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Andacht vom 14. Januar 2007.

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Die goldene Regel



Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!
Matthäus 7,12


Jesus gab uns die goldene Regel: Wir sollen den anderen so behandeln, wie wir selbst gern behandelt werden wollen.

Das ist logisch, aber dennoch oft sehr schwer umzusetzen: In der Hektik des Alltags haben wir oft zu wenig Zeit, und Eltern, die mehrere Kinder haben, wissen aus Erfahrung, dass man nicht allen immer gerecht wird. Dennoch macht die Goldene Regel Sinn; ohne sie geht es einfach nicht, und wenn wir uns bemühen, sie umzusetzen, dann wundern wir uns, dass es sich auszahlt.

Freundliche Menschen tun sich leichter im Umgang mit anderen. Mit sturen Menschen möchte man lieber nichts zu tun haben.

Ich zum Beispiel tue mich leicht im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Warum? Ich möchte für ernst genommen werden; deshalb nehme ich auch kleine Kinder für ernst mit ihren Nöten. Für uns Erwachsene sind die Sorgen eines Fünfjährigen vielleicht klein, aber für den Buben oder für das Mädchen sind diese riesengross und vielleicht sogar bedrohlich. Wenn es aber spürt, dass es für ernst genommen wird und ich dem Kind dann sage, dass nichts passieren kann, dass wir eine Lösung finden, dann wird es leichter einschlafen, weil es sich geborgen fühlt.

Bei uns ist es doch genauso: Wenn wir merken, dass wir für ernst genommen werden, dann löst sich manches Problem von allein.

Wir erwarten von anderen Anerkennung. Warum fällt es uns dann so schwer, selbst ein Lob auszusprechen oder einfach nur "Danke" zu sagen? Vorgesetzte würden sich wundern, wie einfach Mitarbeiter zu motivieren sind, wenn man ihre Leistung anerkennt; dann kommen sie auch mit berechtigter Kritik wesentlich besser klar.

Solche Beispiele lassen sich quasi uferlos fortsetzen. Den anderen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, ist im Alltag aber trotzdem wesentlich einfacher als wir es uns vorstellen: Wenn ich einen anderen freundlich behandle, dann werde ich in aller Regel auch freundlich behandelt, und wenn ich mir Zeit für einen anderen nehme, dann wundere ich mich oft, dass sich diese Zeit für mich selbst auszahlt.

Und warum einem lieben Menschen nicht eine kleine Freude machen? Bringen Sie Ihrer Frau doch einmal einfach so einen Strauss Blumen mit; sie wird sich freuen.

Und es ist ganz bestimmt mehr als nur einen Gedankengang wert, sich zu überlegen, wie man von seinen Kollegen, seinen Nachbarn, seinen Freunden und Bekannten behandelt werden möchte und dann selbst den anderen so zu behandeln wie man es erwarten würde. Sie können sich sicher sein: Das erleichtert vieles und macht den Alltag schöner. Jesus weiss, warum Er uns Seine Anweisungen gibt.

Mit herzlichen Segenswünschen
Ihr

Markus Kenn


Bibellesetipps:
1 Petrus 2,17: Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König!
Römer 12,18: Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen im Frieden!




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