Wach bleiben!
Am Anfang unseres Glaubenslebens sind wir oft voller Elan: Wir haben Pläne, wollen missionieren, uns in Kirchengemeinden einbringen, etwas tun, aktiv sein. Auf gut deutsch: Wir sind begeistert!
Und dann? Auch bei uns Christen "menschelt" es; es kommt zu Missverständnissen, auch wir empfinden Neid, Missgunst. Und wir werden enttäuscht, geraten aber auch an die Grenzen unseres eigenen Könnens, finanziell genauso wie seelisch und gesundheitlich. Aber auch Pflichten des Alltags in Beruf und Familie fordern ihren Tribut.
Das alles lässt uns oft ermüden: Wir lesen weniger bis gar nicht mehr in der Bibel, wir gehen nicht mehr in die Kirche, wir engagieren uns nicht mehr in der Gemeinde. Wir schlafen ein. Aber wach bleiben ist die Devise. Das Böse lauert immer und überall, und der Teufel reibt sich die Hände, wenn wir müde, treibende Christen sind.
Doch wir können und müssen wach bleiben. Wach: Das bedeutet die Not des anderen sehen, ihn dort abzuholen, wo er ist. Das darf kein Lippenbekenntnis oder frommer Wunsch bleiben. Jeder von uns muss die Aufgaben übernehmen, zu denen der Herr beruft. Wach sein hat etwas mit Wahrnehmung zu tun. Man treibt dabei nicht in einem blinden Aktionismus ab, man berauscht sich nicht an oberflächlichen Vergnügungen und fällt nicht auf die schädlichen Einflüsse dieser Welt hinein. Man ist frei von Gruppendruck und Gruppenzwang. Man ist offen für Neues, für Lösungen. Wach sein macht sensibel für sich selbst und für Andere. Wach sein: Das bringt uns in die Wirklichkeit und Wahrheit Gottes, bringt uns das Licht Seines Tages!
Bibellesetipp:
"Seht euch vor! Last euch nicht vom Rausch umnebeln oder von den Alltagssorgen gefangen nehmen! Sonst werdet ihr von jenem Tag unvorbereitet überrascht wie von einer Falle, die zuschlägt. Denn er kommt plötzlich über alle, die auf der Erde leben. Bleibt wach und hört nicht auf zu beten, damit ihr alles, was noch kommen wird, durchstehen und zvuersichtlich vor den Menschensohn treten könnt!"
(Lukas 21:34-36)
Mit dieser Zuversicht
Segne Dich der Herr!
Euer
Markus Kenn