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Ostern: Ihr sollt leben!
"Ich lebe und ihr sollt auch leben!" (Johannes 14,19)
Das ist der wohl freundlichste aller Befehle: Ihr sollt leben! Das Gegenteil ist uns aus früheren Zeiten geläufig. Damals nannte man es Heldentod, wenn einer für eine Idee oder einen Mächtigen sterben musste. Hier kündigt Jesus seinen Jüngern und Mitarbeitern anderes an. Der Kern seiner Botschaft ist LEBEN!
Damit ist beides gemeint: Das dauerhafte, über den Tod hinausreichende Dasein und das erfüllte, wirklich menschenwürdige Leben hier und jetzt. Nie würde Jesus von uns verlangen den Märtyrertod zu sterben. Gott ist ein Gott des Lebens und sein Wunsch ist es, dass wir das Leben ergreifen. Ja, in dieser Bibelstelle ordnet er es sozusagen an, natürlich in Anerkennung der freien Entscheidung eines Menschen.
Wir sind ja vorsichtig geworden im Annehmen und Ausführen von Befehlen. In diesem Fall aber ist Skepsis nicht angebracht. Diese Zusage: Ihr sollt leben - erfüllt unser ganzes Dasein, unsere Gruppenarbeit, die Aufgaben und Vorhaben, für die wir uns einsetzen mit Sinn. Auch dort, wo Leben bedroht, eingeschränkt, behindert ist - oder es werden könnte -, ist bei uns und denen, für die wir handeln und Verantwortung tragen, Jesu Forderung umzusetzen. Denn das gilt immer und für jeden: Ihr sollt leben!
Diese Botschaft gehört in die ganze Welt, an den Ort, der durch die Sünde zum Tode verurteilt ist. Doch dank Jesus ist der Tod überholt. Vielleicht hat er während der Osterreisezeit das Rennen auf unseren Straßen gewonnen. Das Rennen um unser Leben hat auf jeden Fall Christus gewonnen.
Herr, gib uns die Kraft, unser tägliches Leben an deinem Leben auszurichten. Gib uns Mut, es zu gestalten. Schenke uns Vertrauen, dass die Angst vor dem Tod nicht größer wird als der Glaube an deine Zusage und Verheissung. Schenke, dass noch viele Menschen vom Tod in das Leben übergehen, indem Sie den Schlüssel zum ewigen Leben finden: Jesus Christus.
AMEN.
Eckart Haase
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