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Andacht vom 13.Januar 2012.

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Zachäus kehrt um!

 

Die Geschichte von Zachäus hat mich sehr interessiert, war er doch - genau wie ich heute - klein von Wuchs. Aber Zachäus war kein Guter: Er kollaborierte mit den Römern und wurde durch Betrügereien an seinem Volk reich. Dieser Reichtum verschaffte ihm ein angenehmes Leben, frei von materiellen Sorgen, und er konnte sich einigen Luxus und so manche Vergnügungen leisten. Dennoch war er nicht glücklich, spürte eine Leere in sich, eine innerliche Armut.

 

Da hörte er: Jesus kam in sein Dorf, seine Stadt! Nichts wie hin! Denn von Jesus hatte er schon viel gehört! Jesus, der Mann, der zu den Zöllnern und Sündern kam und keine Berührungsängste hatte, der Wunder tat und die Frohe Botschaft des Reiches Gottes und der Vergebung der Sünden brachte! Das musste es sein. Diesen Jesus musste er unbedingt sehen.

 

Doch - wie eingangs erwähnt - war Zachäus ziemlich kurz geraten, und wie immer stehen die Großen ganz vorne und die Kleinen ganz hinten, damit Letztere bloß nichts sehen. Aber Zachäus ließ sich da nicht abhalten. Er kletterte kurzerhand auf einen Baum. Jesus sehen, das war sein Wunsch, und nichts konnte ihn davon abhalten! Tief in seinem Herzen spürte er: "Ich brauche Jesus!"

 

Und Jesus blieb am Baume stehen und sprach ihn an: Kurzerhand lud sich Jesus bei Zachäus zum Essen ein. Das entsprach sicher auch damals nicht den allgemein üblichen Konventionen, sich selbst irgendwo einzuladen. Doch Zachäus dachte nicht an irgendwelche Konventionen, sondern freute sich, daß der Herr ihn gesehen hatte und kannte und bei ihm einkehren wollte. Das war die Erfüllung seiner Träume. Und er freute sich.

 

Die Begegnung mit Jesus veränderte Zachäus: Aus dem Betrüger und Sünder wurde ein anderer Mensch, der vierfältig allen zurück geben wollte, die er betrogen hatte und der die Hälfte seines Vermögens den Armen zur Verfügung stellte. Zachäus hing sein Herz nicht mehr an Geld und Reichtum, sondern sah auf Jesus, auf die Ewigkeit und spürte: "Große Schuld ist mir vergeben!" Seinem Haus ist Heil widerfahren, auch wenn die Pharisäer sich dagegen auflehnte, dass Jesus mit einem Zöllner verkehrte, doch Er - der Herr Jesus - ist gekommen, das Verlorene zu suchen und die Sünder zur Buße zu führen.

 

Ja, diese Geschichte hat mir gezeigt, dass jeder, aber auch wirklich jeder ohne Scheu zu Jesus kommen und in Seinem Blut rein werden kann, so er es will. Wer sich unter Jesu Blut stellt, ist nicht mehr der Alte, sondern verändert sich ähnlich wie Zachäus. Die Sünde sagt uns nichts mehr, sie zieht uns nicht mehr an. Wir werden rein gewaschen und sehen die Welt mit anderen Augen. Wir lernen, sie wie Jesus zu betrachten. Und dies schafft unsere Umkehr. Die Friedlosigkeit unseres Herzens hört in Jesus auf und kommt zur Ruhe. Es widerfährt uns Heil. Das macht uns fröhlich wie einst Zachäus.

 

Bibellesetipp:

 

19 1 Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch. 2 Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. 3 Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. 4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen. 5 Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. 6 Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. 7 Als sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. 8 Zachäus aber trat vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. 9 Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist Abrahams Sohn. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist." (Lukas 19:1-10)

Markus Kenn


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