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Andacht vom 14.Juni 2007.

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Die Seligpreisungen



Inmitten der Ellenbogengesellschaft und trotz der steigenden Zahl von Mobbing und Mobbingopfern preist Jesus die Sanftmütigen glückselig. Damit nicht genug: Die Friedfertigen preist Er ebenfalls glückselig.

Hat Er damit nicht recht? Wieviel Energie wird in Firmen darauf verschwendet, dass sich Kollegen - statt die anstehenden Aufgaben zu erledigen - einander das Leben schwer zu machen? Und welchen Sinn macht angesichts des Hungers und der Not in der Welt die Spirale der Rüstung?

Die Perversion der Militarisierung zeigt sich doch in jedem Fall daran, dass viele afrikanische Staaten eine hervorragend ausgestattete Armee haben, während die Bevölkerung von Hunger und von vielen Krankheiten dahingerafft wird. In Nordkorea mangelt es der Bevölkerung am Notwendigsten, während die Armee zu den am besten ausgestatteten der Welt gehört. Ist da Friedfertigkeit nicht das vernünftigere Gebot?

Aber Jesus sieht nicht nur auf die Einstellungen der Menschen, sondern auch auf Ihre Nöte. Er sieht, dass es den Armen schwer haben, um über die Runden zu kommen und sie Entbehrungen kennen. Er sieht diejenigen, die hungern und dürsten, und jene, die sich nach Gerechtigkeit sehnen. Die Tränen der Leidenden bleiben Ihm nicht verborgen. Vor allem kennt Er die Seinen, die um Seines Namens willen verspottet, verlästert und verleumdet werden. Ihnen verspricht Er Trost und Labung in der Ewigkeit. Dort werden die Tränen getrocknet, der Hunger und der Durst gelöscht, nicht nur der Hunger und Durst nach Brot und Wasser, sondern - und vor allem - der nach der vollkommenen Gerechtigkeit Gottes. Das verändert den Blickwinkel, das schenkt neue Hoffnung, das gibt Kraft.

Jesu Versprechungen sind keine leeren Worte, sondern sie werden sich erfüllen. Sie geben Kraft, weiter zu machen und nicht aufzugeben. Und die Tatsache, dass Er weiss, wenn ich um Seines Namens willen angegriffen werde, macht mich um so engagierter beim Bekennen: Er sieht meinen Mut, Er sieht, dass ich für Ihn einstehe, und weil Er ein Gentleman ist, lässt Er sich nichts schenken, sondern gibt hundertfach zurück, was man an Ihn ausleiht. Deshalb nehme ich vieles nicht mehr persönlich.

Sanftmut und Friedfertigkeit haben zudem noch einen weiteren Vorteil: Statt meine Energien in Rache zu verschwenden, sehe ich zu, Probleme zu lösen, während Rachsucht nur neue schafft. Sanftmütige und Friedfertige leben ohnehin gesünder, weil sie gelassener sind: Das ist eine gute Vorbeugung gegen Bluthochdruck, Herzinfarkt und Magengeschwüre.

Die Seligpreisungen richten meinen Blick auch in die Zukunft. Ich richte mich nicht zurück, verliere mich nicht im Gestern. Ich gehe nach vorn, schreite vorwärts, entwickle mich weiter und nicht zurück.

Bibellesetipps:

"Als Jesus die Menschenmenge sah, stieg er auf einem Berg und setzte sich. Seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie, was Gott jetzt von seinem Volk verlangt. 'Freuen dürfen sich alle, die unter dieser heillosen Welt leiden - Gott wird ihrem Leid ein Ende machen. Freuen dürfen sich alle, die unterdrückt sind und auf Gewalt verzichten. Gott wird ihnen die Erde zum Besitz geben. Freuen dürfen sich alle, die ndanach hungern und dürsten, dass sich auf der ERde Gottes gerechter Wille durchsetzt - Gott wird ihren Hunger stillen. Freuen dürfen sich alle, die barmherzig sind - Gott wird auch mit ihnen barmherzig sein. Freuen dürfen sich alle, die im Herzen rein sind - sie werden Gott sehen. Freuen dürfen sich alle, die Frieden stiften - Gott wird sie als seine Söhne und Töchter annehmen. Freuen dürfen alle, die verfolgt werden, weil sie tun, was Gott will - mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt. Freuen dürft ihr euch, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört. Freut euch und jubelt, denn bei Gott erwartet euch reicher Lohn. So haben die Propheten vor euch auch schon behandelt.'"
(Matthäus 5:1-12)

'Jesus blickte auf die grosse Schar seiner Jünger, die Männer und Frauen, und sagte: "Freut euch, ihr Armen! Ihr werdet mit Gott leben in seiner neuen Welt. Freut euch, die ihr jetzt Hunger habt! Gott wird euch satt machen. Freut euch, die ihr jetzt weint. Bald werdet ihr lachen. Freuen dürft ihr euch, wenn euch die Menschen hassen, ja, wenn sie euch aus ihrer Gemeinschaft ausstossen und beschimpfen und verleumden, weil ihr euch zum Menschensohn bekennt. Freut euch und springt vor Freude, wenn das geschieht; denn Gott wird euch reich belohnen. Mit den Propheten haben es die Vorfahren dieser Leute auch so gemacht."'
(Lukas 6:20-23)

Mit freundlichen Grüssen und Segenswünschen
Euer

Markus Kenn





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