Zur Bibel stehen!
Durch die Aufhebung der Exkommunikation des Holocaustleugners Bischof Williamson ist auch die Piusbruderschaft in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion gekommen; ihre Ansichten werden kritisch beleuchtet. Auch für mich sind die Äußerungen Williamsons ein Skandal, und ich stehe der erzkonservativen Piusbruderschaft selbst kritisch gegenüber. An dieser Stelle muss aber gerechterweise erwähnt werden, das sie sich von den Äußerungen ihres Bischofs distanziert und ihn von seinen Aufgaben am Priesterseminar in Argentinien entbunden hat.
Bei der ganzen Diskussion stört mich aber, dass nicht nur berechtigte Kritik hervorgebracht wird, sondern auch versucht wird, biblische Werte zu relativieren oder gänzlich ausser Kraft zu setzen.
So wird die Einstellung der Piusbruderschaft zur Homosexualität kritisiert; wenn ich auch alles andere als ein Freund der Piusbruderschaft bin, so muss doch festgestellt werden, dass die Bibel selbst - also Gottes Wort - die Homosexualität als solche kritisiert und als Gräuelsünde bezeichnet. So heisst es in 3. Mose18:22: "Du sollst nicht bei Knaben liegen wie beim Weibe, denn es ist ein Gräuel."
Und im Römerbrief 1:26-32 heisst es:
"Darum hat sie Gott dahin gegeben in schändliche Leidenschaften, denn ihre Frauen haben den natürlichen Umgang verwandelt in den unnatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Umgang mit der Frau verlassen und aneinander erhitzt in ihren Lüsten und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es denn sein musste, an sich selbst empfangen. Und gleichwie sie es nicht für wert geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott auch dahin gegeben in verkehrten Sinn zu tun, was sich nicht geziemt, weil von aller Ungerechtigkeit, Hurerei, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Frevler, Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie kennen Gottes Gerechtigkeit, dass, die solches tun, des Todes würdig sind und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun."
Homosexualität bleibt in Gottes Augen eine Sünde, auch wenn dies nicht der so genannten "politcal correctness" entspricht. Wer aber wirklich korrekt sein will, muss sich an Gottes Maßstäben ausrichten, nicht nach menschlichen.
Aber auch das, was der TV-Moderator Michel Friedmann - selbst ein Jude - sagt, kann nicht so stehen gelassen werden; er sagt, dass Juden nicht missioniert werden wollen. Es geht aber in erster Linie um Gottes, der uns beauftragt hat, das Evangelium weiterzutragen. So heisst es z.B. im Markus-Evangelium 16:15-16: "Und er sprach zu ihnen: 'Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.'"
Michel Friedmann geht auch an den historischen Fakten vorbei, denn die ersten Jünger Jesu waren Juden, und der Völkerapostel Paulus geriet ins Fadenkreuz herber Kritik, weil er auch die Mission unter Nichtjuden betrieben hat. Petrus, zu dem Jesus selbst gesagt hat, er sei der Fels, wurde erst in einer Vision davon überzeugt, dass das Evangelium nicht nur für die Juden da ist, sondern auch den Nichtjuden gepredigt werden muss.
Michel Friedmann übersieht auch die Messianischen Juden, die sich als Juden zu Jesus bekennen und ihre jüdischen Glaubensgenossen die Frohe Botschaft bringen. Richard Wurmland war messianischer Jude, der das Evangelium seinen jüdischen Glaubensgeschwistern brachte. Der Evangeliumsdienst Beit Sar Schalom (BSSE), der seinen Vereinssitz in Berlin hat, besteht aus Messianischen Juden, die insbesondere unter jüdischen Einwanderern aus Russland das Evangelium Jesu Christi verbreitet. Gerade unter den russisch-jüdischen Einwanderern fällt das Evangelium auf fruchtbaren Boden.
Natürlich: Wir dürfen Niemandem etwas aufzwingen; Zwangsbekehrungen führen zu nichts. Nichts desto trotz ist es unsere Aufgabe, von Jesus als einzigen Heilsweg zu sprechen. Letztendlich steht es Herrn Friedmann wie auch jedem anderen Menschen frei, zuzuhören oder nicht bzw. Christus anzunehmen oder abzulehnen.
Wir müssen uns auch nicht davor fürchten, angegriffen zu werden: Jesus selbst wurde und wird angegriffen. Es geht auch nicht darum, dass wir dem Zeitgeist frönen, sondern Gott dienen. Und das zeigen auch meine Bibellesetipps:
"Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel."
(Lukas 9:26)
"Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern habt den Geist der Sohnschaft empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!"
(Römer 8:15)
"Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte."
(1. Korinther7:23)
"Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit."
(2. Korinther 3:16).
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn