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Andacht vom 15.August 2007.

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Gottes Vaterhände!




Der berühmte Maler Rembrandt (1606-1669) war dem Tode nahe, als er das Bild
„Die Rückkehr des Verlorenen Sohnes“ malte. Man könnte es auch nennen:
„Der Empfang durch einen barmherzigen Vater“. Er malte einen alten Mann,
der seinen abgemagerten und zerlumpten Sohn in die Arme nimmt. Der Sohn kniet
vor ihm, und er breitet seinen roten Umhang wie ein Zelt über ihn.

Die Mitte des Bildes sind die Hände des Vaters. Auf sie ist alles Licht
gebündelt. Sie berühren die Schultern des Sohnes. Beide Hände sind sehr
verschieden. Die linke Hand ist kräftig und muskulös. Sie scheint einen
festen Druck auszuüben. Wie anders die rechte Hand des Vaters. Diese Hand
hält nicht und greift nicht. Sie ist feingliedrig, sanft und sehr zärtlich.
Sie liegt weich auf der Schulter des Sohnes. Sie will streicheln, liebkosen und
trösten. Es ist die Hand einer Mutter.

Die Hände zeigen den Vater nicht als einen großen Patriarch, sondern ebenso
als Mutter, wie als Vater.

Gott berührt den Menschen mit einer männlichen und einer weiblichen Hand. Er
hält, und sie streichelt. Er bekräftigt und sie tröstet.

Es ist wirklich Gott, in dem beides, Mannsein und Frausein, Vaterschaft und
Mutterschaft, voll und ganz gegenwärtig ist.

„Als der Sohn noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte
ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küßte ihn“. Lukas 15,20
„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet!“
Jesaja 66,13

© Cornelia Hott



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