Glaube

Angedacht.eu
täglich Gottes Wort

Andachten

Home

Feedback

Gästebuch

Impressum

Andacht vom 08. März 2008.

Glaube

Bibel

Mein Kind...

Beziehung zu Gott

Jahreszeiten

Ermutigung

Spezial


Glauben Andachten

Unabhängig von Gott?




Menschen, die ohne Gott leben wollen, betonen oft dass sie unabhängig sein möchten. Der Glaube an einen Gott sei zu engstirnig, zu einengend und mache unfrei. "Religion ist das Opium des Volkes" sagte schon Karl Marx. Da sei es schon besser ein Freigeist zu sein. Doch wie unabhängig kann ein Mensch sein?

Ganz klar: Jesus zeigt uns deutlich, wie sehr ein Geschöpf von seinem Schöpfer abhängig ist:

"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun." (Johannes 15,5)

Das ist erstmal eine klare Aussage. Und auch sehr nachvollziehbar, denn was könnte eine Frucht schon tun ohne den Baum, an dem sie hängt? Eine Frucht, die nicht mehr am Baum hängt, ist von jeder Versorgung abgeschnitten. Selbst mit Klebstoff ist sie nie mehr am Baum fest zu machen. Wenn Menschen sich nun von Gott unabhängig machen möchten, so lässt Gott ihnen ihren Willen. Er zwingt niemanden, an ihn zu glauben, auch wenn er alles tut, damit seine Geschöpfe nicht verloren gehen. Aber kann ein Mensch wirklich unabhängig sein? Selbst ohne Gott sind da doch einige Dinge, von denen wir im Leben abhängig sind, ob wir es wahr haben wollen oder nicht. Dazu können zählen:

- Strom
- Geld
- Essen
- Licht
- Wärme
- Arbeit
- Computer
- Kleidung und Behausung
- Auto
- Fahrrad
- Medikamente
- Versicherungen
- Kultur
- Wetter
- fließend Wasser
- und vieles mehr

Und selbst überzeugte Freigeister sind von einem oder mehreren Dingen aus dieser Liste abhängig. Selbst Aussteiger, die die Zivilisation verlassen und irgendwo in der Natur leben, sind keineswegs unabhängig. Für sie ergeben sich eventuell ganz neue Abhängigkeiten. Einmal ganz davon abgesehen, dass ohne Gottes Grundversorgung gedeihliches Leben sowieso völlig unmöglich wäre.

"Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte." (Matthäus 5,45)

Selbst hartgesottenste Atheisten brauchen Gott und die Sonne, die er scheinen lässt. Es ist ungefähr wie mit der netten Geschichte über die beiden Embryos, die im Mutterbauch heranwachsen. Sie unterhalten sich über den Sinn des Lebens. Der eine der beiden erwähnt die Möglichkeit, dass es eine Mutter geben könnte. Darauf der andere: "Wie, du glaubst an eine Mutter?".

Dabei ist die scheinbare Abhängigkeit von Gott ja in Wirklichkeit die größte Freiheit, die es gibt. Der Glaube macht nicht unfrei, das Gegenteil ist der Fall:

"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. ... Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein" (Johannes 8,32+36)

Wir Menschen haben die größtmögliche Freiheit. Ein Mensch kann sich dafür entscheiden, auf ewig vom Baum abzufallen. Er kann sich für das ewige Getrenntsein vom Schöpfer entscheiden. Doch was macht das für einen Sinn? Ein echter Freigeist sollte zu Jesus kommen. Das ist der einzige Weg zu echter Freiheit. Gott ganz auszuradieren geht eben nicht. Auch der Embryo wird am Tage seiner Geburt erkennen, dass die Mutter tatsächlich existiert und er die ganze Zeit von ihr versorgt wurde. Und der gute Hirte Jesus Christus wird die Seinen noch besser und reichlicher versorgen als es jede noch so gute Mutter tun könnte. Da entscheide ich mich doch lieber für den Hirten. Und der freut sich über jeden, der sich auch dafür entscheidet am Baum des Lebens hängen zu bleiben.



Eckart Haase



Ein Projekt von Christliche Gedichte und pdh-ichtys © 2007, 2008