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Andacht vom 08. Januar 2009.

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Niemand lebt vom Brot allein!



Der fünftreichste Mann Deutschlands - Herr Adolf Merckle - hat sich am 05.01.2009 das Leben genommen. Er hat sich vor einen Zug geworfen, weil er befürchtete, dass durch seine Spekulationen und die weltweite Finanzkrise sein Firmenimperium zusammen bricht. Wie viel Not war in ihm, dass er sich umbrachte, wie viel Verzweiflung mag ihn getrieben haben? Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen genauso wie dem Zugführer, der nun selbst durch diese Art des Selbstmordes traumatisiert ist.

Wir als Normalbürger können sicher kaum nachvollziehen, warum Herr Merckle sich das Leben nahm. Sicher hätte er noch nach einem völligen Firmenfiasko noch sein Auskommen gehabt.

Aber erleben wir das nicht auch bei anderen Prominenten. Rex Gildo stürzte sich aus einem Fenster, weil er mit seiner Lebenssituation nicht mehr klar kam: Im Grunde war er nicht mehr er selbst, sondern eine Kunstfigur. Elvis Presley, einst ein gutaussehender, schlanker, vor Gesundheit strotzender Mann, war am Ende dick, aufgedunsen und mit Medikamenten voll gestopft. Er futterte seinen Kummer förmlich mit Burgern und Pillen in sich hinein. Sein Reichtum tröstete ihn nicht. 1977 starb er noch relativ jung.

Paris Hilton kennen wir hauptsächlich aus den groß aufgemachten Negativ-Schlagzeilen der Boulevard-Presse genauso wie die Sängerin Madonna. An Harald Juhnke erinnern wir uns vor allem wegen seiner Alkoholexzesse. Die Scheidungsraten unter den Prominenten sind selbst für unsere heutigen Verhältnisse enorm hoch.

Dabei haben sie anscheinend alles: Ruhm, Macht, Geld, Reichtum.... Materiell gesehen müssen sie sich keine Sorgen machen; sie können sich Vieles einfach so leisten, von denen andere, auch wenn sie wohlhabend sind, allenfalls träumen können. Sie werden bewundert, hofiert. Sie stehen im Mittelpunkt, im Rampenlicht. Und doch gibt es hier Selbstmorde, Alkoholexzesse, Medikamentenmissbrauch, Drogensucht und Depressionen. Irgend etwas fehlt ihnen.

Jesus hat diesen Mangel erkannt, ohne Jesus hat das Leben keinen Sinn, ganz gleich, wie reich und hochgestellt man ist. Er weiß: Wir brauchen das Eine, wir brauchen eine Perspektive, die Finanzkrisen übersteht und uns in den Stürmen des Lebens festhält.

Ich selbst habe dies erfahren: Ich muss mit Hartz IV auskommen, ich habe Trauer und Depressionen durchlebt, ich weiß nicht, ob ich jemals einen Arbeitsplatz bekommen werde, auch wenn ich mich bewerbe. Und doch: Ich weiß mich gehalten von Seiner Hand, ich bin dankbar für eine Wohnung, die einigermaßen warm ist, für das Bett, das Essen, das ich habe, für Freunde, für meine Gesundheit.

Auch wenn es vielleicht noch dicker kommen mag: Das Wissen, dass ich eines Tages bei Ihm sein werde, stillt meine Hoffnung, macht mich stark trotz aller Widernisse. Ich habe gelernt, dass es Wichtigeres gibt als Karriere, Ruhm, Macht, Reichtum, Gier. Man muss nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Jesus genügt, Sein Wort ist mir Speise und Trank. Es ist der Leuchtturm, der mir in Nächten und bei Nebel den Weg in den sicheren Hafen des Vaterhauses zeigt, in dem ich eines Tages einkehren werde: Dort wird Gott mir alle Tränen abwischen. Dort wird es keine Nacht mehr geben, keinen Tod, keine Krankheit und keine Not. In diesem Wissen brauche ich nicht zu verzweifeln.


Bibellesetipps:

"Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage lang vom Teufel versucht. Und er aß nichts in diesen Tagen, und als sie ein Ende hatten, hungerte ihn danach. Der Teufel aber sprach zu ihm: 'Bist du Gottes Sohn, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.' Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: 'Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes.'"
(Lukas 4:1-4)

"Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: 'Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe Teile.' Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?' Und er sprach zu ihnen: 'Sehet zu und hütet euch vor dem Geiz, denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.' Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: 'Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte wohl getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht, wohin ich meine Früchte sammeln kann. Und er sprach: Ich will meine Scheunen abbrechen und größer bauen und will darin sammeln alles, was mir gewachsen sind, und meine Güter, und will sagen zu meiner Seele, du hast einen großen Vorrat und auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und für wen wird es sein, was du bereitet hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.'"
(Lukas 12:13-21)

Mit den besten Segenswünschen
Euer

Markus Kenn




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