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Die Tricks der Astrolines
Das Fernsehen hat erneut die Astrolines unter die Lupe genommen. Diesmal war es die Sendung „ZDF Reporter“, die sich am 7. Februar 2008 mit den Astrologie und Kartenleger Telefon Lines beschäftigte
(siehe dazu auch Ohne meinen Wahrsager).
Die meisten Kunden dieser Angebote sind weiblich, um die 40 und einsam. Meistens geht es darum, einen neuen Partner finden zu wollen oder darum, dass die derzeitige Beziehung in die Brüche zu gehen droht. So ging es auch der 43-jährigen Sekretärin Michaela, die in der Sendung vorgestellt wurde. Sie sorgte sich um ihre Beziehung und rief bei der Firma Questico an, um Rat zu suchen. Die Masche war, dass ihr im Grunde immer erzählt wurde, was sie hören wollte. Hoffnungen wurden in ihr erzeugt, es werde schon alles gut werden. Darauf griff sie fast täglich zum Hörer, um stets auf dem aktuellen Stand zu sein. Sie geriet dadurch nicht nur in die Schuldenfalle, sondern auch in eine regelrechte Abhängigkeit. Sie traf keine Entscheidung mehr, ohne sich zuvor mit ihrem Berater abgesprochen zu haben. Doch es nützte nichts, ihre Beziehung ging in die Brüche und sie musste psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Die Sucht ging so weit, dass sie trotzdem manchmal noch den Drang spürt, die Telefonnummer der Line zu wählen. Aus reinem Selbstschutz hat sie daher bei ihrem Telefonanbieter die teuren 0900 Vorwahlen sperren lassen.
Die Firma Questico verdient gut dabei, Im Jahre 2006 setze sie mit ihren 2500 Telefonberatern 60 Millionen Euro um und ist somit Marktführer in Deutschland. Die Masche ist dabei immer die selbe: Der erste Anruf ist kostenlos. Dort wird versucht, den Anrufer mit schönen Verheissungen anzulocken. Jedes weitere Gespräch wird dann mit 2,49 Euro die Minute abgerechnet. Der Suchtberater Christoph Teich aus München berichtete in der Sendung, dass sich immer öfter Menschen aufgrund einer Abhängigkeit von Astrolines an ihn wenden. Die Dunkelziffer von Menschen, die keinerlei Hilfe in Anspruch nehmen, vielleicht aus Scham oder Geldmangel, dürfte in die Zehntausende gehen.
Questico geht natürlich auf Nummer sicher. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen heisst es: „Questico steht nicht für die Richtigkeit, noch für die Qualität der erteilten Auskünfte ein".
Das klingt für mich ungefähr wie: „Wir schenken dir hier mal ein paar Drogen. Wenn du abhängig davon wirst, kannst du mehr davon bekommen gegen Bezahlung natürlich. Für die Qualität der Drogen können wir aber nicht garantieren“.
Natürlich könnte man als Christ sagen, dass es erstaunlich ist, an was Menschen so alles glauben, nur nicht an Gott. Doch hier liegt der Ursache sicher tiefer. Eine echte Sucht ist wie eine Krankheit. Ein süchtiger Mensch braucht unbedingt Hilfe. Wir können zumindest für diese Menschen beten, die in diese Fänge geraten. Es ist vorbeugend immer gut, bei der Telekom (0800 3301000) anzurufen und 0900 und 0137 Vorwahlen sperren zu lassen. Wer Menschen kennt, die auf die Astrolines reingefallen sind, kann auch folgende Nummer weitergeben: 01805 647746. Dort kann man täglich eine Telefonpredigt des Missionswerkes Werner Heukelbach hören. Die Nummer kostet 14ct. Pro Minute, was im Vergleich zu den Gebühren für Astrolines ein echtes Schnäppchen ist. Vielleicht kann das für manchen ein Neubeginn sein.
Und am allerbesten ist nach wie vor die Telefonnummer Gottes, die 5015:
„Ruf mich an am Tag der Not; ich will dich erretten“ (Psalm 50,15)
Eckart Haase
weitere Rufnummern der Telefonandacht:
Missionswerk Karlsruhe 01801 / 11 777 11 (3,9ct./min - Festnetz der DTAG)
Mobil (Dtl.) 0176 / 888 70000 (Kosten: wie eine Verbindung ins dt. O2-Netz)
Österreich 01 / 87 94 309
Schweiz 0848 / 550770 Swisscom Tarif
Telefonseelsorge: 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222 (freecall)
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