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Andacht vom 09. Mai 2008.

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Der privilegierte Planet




Gestern erhielt ich einen ganz ausgezeichneten Film auf DVD, der in beeindruckender Weise aufzeigt, dass es kein Zufall sein kann, dass die Erde und die Menschen existieren und dass hinter unserem Dasein auch eine Absicht stecken muss.


Alle Screenshots stammen aus dem Film "Der privilegierte Planet", Illustra Media


Bestellt habe ich mir den Film bei der Studiengemeinschaft Wort und Wissen, die seriöse Grundlagenforschung im Spannungsfeld Naturwissenschaft und christlicher Glaube betreibt. Und ich bin wirklich beeindruckt, was es an wissenschaftlichen Fakten gibt, die kaum einen anderen Rückschluss zulassen, als dass die Existenz unseres Planeten und die Entstehung komplexen Lebens kein Zufall sein können. Natürlich bin ich als gläubiger Christ ohnehin von der Schöpfungsgeschichte überzeugt, wie wir sie in der Bibel vorfinden. Aber es ist immer wieder eine schöne Ermutigung zu sehen, dass auch die Forschung den Gedanken eines Schöpfers nahe legt.

Durch die Arbeiten von Kopernikus war man seit dem 16. Jahrhundert eigentlich davon überzeugt, dass unsere Erde auch nur ein Planet unter vielen sei. Kopernikus entwarf das "Prinzip der Mittelmäßigkeit". Der Standort und der Zustand unseres Planeten sei also keine größere Besonderheit. Das Konzept der Bedeutungslosigkeit unserer Erde zieht sich bis in die heutige Zeit.

Doch in letzter Zeit sind immer mehr Faktoren wissenschaftlich entdeckt worden, die alle zusammen spielen müssen, damit überhaupt komplexes Leben wie auf der Erde entstehen und erhalten werden kann. Beispielsweise ist das Vorhandensein von flüssigem Wasser eine Grundvoraussetzung dafür, dass Leben wie auf der Erde überhaupt bestehen kann. Das ist wiederum abhängig von der Entfernung eines Planeten von seiner Sonne. Ist man zu nah an der Sonne, verdampft das Wasser (wie auf der Venus), ist man zu weit weg, gefriert es (wie auf dem Mars). Es gibt also eine sogenannte bewohnbare Zone, in der ein Planet sich befinden muss, damit die Voraussetzungen für gedeihliches Leben gegeben sind. Genau dort befindet sich unsere Erde:



In dieser Zone ist es weder zu kalt, noch zu heiss, es ist genau richtig. Wäre die Erde nur 5% näher an der Sonne, würden bei uns bis zu 400 Grad herrschen wie auf der Venus - Leben wäre ausgeschlossen.

Und es gibt zahlreiche Faktoren, die ebenfalls alle gegeben sein müssen, um Leben wie auf der Erde zu ermöglichen. Ich kann nicht dem ganzen Film vorgreifen, daher hier einfach mal so dahin gestellt:

  • wie schon erwähnt: Der Planet muss sich innerhalb einer bewohnbaren Zone befinden
  • Umlaufbahn um einen G2 Hauptreihen Zwergstern (wie unsere Sonne einer ist)
  • geschützt durch riesige Gasplaneten, um vor Kometeneinschlägen zu schützen
  • nahezu kreisförmige Umlaufbahn
  • Sauerstoffreiche Atmosphäre
  • richtige Masse
  • umkreist von einem großen Mond (unser Mond ist 1/4 mal so groß wie die Erde)
  • Magnetfeld
  • Plattentektonik
  • Verhältnis von flüssigem Wasser und Kontinenten
  • erdähnlicher Planet
  • moderate Rotationsgeschwindigkeit


All diese Faktoren müssen zur selben Zeit am selben Ort zusammen treffen, um komplexes Leben wie auf der Erde zu ermöglichen. Wenn man konservativ rechnet kommt man auf eine Wahrscheinlichkeit von

1: 1.000.000.000.000.000
dafür, dass ein Planet mit Leben wie bei uns entsteht.



"Das kann nicht zufällig geschehen", sagt der Physiker Bijan Nemati in dem Film.

Aber das ist noch nicht alles. Im weiteren Verlauf des Filmes wird auch aufgezeigt, dass der bewohnbarste Planet auch gleichzeitig der beste Ort für wissenschaftliche Forschungen ist. Im Film wird zitiert:
"Die selben speziellen Umstände, die unsere Existenz erlauben, stellen uns auch gleichzeitig das bestmögliche Milieu für wissenschaftliche Entdeckungen zur Verfügung".


Beispielsweise ist die Erde der einzige Plant in unserem Sonnensystem, der eine durchsichtige Gas-Atmosphäre hat. Wir haben freien Blick in den Weltraum! Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit.



Es ist, als hätte da jemand die Absicht gehabt, dass die Menschen ihre Umgebung erforschen können. Auch die Lage der Erde in unserer Galaxie, der Milchstraße, ist genau so eingependelt, dass wir den besten Blick auf alles um uns herum haben und nicht von kosmischen Nebeln oder Staubwolken oder ähnlichem in der Sicht beeinträchtigt sind.

Ich empfehle den Film jedem, hier ist der link zur Studiengemeinschaft Wort und Wissen.

Ich finde es schön, dass wir einen Gott haben, der uns so viele Zeichen gibt. Mögen die Menschen sie nur noch richtiger interpretieren. Schön auch, dass der Allmächtige uns alle Möglichkeiten gegeben hat, um auf Forschungsreisen zu gehen.

"Groß sind die Taten des HERRN, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen haben." (Psalm 111,2)

Eckart Haase


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