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Andacht vom 15. August 2008.

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Menschen- oder Gottesfurcht?




Würde man eine Umfrage starten, ob jemand sich vor Menschen fürchtet, würden die Allermeisten diese Frage verneinen: Schließlich möchten wir ja stets mutig und keine Feiglinge sein. Letztendlich genießt Tapferkeit und Heldenhaftigkeit einen großen Stellenwert, wir wollen Menschen mit Rückgrat sein und bewundern Menschen, die wirklich mutig sind, zu ihrer Meinung stehen und auch etwas riskieren. Ohne diese Risikofreude kommt kein Renn- oder Rallyefahrer und kein Unternehmer aus, und wir können froh sein, dass bei Polizei und bei den Feuerwehren sowie im Katastrophenschutz Menschen zu finden sind, die ihr eigenes Leben riskieren, um andere zu retten. Mutige Menschen haben Gedanken, Reformen, Neuerungen vorgebracht. Martin Luther bedurfte großen Muts, seine 95 Thesen anzuschlagen.

Aber wie sieht es mit uns wirklich aus? Ich für meinen Teil muss zugeben, dass mir oft flau im Magen ist und ich mich allzu oft nicht riskiere, meinen Herrn zu bekennen, auch, weil ich befürchte, mich zu blamieren. Es ist die Angst vor den Konsequenzen, die daraus resultieren.

Und doch: Jeder von uns darf mutig sein und auf Gott vertrauen. Wir sind in Seiner Hand. Entscheidend ist auch nicht, was Menschen von uns denken und sagen, sondern wie Gott die Dinge, die wir tun oder lassen, bewertet.

Wenn wir nur auf die Menschen schauen und danach trachten, uns beliebt zu machen, dann werden wir aalglatt und unzuverlässig. Letztendlich verlieren alle anderen - auch unsere Kinder - den Respekt vor uns. Zu guter letzt respektieren wir uns selbst nicht mehr.

Schauen wir also auf Jesus, machen wir das, was Er von uns erwartet. Damit werden wir zuverlässig, berechenbar. Selbst wenn andere unser Reden und Handeln nicht verstehen und entgegen gesetzter Meinung sind, so werden sie doch unseren Mut anerkennen.

Ich selbst spreche auch lieber mit Menschen, die mir nicht nach dem Munde reden, weil sie sich nicht trauen, eine eigene Meinung zu haben, sondern mit jenen, die hinterfragen, die Argumente wollen und selbst das Rückgrat haben, mir zu zeigen, was sie denken. Das ist eine Basis, auf der man aufbauen kann.

Kurz und gut: Menschenfurcht bringt zu Fall. Gottesfurcht macht uns hingegen stark, mutig und lässt uns das tun, was zu tun ist.


Bibellesetipp:

"Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können, fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der leib und Seele verderben kann in der Hölle. Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne eueren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater."
(Matthäus 10:26-33).

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn




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