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Andacht vom 09. Januar 2007.

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Der Missionsbefehl




"Gehet hin in alle Welt ...", so beginnt der Missionsbefehl. Das erschreckt uns oft. Vielleicht denken wir, dass wir in ferne Länder müssten, nach Afrika oder Asien oder in die arabische Welt. Wir vergessen dabei: Alle Welt beginnt direkt hier, bei uns, in unserer Familie, bei unseren Nachbarn, im Kollegenkreis. Wir alle haben die ein oder andere Möglichkeit, das Evangelium weiterzugeben, und ich habe da schon einige Erfahrungen gemacht.

Ich selbst gehöre zu den Menschen, die "ihren Schnabel nicht halten können"; deshalb schreibe ich den ein oder anderen Leserbrief und verweise immer wieder auf Jesus und die Bibel. Und dies geht bei jedem Thema. Auf alle Fälle kann man ein Traktat dem Brief beifügen. Traktate in Briefe beifügen ist bei mir die Regel: Das Statistische Landesamt in Bad Ems lässt mich häufiger an Befragungen teilnehmen und erfreut sich jedes Mal eines Traktates. Und ein Freund, den ich nach der Bundeswehr aus den Augen verloren habe, fand mich wieder und schrieb mir; seitdem wird auch er von mir "traktiert".

Abgesehen davon gibt es viele Möglichkeiten, das Evangelium weiterzutragen: Ostern, Pfingsten und Weihnachten sowie Geburtstage meiner Freunde sind für mich willkommene Gelegenheiten, evangelistische Postkarten zu versenden, die ja auch der Briefzusteller sieht. Abgesehen davon habe ich immer einige Traktate bei mir und lese in Zügen evangelistische Bücher oder die Bibel. Manchmal ergibt sich hie und da ein Gespräch, und ich kann ein Traktat weitergeben.

Ich wohne zudem in einer Touristengegend: Viele Menschen kommen an die Mosel zu Besuch. So gebe ich Traktate weiter an Menschen aus dem Ruhrgebiet, aus Nord- oder Süddeutschland oder aus den gar nicht mehr so neuen Bundesländern. Aber auch Schweizer, Österreicher, Niederländer, Briten und Dänen haben die Chance, von mir ein Traktat in die Hand gedrückt zu bekommen. Während der Fussballweltmeisterschaft gab ich ein Traktat einem Kanadier, ein anderes einem US-Amerikaner.

Und ein Kollege, den ich in Esslingen am Neckar (direkt neben Stuttgart) kennenlernte und der jetzt in Bremen wohnt, bekommt auch immer wieder Traktate von mir; er legt manche in dem Hochhaus aus, in dem er jetzt wohnt. Aber ich sammle auch Briefmarken für die Evangelische Karmelmission, die daraus ihre Arbeit in der moslemischen Welt finanziert, von Afrika über den arabischen Raum bis Pakistan, Indien und Fernost. So gehe ich ein ganz klein wenig hin zu allen Völkern.

Ganz sicher haben Sie auch Möglichkeiten, die Gute Nachricht von Jesus Christus weiterzugeben; vielleicht ein Leserbrief, vielleicht bei einem Klassentreffen, vielleicht bei einem Jubiläum, einer Familienfeier oder ähnlichem. Oder auf der eigenen Homepage. Und es gibt ja auch so viele andere Möglichkeiten: Im Verein, bei der Klassenfahrt, bei der Kegeltour.

Unterschiedliche Schriftenmissionen haben zudem unterschiedliche Traktate im Angebot; manche eignen sich für Heimatfeste, andere eignen sich, es der Bedienung in einem Cafe oder Restaurant, an der Imbissbude oder an der Tanke weiterzugeben. Zum Jahreswechsel kann man christliche Kalender verschenken. In Karnevalshochburgen eignen sich Schriften, die die Fasenacht beleuchten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und Sie können sich in jedem Fall sicher sein: Ihr Einsatz zieht Kreise, auch wenn Sie vielleicht keine Erfolge sehen. Gottes Wort aber kehrt nicht leer zurück; dass hat Er uns selbst versprochen.

Deshalb wünsche ich auch Ihnen: Viel Erfolg und viel Freude am Menschenfischen!

Mit freundlichen Grüssen
Ihr


Markus Kenn


Bibellesetipps:
Markus 1,17: Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
Markus 16,15: Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
Matthäus 5,14: Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.




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