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Andacht vom 15. Januar 2009.

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Zu besorgt?




Wir alle machen uns Sorgen und stellen uns natürlich auch die Frage, wie es weitergeht; in den Nachrichten haben wir es schließlich mit genügend Katastrophenmeldungen zu tun: Klima- und Naturkatastrophen, Kriege, Arbeitslosigkeit, Finanzkrise...

Und für Viele gibt es genügend Gründe, sich ernsthaft Sorgen zu machen: Wer die Kündigung in der Tasche hat, stellt sich automatisch die Frage, wie es nun weitergeht, insbesondere dann, wenn man über vierzig ist und von den meisten Arbeitgebern zum alten Eisen gezählt wird.

Sicher: Wir müssen uns auch Gedanken machen, wie wir Probleme lösen. Es ist auch nichts dagegen einzuwenden, Vorsorge zu treffen bzw. eine sinnvolle, seriöse Versicherung abzuschließen.

Aber machen wir uns nicht oft einfach nur verrückt? Oft machen wir uns selber Angst, die uns lähmt. Oft meinen wir, mit einer Situation nicht klar zu kommen oder mit gewissen Problemen nicht fertig zu werden, doch wenn wir sie hinter uns haben, dann staunen wir.

Ich selbst habe oft Angst gehabt, die mich lähmte. In der Schule fiel manche Arbeit schlechter aus als sie musste, nur weil ich panische Versagungsängste hatte. Ich hätte mutiger sein dürfen, und es wäre besser gelaufen.



Klar: Leichtsinnig dürfen wir nicht werden. Wir dürfen nicht wie der Esel handeln, der sich auf dünnes, brüchiges Eis begibt, nur weil es ihm zu gut geht. Überall gilt im gewissen Sinne: "Augen auf im Strassenverkehr!"

Doch wir brauchen uns deshalb nicht verrückt machen. Vieles erledigt sich oft von selbst, für anderes gibt es eine Lösung. Und letztendlich gibt es einen Gott, der uns liebt, der uns kennt, der uns geschaffen hat. Er hat jedes Haar auf unserem Haupt gezählt.

Hören wir auch diesmal auf Jesus, der uns sagt:

"Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinket werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? Wer ist unter euch, der mit seinen Sorgen seiner Länge eine Elle zusetzen könnte? Und warum sorgt ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen, sie mühen sich nicht ab, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Felde so kleidet, das doch heute stet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollte er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles bedürft. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den anderen Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine Sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage habe."
(Matthäus 6:25-34)

Mit den besten Segenswünschen
Euer

Markus Kenn




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