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Andacht vom 12. November 2007.

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Die Vergangenheit! Vergessen oder Erinnern?

 Sollten wir die Vergangenheit vergessen? Ja.

Sollten wir uns der Vergangenheit erinnern? Ja.

Wie ist das möglich? Wie kann es richtig sein, die Vergangenheit zu vergessen, wenn es gleichzeitig richtig ist, sich ihrer zu erinnern?

In seinem Brief an die Philipper sagt Apostel Paulus, dass er die Gewohnheit hätte, zu vergessen, was hinter ihm läge und nach dem Ziel strebe, das vor ihm wäre.

Philipper 3:13-15

Wie gesagt, meine lieben Brüder, ich weiß genau: Noch habe ich den Preis nicht in der Hand. Aber eins steht fest, dass ich alles vergessen will, was hinter mir liegt. Ich konzentriere mich nur noch auf das vor mir liegende Ziel. Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat uns Gott durch Jesus Christus berufen. Wir alle, die wir auf dem Weg zum Ziel sind, wollen uns so verhalten. Wenn ihr in dem einen oder anderen Punkt nicht meiner Meinung seid, wird Gott euch Klarheit und Einsicht schenken.

Was sollte vergessen werden?

Wir alle haben davon gehört - vergangene Fehler und Misserfolge hinter uns zu lassen und uns vorwärts zu bewegen. Ich glaube, das ist es, wovon Paulus hier spricht. Doch denke ich, er spricht auch davon, unsere vergangenen Erfolge ebenso hinter uns zu lassen.

Was sollten wir in Bezug auf unsere Fehlschläge vergessen?

Die Verurteilung.

Die Schuld und Scham und Verlegenheit.

Was sollten wir bezüglich unseres Versagens im Gedächtnis behalten?

Die gelernte Lektion.

Und die gnädige Vergebung, die unser Vater uns geschenkt hat, ermöglicht durch das Opfer und die Liebe Jesu.

Wenn wir unseren Herrn auf irgendeine Weise enttäuscht haben, dann aber bereuen und seine Vergebung erhalten, sind wir gereinigt. Uns ist vergeben. Wir sind gekleidet in Seine Gerechtigkeit.

1. Johannes 1:8-9

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

Ich glaube, der Apostel Paulus hatte gelernt, seine Fehlschläge der Vergangenheit nicht zum Störfaktor werden zu lassen, wenn es um Gottes Aufträge für sein weiteres Leben ging. Da er Gottes Gnade und Vergebung verstand, war er in der Lage, weiterzugehen und Gott mit vollkommener Hingabe und ganzer Energie zu dienen.

Wenn wir fortfahren, über unsere alten Sünden und Misserfolge nachzudenken, mit einem Gefühl der Scham in uns, können wir Gott nicht unser Bestes Geben – nicht heute und auch nicht morgen. Wie Paulus müssen wir die Vergangenheit hinter uns tun und uns darauf konzentrieren, Gott jetzt und heute unseren vollen Einsatz zu geben im Bestreben, den Zweck unserer Reise hier auf Erden zu erfüllen.

1. Mose 24:12

"Herr, du Gott Abrahams, meines Herrn, lass es mir heute gelingen und tu Barmherzigkeit an Abraham, meinem Herrn."

Lass es mir heute gelingen"... Gottes Plan für uns - darauf sollten wir unsere Sinne ausrichten. Wir sollten nicht auf fehlgeschlagene Versuche zurückblicken – sondern darauf, wie wir heute und morgen den Zweck unseres irdischen Daseins erfüllen können.

Unserer Fehlschläge und Sünden gedenken

Paulus konzentrierte sich auf den Lauf, den er vor sich hatte. Doch vergaß er nie, wie Gott in seiner Gnade, ihm seine Vergangenheit vergeben hatte. Er vergaß auch nie die Lektionen, die er gelernt hatte. Und er benutzte all diese Dinge für sein kraftvolles Zeugnis. Zum Beispiel, als er vor König Agrippa erschien:

Apostelgeschichte 26:9-11

Zwar meinte auch ich zunächst, dass man den Namen und die Lehre des Jesus von Nazareth mit allen Mitteln bekämpfen muss. Und das habe ich in Jerusalem auch getan. Ich ließ mir eine Vollmacht des Hohenpriesters geben und brachte viele Christen ins Gefängnis. Wenn sie zum Tode verurteilt werden sollten, stimmte ich dafür. In den Synagogen quälte ich sie so lange, bis sie Christus verleugneten. In meinem maßlosen Hass verfolgte ich sie schließlich sogar bis ins Ausland.

Dann fuhr er fort und erzählte König Agrippa und allen Anwesenden bei Gericht von seiner ersten Begegnung mit Jesus auf der Straße nach Damaskus. Er berichtete, wie Jesus ihm vergeben hatte und in aller Deutlichkeit seinen Plan für Paulus´ Reise vor ihm auslegte – und auch wie er, Paulus, den Rest seines Lebens dieser Berufung widmete.

Ja, Paulus vergaß. Er vergaß die Schuld und Scham. Er ließ nicht zu, dass seine Vergangenheit seinen Eifer, Gott künftig zu dienen, dämpfte. Er ließ sich durch seine Vergangenheit nicht davon abhalten, alles zu werden, wozu Gott ihn berufen hatte.

Und doch erinnerte er sich – er erinnerte sich an das, was er gelernt hatte. Er gedachte der Gnade Gottes und Seiner Liebe und Vergebung.

1.Timotheus 1:12-14

Ich danke unserem Herrn Jesus Christus immer wieder, dass er gerade mich bestimmt hat, für seine Sache zu arbeiten, und mir für diese Aufgabe auch die Fähigkeit und Kraft schenkte. Früher habe ich ihn verhöhnt, ich habe Christus und seine Gemeinde mit blindem Hass verfolgt und bekämpft. Aber Gott hat sich über mich erbarmt und mir alles vergeben. Denn in meinem Unglauben wusste ich nicht, was ich tat. Umso reicher habe ich dann Gottes unverdiente Güte erfahren. Er hat mir den Glauben und die Liebe geschenkt, wie sie nur bei Jesus Christus zu finden sind.

Lässt du dich von Verletzungen, Enttäuschungen und Fehlschlägen der Vergangenheit daran hindern, alles zu sein, wozu Gott dich berufen hat? Ich ermutige dich heute, all diese Dinge hinter dich zu tun. Behalte die gelernten Lektionen im Gedächtnis. Und mehr als alles, gedenke der Liebe Gottes und seiner Vergebung – nimm beides mit in deine Gegenwart und in die Zukunft.

Vergangene Erfolge vergessen

Was sollten wir in Bezug auf unsere Erfolge vergessen?

Den Stolz auf eine gut gemachte Arbeit.

Den Beifall und die Anerkennung.

Lukas 17:10

Das gilt auch für euch. Wenn ihr in meinem Dienst alles getan habt, was ich euch aufgetragen habe, dann sollt ihr sagen: 'Wir haben nur das getan, was zu unserem Auftrag gehört!'"

Wenn wir uns daran aufhalten, wie erfolgreich wir waren und wie gut wir uns geschlagen haben, ist es möglich, dass der Stolz sein hässliches Haupt erhebt. Die Bibel sagt deutlich, wie Gott über Stolz denkt.

Psalm 101:5

"... Hochmut und Stolz verbanne ich aus meiner Nähe."

Sprüche 11:2

Stolz führt zu Schande, doch mit der Demut kommt Weisheit.

Sprüche 16:18

Der Stolze wird gestürzt: ja, Hochmut kommt vor dem Fall!

Eine weitere Gefahr des Verweilens bei früheren Erfolgen liegt darin, dass wir uns gesättigt zurücklehnen, weil wir absolut zufriedengestellt sind von den Dingen, die wir gut gemacht haben. Sei es ein Geschäftserfolg, eine Auszeichnung, ein Erfolgserlebnis in unserem Dienst... was auch immer. Möglicherweise gewinnt es sogar mehr Bedeutung für uns als unsere Beziehung zu Gott. Wenn unser Hauptaugenmerk auf früher Erreichtem liegt, hören wir vielleicht auf, uns danach auszustrecken, künftig noch mehr zu bewirken.

Es ist wichtig, dass wir mit Paulus sagen können "Ich strecke mich aus nach dem Ziel".  Ruhe dich nicht aus auf den Lorbeeren der Vergangenheit. Strecke dich danach aus, alles zu tun, wozu Gott dich berufen hat.

Unserer Erfolge gedenken

Was sollen wir im Gedächtnis behalten bezüglich unserer Erfolge?

Wie Gott alles möglich gemacht hat.

Dass er uns jedes Mal helfen wird, wenn wir auf ihn schauen.

Gott hat es möglich gemacht. – Es ist gut, uns daran zu erinnern, wie Gott uns geholfen hat erfolgreich zu sein, so können wir ihn preisen und ihm die Ehre geben.

Sprüche 27:21

Gold und Silber werden im Ofen und im Tiegel geprüft, der Mensch aber wird geprüft an seiner Reaktion auf menschliches Lob.

Wie reagierst du auf Lob? Ahlst du dich darin und "klopfst dir selbst auf die Schulter"? Oder preist du Gott und ehrst ihn dafür, dass er deinen Erfolg möglich gemacht hat?

Gott ist treu

Es ist wichtig, unserer vergangenen Erfolge zu gedenken, damit wir darin Gottes Treue erkennen können. Er hat uns in der Vergangenheit geholfen und er wird uns jetzt helfen und auch in der Zukunft. Aus uns selbst heraus können wir nichts tun, doch mit ihm ist nichts unmöglich.

Philipper 4:13

Denn ich vermag alles zu tun durch Christus, der mir Kraft und Stärke gibt.

Vergiss... und erinnere dich.

Deshalb... wir sollten die Vergangenheit vergessen – die Scham und Schuld der Sünde und des Versagens, den Stolz des Erfolges.

Und wir sollten der Vergangenheit gedenken – der Gnade und Vergebung Gottes, Seiner Treue... und das wir alles zu tun vermögen durch ihn.

Übersetzung: Gabriele Kohlmann

 Originaltitel:  THE PAST! FORGET OR REMEMBER IT?

Verfasserin:  Karen Burkett

Quelle:           http://groups.msn.com/AnointedWomanNetwork/_whatsnew.msnw


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