Was meint die Bibel mit dem zweiten Tod?
Für Viele ist es unvorstellbar, dass es eine Hölle gibt; sie fragen sich, ob ein gütiger, gnädiger Gott Menschen auf ewig in die Hölle werfen kann. Selbst unter den Gemeinschaften, die sich christlich nennen, gibt es einige, die die reale Existenz einer Hölle vehement leugnen; das Beispiel des reichen Mannes und dem armen Lazarus stempeln sie als Gleichnis ab. Dabei übersehen sie aber zweierlei:
1.) Ein Gleichnis zeigt, was konkret geschieht, wenn man dies oder jenes tut bzw. lässt. Es zeigt die Konsequenzen bestimmter Handlungen oder Unterlassungen.
2.) Beim reichen Mann und dem armen Lazarus handelt es sich um eine Geschichte, die sich tatsächlich ereignet hat. Gleichnisse wurden in der Bibel stets als solche bezeichnet, was in diesem Fall nicht gegeben ist, und in Gleichnissen hat Jesus auch niemals einen Namen genannt.
Darüber hinaus gibt es in der Hölle genauso wie im Himmel nur Freiwillige: Wir sind selbst dafür verantwortlich, ob wir uns für oder gegen Jesus entscheiden.
Es ist so wie bei einer Straftat: Begehe ich ein Verbrechen, ist auch nicht der Staatsanwalt, der gegen mich ermittelte, daran schuld, wenn ich ins Gefängnis komme, auch nicht die Beamten, die mich verhafteten und nicht der Richter, der mich verurteilt hat.
Der Zweite Tod ist kein "gnädiges Verlöschen", wie es z. B. die Zeugen Jehovas, die Adventisten oder die Vereinte Kirche oder irgendwelche "modernen" und "liberalen" Theologen meinen. Der Zweite Tod meint das ewige Getrennt sein von Gott. Die Bibel kennt durchaus den körperlichen, den biologischen Tod, aber sie unterscheidet zwischen Körper und Bewusstsein. Das Bewusstsein, die Seele bleibt ewig. Auch derjenige, der geistlich tot ist, hat immer noch sein Bewusstsein. Die Unterscheidung zwischen körperlichen und geistlichem Tod geht schon aus dem Johannesevangelium 11:25-26 hervor: "Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich der wird nimmermehr sterben. Glaubt du das?'"
Ein weiterer Beweis finden wir, als Jesus mit dem Schächer an seiner rechten Seite unterhielt: "Und er sprach zu Jesus: 'Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst.' Und Jesus sprach zu ihm: 'Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.'" Lukas 23,42.43)
Beide Textstellen zeigen, dass wir das ewige Leben haben, sobald wir zu Jesus gehören; sie bilden sogar einen Kontext, zwischen dem es eine Verbindung gibt, denn die gesamte Bibel durchzieht ein roter Faden: Das Verloren sein der Menschen durch die Sünde und die Rettung, die nur durch Jesus möglich ist.
Der Zweite Tod ist die ewige Trennung von Gott, die der reiche Mann im Gegensatz zum armen Lazarus erleben muss. Auch der Reiche hat noch sein Bewusstsein, auch er hat noch seine Gefühle und sein Schmerzempfinden.
Nein, es gibt kein gnädiges Verlöschen, der Zweite Tod ist nicht das Ende, auch mit dem Zweiten Tod ist nicht alles aus. Es geht weiter, unser Bewusstsein bleibt auf ewig. Deshalb ist die Frage, wo wir die Ewigkeit verbringen, von so großer Wichtigkeit, deshalb ist ja auch der Missionsbefehl Jesu unsere dringlichste und vordringlichste Aufgabe. Was der Zweite Tod ist, zeigen auch die Bibellesetipps:
Offenbarung 20:14-15:
"Und der Tod und das Totenreich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl."
Matthäus 8:21-22
"Und ein anderer unter seinen Jüngern sprach zu ihm: 'Herr, erlaube mir, dass ich hingehe und meinen Vater begrabe.' Aber Jesus sprach zu ihm: 'Folge du mir, und lass die Toten ihre Toten begraben!'"
Diese Textstelle zeigt ganz deutlich, dass der geistliche Tod das Getrennt sein von Gott meint, denn auch diejenigen, die im biologischen Sinne lebendig sind, werden hier - wenn sie keine Beziehung zu Jesus haben - als Tote bezeichnet! Als Vergleich können wir auch Lukas 9:59-60 lesen:
"Und er sprach zu einem anderen: 'Folge mir nach!' Der sprach aber: 'Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.' Aber Jesus sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben, gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes!'"
Jesus selbst ist in das Totenreich gegangen, um die Frohe Botschaft Seines Sieges auf Golgatha zu verkündigen. Das lesen wir im Ersten Petrusbrief 3:18-22:
"Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf dass er uns zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In demselben ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, die vorzeiten nicht gehorchten, als Gott harrte mit und Geduld hatte in den Tagen Noahs, als man die Arche zurüstete, in welcher wenige, das sind acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch, welches im Gegenbild nun auch uns rettet in der Taufe - nicht das Abtun der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die Bitte eines guten Gewissens bei Gott, durch die Auferstehung Christi, welcher ist aufgefahren in den Himmel zur rechten Gottes, und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Mächte."
Auch aus dem Römerbrief erfahren wir, dass es einen Unterschied zwischen leiblichen und geistlichem Tod gibt, in Römer 8:10-11 heisst es:
"Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch den Geist, der in euch wohnt."
Die Hölle ist ein Ort, der in Ewigkeit bleiben wird, wie es schon im Markusevangelium 9:43-48 steht:
"Wenn dich aber deine Hand zur Sünde verführt, so haue sie ab! Es ist dir besser, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das unauslöschlische Feuer, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. Wenn dich aber dein Fuß zur Sünde verführt, so haue ihn ab! Es ist dir besser, dass du lahm zum Leben eingehst, als dass du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht. Und wenn dich dein Auge zur Sünde verführt, so reiß es aus! Es ist dir besser, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in das höllische Feuer geworfen, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht."
Eindeutiger geht es nicht. Deshalb tun wir gut daran, dass wir an Jesus als unseren ganz persönlichen Erlöser festhalten.
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn