20)
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn