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Andacht vom 10. März 2008.

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Jesus liebt auch die Reichen




Viele kennen die Begebenheit, als Jesus dem reichen Jüngling begegnet, der ihn fragt, was er tun müsse, um ewiges Leben zu gewinnen. Jesus gewinnt ihn lieb und gibt ihm die Antwort auf seine Frage:

"Jesus aber blickte ihn an, gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eins fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!" (Markus 10,21)

Wir wissen wie es ausgeht, der reiche Jüngling kann sich nicht dazu durchringen, der Aufforderung Jesu nachzukommen, denn er wollte seinen Reichtum nicht aufgeben. Dennoch gewann Jesus ihn lieb. Er wusste natürlich bereits vorher, wie der Jüngling reagieren würde. Aber dennoch macht er ihm in aller Liebe sein Heilsangebot. Es ging gar nicht so sehr darum dass das Geld gestört hätte. Eher die zweite Aufforderung hatte es in sich: "Folge mir nach!". Das ist etwas, dass zum Glauben an Jesus dazu gehört. Geld an sich stört im Grunde nicht, es gibt schließlich auch heute wohlhabende Christen. Aber das Geld aufzugeben, um Jesus nachzufolgen, das vermochte der Jüngling in dieser Geschichte nicht. Vielleicht wäre er Jesus nachgefolgt, wenn er arm gewesen und sein Herz nicht zu sehr an seinen Gütern gehangen wäre. Denn Interesse am ewigen Leben hatte er ja grundsätzlich. Er fragte Jesus: "Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe?" (Markus 10,17)
Mit der Antwort Jesu hatte er allerdings nicht gerechnet. Vielleicht erhoffte er sich eine Antwort wie "Du machst bereits alles richtig", denn der Jüngling befolgte alle Gebote von seiner Jugand an. Oder er erhoffte sich irgendwelche anderen Gesetze und Regeln, die er hätte befolgen können. Doch Jesus erkennt, was der junge Mann wirklich benötigt: Ein ungeteiltes Herz. Das hätte ihm zur Nachfolge noch gefehlt.

Sicher müssen wir uns fragen, wie wir in dieser Situation wohl reagiert hätten. Natürlich - aus heutiger Sicht mit der Kenntnis des Neuen Testamentes hätten wir natürlich alle unseren Besitz verkauft und wären Jesus nachgefolgt. Aber damals in der konkreten Situation, ohne das Wissen von heute, wie hätten wir uns wohl entschieden? Da kann es manchmal ein Segen sein, nicht allzuviel Geld zu besitzen, um gar nicht erst in diese Versuchung zu geraten.

Danken wir Jesus, dass er alle Menschen lieb hat, arme und reiche. Aber danken wir ihm auch, dass er uns tatkräftig dabei hilft, ihm nachzufolgen. Denn letztlich ist es doch allein Gott, der uns in seiner Gnade zu sich zieht.


Eckart Haase



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