Gott ist gut
was nutzt uns ein Glaube, der in vielen Büchern und Predigten beschrieben wird, aber nirgendwo auch real wird? Die Antwort ergibt sich von selbst - NICHTS! Ich glaube, dass sich Gott desöfteren die Haare raufen muss über uns, seine Kinder, die doch so gern mit anderen fachsimpeln, oft dabei in eine Sprache verfallen, die sowieso keiner versteht, sich manchmal dabei in die Haare bekommen und oft so wenig Gewinn bringend für das Reich Gottes sind ... weil sie selbst sich so wenig auf Gottes Kraft verlassen. Ich habe einmal auf dem Bibelserver im Internet das Wort Kraft eingegeben und viele Seiten mit Bibelversen erhalten, die auch im alten Testament schon von der Kraft Gottes sprechen - oder auch: Wo Menschen bezeugen, dass Gottes Kraft in ihrem Leben und Alltag wirksam wurde. Ich habe aus den vielen Ergebnissen den Vers herausgenommen, den ich im Eigentlichen suchte:
... Denn das Reich Gottes [besteht] nicht in Worten, sondern in Kraft! (1 Korinther 4,20)
Alles nur Götterverehrung, wie man ja sogar römische Kaiser vergöttert hat? Oder Verblendung von wahrhaft gläubigen Christen oder leere Versprechungen für Menschen in Not, die doch nie eintreffen? Du und ich, wir werden es nur heraus bekommen, wenn wir uns mit diesem wunderbaren Gott einlassen und beginnen, uns auf ihn zu verlassen!
Ich möchte einfach eine gestern und heute erlebte Begebenheit schildern, in der meine Frau und ich unseren großen König und liebevollen Freund in unserem total normalen Alltag erlebt haben.
Jeder kennt es, das oft auftretende Problem mit dem lieben Geld. Nicht, dass man davon zu viel hätte, dass man nicht wüsste, wohin damit. Es ist meistens das Gegenteil. So sparen meine Frau und ich für einen lange ersehnten Urlaub im Sommer, haben vertrauensvoll Gott gegenüber auch schon gebucht, und beten, dass es wirklich klappt. Am selben Tag der Buchung damals war eine liebe Bekannte auf Besuch und drückte uns einen Umschlag in die Hand, auf dem stand: Von Jesus für Maria und Wolfgang. Drinnen waren 300 Euro - einfach so. Eine gute Anzahlung für den so redlich verdienten Urlaub, wie wir meinen. Nun ging es aber nicht so weiter, wie wir es uns vorgestellt hatten, mit selbst sparen. Und dann kam letzte Woche der erste Hammer. Als ich die Motorhaube meines Wagens öffnete, hatte ich einen zur Hälfte flächendeckend einschließlich Batterie und Bremsflüssigkeitsbehälter mit Motoröl eingeschmierten Motor vor mir. Nun, das Problem stellte sich nach meiner Meinung recht bald als harmlos heraus, war das Dichtungsgummi des Verschlussdeckels am Einfüllstutzen alles andere als funktionsfähig.
Jedoch gestern, mitten auf der Autobahn bei Tempo 120 gab es wieder einen "Zwischenfall", ein schlagendes Geräusch und die roten Lampen am Amaturenbrett leuchteten uns frech-fröhlich ins Gesicht. Als ich in den Motorraum schaute, sah ich wieder die Spuren des Motoröles, die mir noch schlimmer vorkamen, als wenige Tage zuvor. Dass es nur die Wischspuren meiner unprofessionell durchgeführten Reinigungsaktion zuvor waren, wollte ich mir selbst nicht glauben. Und dann dah ich die Bescherung: Der Keilriemen hing schlaff neben der Andruckrolle, oder besser, was von der noch übrig war. Die freundliche Dame vom ADAC am Telefon, die ich nach immer wieder hörbaren Weiterschaltungen meines Anrufes endlich hörte, versprach kleinlaut Hilfe "vielleicht innerhalb einer Stunde".
Nun ja, ohne Argwohn nahmen wir dann Platz auf dem Hang neben der A96, nicht ahnend, was wir später erfahren sollten. Beim ADAC war der Computer zusammengebrochen, und kommunikationstechnisch war nichts mehr möglich. Aber trotzdem - bereits nach 10 Minuten sahen wir ein gelbes Auto auf uns zukommen. Der Monteur stieg aus und fragte, ob ich denn Mitglied im ADAC sei. Ich bejahte dies etwas irritiert, hatte ich der Dame am Telefon ja schon meine Mitgliedsnummer durchgegeben. Der Monteur berichtete von der Computerpanne, war einfach so unterwegs, stellte fest, dass mein Auto abgeschleppt werden musste, aber das nicht auf Kosten des ADAC, weil ich nur einfaches Mitglied war. Ich schloss gleich die richtige Mitgliedschaft ab, die eigentlich erst ab heute gilt, aber für die zwei "Königskinder" funktionierte dann die Telefonverbindung wenigstens für dieses mal wieder zur Zentrale des ADAC, woher man die Kostenübernahme fürs Abschleppen für eine weitere Strecke trotzdem genehmigte. Wir saßen abends schon gemütlich zusammen, als dann ca. 4 Stunden später der Fahrer des ADAC von unserer Panne und Anruf erfahren hatte und auf meinem Handy anrief, wo wir denn nun stehen würden .... Trotzdem recht unruhig nach einer aus anderen Gründen schlafarmen Nacht im Krankenhaus suchte ich schon heute morgen im Internet nach einem günstigen Ersatz für unser doch recht altes Auto. Unser Dad ist so gut und meinte nur: Lass es sein das Suchen und Sorgen. Denn den Meinen gebe ich es im Schlaf. Ich machte meinen Computer aus und antwortete nur: Dann mach mal... und zu meiner Frau ein herzliches "Gute Nacht" und ging zu Bett, den Schlaf nachholen. Als ich dann heute mittag wach wurde, gab die Werkstatt uns einen tragbaren Betrag als Kostenvoranschlag mit weit weniger Schäden als befürchtet durch.
Unser Glaube an den lebendigen Gott ist kein Dogma, Gott ist Realität, und wir erleben ihn sehr kommunikativ. In jeder Situation ist er dabei und steht nicht nur herum. Er liebt uns. Und er ist wahrhaftig, d.h. er lügt nicht und bläst sich auch nicht auf. Was er uns zusagt, das hält er ganz gewiss! Sein Reich ist ein Reich der Liebe und Gerechtigkeit und der Kraft. Seit Jahren begleitet uns das Wort: Ich habe es gesagt! Ich werde es tun! Wer will es verhindern? Das ist dein und mein König - wahrhaft und treu. Und er hat die Kraft und die Macht, mehr als jedes andere Wesen, es zu tun und durchzusetzen. Und er liebt dich und mich. Ist er nicht gut? Ist er es nicht wirklich wert, dass wir ihn zurücklieben und ihn anbeten? Ist er es nicht wert, dass wir ihm unser Leben geben und ihn anbeten? Nicht wegen dieser Autopanne, die für ihn nur ein Klacks war. Sondern, weil er so ist, wie er ist, und es uns nur ganz persönlich wieder einmal auch in kleinen Dingen bewiesen hat.
Danke Herr dafür, wer und was du bist!
Gott segne dich!
Wolfgang Hilger