Gedanken über unsere Sexualmoral
Ehen ohne Trauschein, hohe Scheidungsraten, Patchworkfamilien und die so genannte Homo-Ehe sowie vor- und aussereheliche Sexualerfahrungen zeigen, dass wir mit unserer Sexualität sehr liberal umgehen. Alles erscheint erlaubt: Längst gibt es Flirtlines und Swingerclubs, in denen man erotische Abenteuer suchen kann. Prostitution wird als Dienstleistung angesehen; man fordert, dass der "Hurenlohn" einklagbar und "Hure" als Beruf angesehen wird.
Keiner schaut danach, was im Rotlichtmilieu abgeht: Menschenhandel, Drogenmafia, Gewalt gegen Frauen, die meist gegen ihren Willen zu diesem "Job" gezwungen werden ... Im Rotlichtmilieu finden wir organisiertes Verbrechen; man kann dort Morde und Kriegsmaterial einkaufen: Alles nur eine Frage des Geldes.
"Aber Freudenhäuser senken doch das Risiko einer Vergewaltigung; wie viele noch würden Opfer eines Sexualdeliktes, wenn es diese Häuser nicht gäbe!" - Das höre ich oft bei dieser unschönen, aber notwendigen Diskussion. Bemerkt denn niemand, wie es wirklich ist? Wie frei sind wir denn in sexueller Hinsicht wirklich?
Wer mit sechzehn noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, wird ausgelacht; meistens geschieht es bei noch Jüngeren. Säuglinge werden von Mädchen geboren, die selbst noch Kinder sind. Wer dagegen jungfräulich in die Ehe gehen will, wird ausgebuht. Wer es wagt, Homosexualität als etwas Anormales oder gar als Sünde und als Perversion zu bezeichnen, wird sehr schnell mit dem Vorwurf der Diskriminierung konfrontiert; oft wird man - wie die Veranstalter vom Christival erfahren mussten - in die Ecke von Rechtsextremisten und Nationalsozialisten gestellt. Das Seminar über die Therapierbarkeit von Homosexualität wurde bedauerlicherweise abgesagt. Das Aktionsbündnis "Einheit durch Vielfalt" sowie der Kölner Bundestagsabgeordnete von den den Grünen, Volker Beck, sprudelten mit Beschimpfungen; es lag wohl im Mangel an Argumenten. Eine faire, ausgewogene Diskussion, die Sexualität unter ethischen oder gar christlich-biblischen Normen beleuchtet, ist heute kaum noch möglich. Meinungs- und Glaubensfreiheit wird bei Christen untergraben.
Und schlagen wir einmal die Zeitung auf: Berichte über Vergewaltigungen gehören leider zum Alltag; in Österreich ist gerade ein grausamer Fall von Inzest aufgetreten. In den Niederlanden versucht eine Pädophilenpartei sexuelle Übergriffe an Kindern zu legalisieren, und in Deutschland gibt es auch eine Organisation, die in dieselbe Kerbe schlägt. Kinderseelen werden so zerstört, Leben wird so ruiniert.
Die grossen Weltreiche sind stets an einer mangelnden Moral gescheitert: Im antiken Griechenland und im alten Rom galt Homosexualität auch als normal; in Sparta war es üblich, dass man Knaben, die zum Militärdienst ausgebildet wurden, schändete. Im Orient gab es Hochkulturen, bei denen Prostitution in Heiligtümern (Tempelhuren) üblich war. Daran sind diese Reiche letztendlich gescheitert.
Und wir sehen im Europa und im Deutschland der Gegenwart durchaus Parallelen: Mit Ehen ohne Trauschein wird die Verbindlichkeit aufgegeben, in Patchworkfamilien gibt es keine wirkliche Linie, und Kinderköpfe geraten durcheinander. Durch hohe Scheidungsraten, wechselnde Sexualpartnerschaften und aussereheliche Sexualkontakte ist Treue und wirkliche Liebe kaum noch erlebbar.
Richtig extrem wird es im Rotlichtmilieu: Drogen- und Menschenhandel, organisierte Kriminalität, Mord sind nur einige Beispiele. Die Grausamkeiten fangen bei Hahnenkämpfen an und gehen über Hundekämpfe weiter; einige Hunderassen werden zu regelrechten Killermaschinen herangezüchtet; ein kleiner, unschuldiger, türkischer Junge von sechs Jahren bezahlte dies vor einigen Jahren mit seinem Leben; man raubte ihm die Chance, gross und erwachsen zu werden, sich zu verlieben, eine Familie zu gründen, vom Schmerz seiner Eltern und Angehörigen möchte ich gar nicht erst reden, auch wenn sie natürlich mein Mitgefühl haben.
Sexuelle Freiheit bedeutet nicht das blinde Ausleben seiner Triebe, sondern vor allem, sich beherrschen zu können. Ein Alkoholiker, ein Raucher, ein Drogenabhängiger ist nicht wirklich frei, solange er seine Sucht befriedigen muss; auch bei wirklicher Sexualität ist man nur dann frei, wenn man seine Triebe unter Kontrolle hat. Warum nicht warten bis zur Ehe? Was ist so schlimm daran? Muss man mit vierzehn, fünfzehn, sechzehn wirklich schon sexuelle Erfahrungen machen? Alles hat seine Zeit, alles hat seinen Platz.
Und beachten wir die Bibel: Gott weiss auch hier, was wir bedürfen!
Bibellesetipps:
"Du sollst nicht die Ehe brechen!"
(2. Mose 20:14; 5. Mose 5:18)
"Ihr wisst, dass es heisst: 'Ihr sollt nicht die Ehe brechen!' Ich aber sage euch: Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht, hat in seinem Herzen schon die Ehe mit ihr gebrochen. Wenn dich dein rechtes Auge zur Sünde verführt, dann reiss es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, du verlierst eines deiner Glieder als dass du ganz in die Hölle geworfen wirst. Und wenn dich deine rechte Hand zur Sünde verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Es ist besser für dich, du verlierst eines deiner Glieder als dass du ganz in die Hölle kommst. Bisher hiess es: 'Wer sich von seiner Frau trennen will, muss ihr eine Scheidungsurkunde ausstellen. Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau trennt, ausser sie hat ihrerseits die Ehe gebrochen, der treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine Geschiedene heiratet, wird zum Ehebrecher."
(Matthäus 5:27-32)
"Was die menschliche Selbstsucht hervorbringt, ist offenkundig, nämlich: Unzucht, Verdorbenheit und Ausschweifung, Götzenanbetung und magische Praktiken, Feindschaft, Streit und Rivalität, Wutausbrüche, Intrigen, Uneinigkeit und Spaltungen, Neid, Trunk- und Fressucht und noch vieles dergleichen. Ich warne euch wie ich es schon früher getan habe. Menschen, die solche Dinge tun, werden nicht erben, was Gott versprochen hat; für sie ist kein Platz in Gottes neuer Welt."
(Galater 5:19-21)
"Aber die Feiglinge und Treulosen, die Abgefallenen, Mörder und Ehebrecher, die Zauberer, die Götzenanbeter und alle, die sich nicht an die Wahrheit halten, finden ihren Platz in dem See von brennendem Schwefel. Das ist der endgültige Tod."
(Offenbarung 21:8)
Lies bitte auch
3. Mose 20:10-21
und
Römer 1:27-31
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn