Angefeindet um Jesu Willen
Als Christ weiß ich, dass man um Jesu willen angegriffen wird: Man hat andere Ansichten, Denk- und Verhaltenweisen. Das, was mir früher als Nichtchrist wichtig war, erscheint mir heute, da ich wiedergeborener Christ bin, in einem anderen Licht. Ich bewerte heute die Dinge anhand biblischer Gebote.
Weil ich deshalb praktizierte Homosexualität als Gräuelsünde ansehe, weil ich mich gegen Abtreibung ausspreche, weil ich sage, dass Sexualität in die Ehe zwischen Mann und Frau gehört, werde ich als intolerant bezeichnet; man hat mir sogar unterstellt, deshalb faschistoid zu sein, der Homo- und Bisexuelle diskriminieren würde.
Aber wurde Jesus während Seines Erdenwirkens nicht auch angegriffen? Man fragte Ihn immer wieder nach Seiner Vollmacht, und die Pharisäer und Schriftgelehrten attestierten Ihm überdies Besessenheit und einen unreinen Geist. Letztendlich hetzte man das Volk gegen Ihn auf: Der Masse forderte die Freilassung von Barrabas, einem Mörder, während Jesus, der Unschuldige, ans Kreuz genagelt wurde. Gekaufte Zeugen sollten Ihn belasten, und man bezichtigte Ihn, der selbst Gott und zugleich Mensch ist, sogar der Gotteslästerung. Es ist also völlig normal, als Christ Angriffen ausgesetzt zu sein.
Doch Vorsicht! Jesus schränkt ein: "... so sie daran lügen!" Berechtigte Kritik ist also keine Verfolgung um Jesu willen. Wenn ich Mist baue, dann muss ich sehen, wie ich dies wieder in Ordnung bringe. Gerade als Christ muss ich in jeder Hinsicht ein Vorbild sein; letztendlich bin ich ein Königskind und habe mich als solches zu benehmen. Deshalb sagt Jesus in Matthäus 5:11 folgendes:
"Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, so sie daran lügen."
Wir dürfen der Welt also keinen Grund liefern, dass sie schlecht von uns reden.
"Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein."
(Jakobus 4:4)
Denken wir bei allem, was wir reden und tun, stets daran, was im 2. Brief an die Korinther, Kapitel 3, Vers 2 steht:
"Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, der erkannt und gelesen wird von allen Menschen ..."
Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus Kenn