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Die Vergangenheit! Vergessen oder Erinnern?
Sollten wir die Vergangenheit vergessen? Ja. Sollten wir uns der Vergangenheit erinnern? Ja.
Wie ist das möglich? Wie kann es richtig sein, die
Vergangenheit zu vergessen, wenn es gleichzeitig richtig ist, sich ihrer zu
erinnern?
In seinem Brief an die Philipper sagt Apostel Paulus, dass
er die Gewohnheit hätte, zu vergessen, was hinter ihm läge und nach dem Ziel
strebe, das vor ihm wäre.
Philipper 3:13-15
Wie gesagt, meine lieben Brüder, ich weiß genau: Noch
habe ich den Preis nicht in der Hand. Aber eins steht fest, dass ich alles
vergessen will, was hinter mir liegt. Ich konzentriere mich nur noch auf das
vor mir liegende Ziel. Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis
zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat uns Gott durch
Jesus Christus berufen. Wir alle, die wir auf dem Weg zum Ziel sind, wollen uns
so verhalten. Wenn ihr in dem einen oder anderen Punkt nicht meiner Meinung
seid, wird Gott euch Klarheit und Einsicht schenken.
Was sollte vergessen werden?
Wir alle haben davon gehört - vergangene Fehler und Misserfolge
hinter uns zu lassen und uns vorwärts zu bewegen. Ich glaube, das ist es, wovon
Paulus hier spricht. Doch denke ich, er spricht auch davon, unsere vergangenen
Erfolge ebenso hinter uns zu lassen.
Was sollten wir in Bezug auf unsere Fehlschläge vergessen?
Die Verurteilung.
Die Schuld und Scham und Verlegenheit.
Was sollten wir bezüglich unseres Versagens im Gedächtnis
behalten?
Die gelernte Lektion.
Und die gnädige Vergebung, die unser Vater uns geschenkt
hat, ermöglicht durch das Opfer und die Liebe Jesu.
Wenn wir unseren Herrn auf irgendeine Weise enttäuscht
haben, dann aber bereuen und seine Vergebung erhalten, sind wir gereinigt. Uns
ist vergeben. Wir sind gekleidet in Seine Gerechtigkeit.
1. Johannes 1:8-9
Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir
uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden
bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und
reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.
Ich glaube, der Apostel Paulus hatte gelernt, seine
Fehlschläge der Vergangenheit nicht zum Störfaktor werden zu lassen, wenn es um
Gottes Aufträge für sein weiteres Leben ging. Da er Gottes Gnade und Vergebung
verstand, war er in der Lage, weiterzugehen und Gott mit vollkommener Hingabe
und ganzer Energie zu dienen.
Wenn wir fortfahren, über unsere alten Sünden und Misserfolge
nachzudenken, mit einem Gefühl der Scham in uns, können wir Gott nicht unser
Bestes Geben – nicht heute und auch nicht morgen. Wie Paulus müssen wir die
Vergangenheit hinter uns tun und uns darauf konzentrieren, Gott jetzt und heute
unseren vollen Einsatz zu geben im Bestreben, den Zweck unserer Reise hier auf
Erden zu erfüllen.
1. Mose 24:12
"Herr, du Gott Abrahams, meines Herrn, lass es mir
heute gelingen und tu Barmherzigkeit an Abraham, meinem Herrn."
Lass es mir heute gelingen"... Gottes Plan für
uns - darauf sollten wir unsere Sinne ausrichten. Wir sollten nicht auf
fehlgeschlagene Versuche zurückblicken – sondern darauf, wie wir heute und
morgen den Zweck unseres irdischen Daseins erfüllen können.
Unserer Fehlschläge und Sünden gedenken
Paulus konzentrierte sich auf den Lauf, den er vor sich
hatte. Doch vergaß er nie, wie Gott in seiner Gnade, ihm seine Vergangenheit
vergeben hatte. Er vergaß auch nie die Lektionen, die er gelernt hatte. Und er
benutzte all diese Dinge für sein kraftvolles Zeugnis. Zum Beispiel, als er vor
König Agrippa erschien:
Apostelgeschichte 26:9-11
Zwar meinte auch ich zunächst, dass man den Namen und die
Lehre des Jesus von Nazareth mit allen Mitteln bekämpfen muss. Und das habe ich
in Jerusalem auch getan. Ich ließ mir eine Vollmacht des Hohenpriesters geben
und brachte viele Christen ins Gefängnis. Wenn sie zum Tode verurteilt werden sollten,
stimmte ich dafür. In den Synagogen quälte ich sie so lange, bis sie Christus
verleugneten. In meinem maßlosen Hass verfolgte ich sie schließlich sogar bis
ins Ausland.
Dann fuhr er fort und erzählte König Agrippa und allen
Anwesenden bei Gericht von seiner ersten Begegnung mit Jesus auf der Straße
nach Damaskus. Er berichtete, wie Jesus ihm vergeben hatte und in aller
Deutlichkeit seinen Plan für Paulus´ Reise vor ihm auslegte – und auch wie er,
Paulus, den Rest seines Lebens dieser Berufung widmete.
Ja, Paulus vergaß. Er vergaß die Schuld und Scham. Er ließ
nicht zu, dass seine Vergangenheit seinen Eifer, Gott künftig zu dienen,
dämpfte. Er ließ sich durch seine Vergangenheit nicht davon abhalten, alles zu
werden, wozu Gott ihn berufen hatte.
Und doch erinnerte er sich – er erinnerte sich an das, was
er gelernt hatte. Er gedachte der Gnade Gottes und Seiner Liebe und Vergebung.
1.Timotheus 1:12-14
Ich danke unserem Herrn Jesus Christus immer wieder, dass
er gerade mich bestimmt hat, für seine Sache zu arbeiten, und mir für diese
Aufgabe auch die Fähigkeit und Kraft schenkte. Früher habe ich ihn verhöhnt,
ich habe Christus und seine Gemeinde mit blindem Hass verfolgt und bekämpft.
Aber Gott hat sich über mich erbarmt und mir alles vergeben. Denn in meinem
Unglauben wusste ich nicht, was ich tat. Umso reicher habe ich dann Gottes
unverdiente Güte erfahren. Er hat mir den Glauben und die Liebe geschenkt, wie
sie nur bei Jesus Christus zu finden sind.
Lässt du dich von Verletzungen, Enttäuschungen und
Fehlschlägen der Vergangenheit daran hindern, alles zu sein, wozu Gott dich
berufen hat? Ich ermutige dich heute, all diese Dinge hinter dich zu tun.
Behalte die gelernten Lektionen im Gedächtnis. Und mehr als alles, gedenke der
Liebe Gottes und seiner Vergebung – nimm beides mit in deine Gegenwart und in
die Zukunft.
Vergangene Erfolge vergessen
Was sollten wir in Bezug auf unsere Erfolge vergessen?
Den Stolz auf eine gut gemachte Arbeit.
Den Beifall und die Anerkennung.
Lukas 17:10
Das gilt auch für euch. Wenn ihr in meinem Dienst alles
getan habt, was ich euch aufgetragen habe, dann sollt ihr sagen: 'Wir haben nur
das getan, was zu unserem Auftrag gehört!'"
Wenn wir uns daran aufhalten, wie erfolgreich wir waren und
wie gut wir uns geschlagen haben, ist es möglich, dass der Stolz sein hässliches
Haupt erhebt. Die Bibel sagt deutlich, wie Gott über Stolz denkt.
Psalm 101:5
"... Hochmut und Stolz verbanne ich aus meiner
Nähe."
Sprüche 11:2
Stolz führt zu Schande, doch mit der Demut kommt Weisheit.
Sprüche 16:18
Der Stolze wird gestürzt: ja, Hochmut kommt vor dem Fall!
Eine weitere Gefahr des Verweilens bei früheren Erfolgen
liegt darin, dass wir uns gesättigt zurücklehnen, weil wir absolut
zufriedengestellt sind von den Dingen, die wir gut gemacht haben. Sei es ein
Geschäftserfolg, eine Auszeichnung, ein Erfolgserlebnis in unserem Dienst...
was auch immer. Möglicherweise gewinnt es sogar mehr Bedeutung für uns als
unsere Beziehung zu Gott. Wenn unser Hauptaugenmerk auf früher Erreichtem
liegt, hören wir vielleicht auf, uns danach auszustrecken, künftig noch mehr zu
bewirken.
Es ist wichtig, dass wir mit Paulus sagen können "Ich
strecke mich aus nach dem Ziel".
Ruhe dich nicht aus auf den Lorbeeren der Vergangenheit. Strecke dich
danach aus, alles zu tun, wozu Gott dich berufen hat.
Unserer Erfolge gedenken
Was sollen wir im Gedächtnis behalten bezüglich unserer
Erfolge?
Wie Gott alles möglich gemacht hat.
Dass er uns jedes Mal helfen wird, wenn wir auf ihn schauen.
Gott hat es möglich gemacht. – Es ist gut, uns daran zu
erinnern, wie Gott uns geholfen hat erfolgreich zu sein, so können wir ihn
preisen und ihm die Ehre geben.
Sprüche 27:21
Gold und Silber werden im Ofen und im Tiegel geprüft, der
Mensch aber wird geprüft an seiner Reaktion auf menschliches Lob.
Wie reagierst du auf Lob? Ahlst du dich darin und
"klopfst dir selbst auf die Schulter"? Oder preist du Gott und ehrst
ihn dafür, dass er deinen Erfolg möglich gemacht hat?
Gott ist treu
Es ist wichtig, unserer vergangenen Erfolge zu gedenken,
damit wir darin Gottes Treue erkennen können. Er hat uns in der Vergangenheit
geholfen und er wird uns jetzt helfen und auch in der Zukunft. Aus uns selbst
heraus können wir nichts tun, doch mit ihm ist nichts unmöglich.
Philipper 4:13
Denn ich vermag alles zu tun durch Christus, der mir
Kraft und Stärke gibt.
Vergiss... und
erinnere dich.
Deshalb... wir
sollten die Vergangenheit vergessen – die Scham und Schuld der Sünde und des
Versagens, den Stolz des Erfolges.
Und wir sollten der
Vergangenheit gedenken – der Gnade und Vergebung Gottes, Seiner Treue... und
das wir alles zu tun vermögen durch ihn.
Übersetzung:
Gabriele Kohlmann
Originaltitel: THE
PAST! FORGET OR REMEMBER IT? Verfasserin: Karen
Burkett
Quelle: http://groups.msn.com/AnointedWomanNetwork/_whatsnew.msnw
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