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Neu
geboren werden!
Mancher, der von einer Krankheit geheilt
wurde oder auch nur einen erholsamen Urlaub hinter sich hat, sagt, dass er sich
wie von Neuem geboren fühlt. Neugeburt hat für uns sehr viel Postives an sich:
Ein gerade geborenes Kind steht für Hoffnung, Zukunft. Irgendjemand hat auch
einmal ganz richtig gesagt: "Solange Kinder geboren werden, hat Gott uns
noch nicht aufgegeben!"
Aber wir Menschen sind durch den Sündenfall
"im Fleisch geboren". Das bedeutet, dass wir eine sündige Natur
haben. Wir können uns auch noch so anstrengen: Wir schaffen es nicht wirklich,
richtig gut zu sein. Selbst wenn wir gute Werke vollbringen, dann tun wir das
aus Berechnung, und wenn es uns dabei nur darum geht, vor Gott als die
Gerechten dazustehen. Sind wir aber dann nicht wie der Pharisäer aus dem
Gleichnis, der sich selbst über die Maßen lobte und doch nicht verstanden
hatte, dass Gott unser Herz, unsere Liebe will?
Und selbst moralisch gefestigte Personen sind
nicht frei von Sünde und Schuld. Wir alle gleiten ab, rutschen aus, machen
Fehler, spüren in uns Neid, Haß, Mißgunst und tun Dinge, von denen wir wissen,
dass sie alles Andere als in Ordnung sind. Wie ernst es um uns steht, vermag
ein Satz verdeutlichen, den ein routinierter, verantwortungsbewußter und
guter Autofahrer einmal in einem ganz anderen Zusammenhang sagte:
"Wenn die Polizei mich bei meinen Fahrfehlern immer erwischt hätte, wäre
ich meinen Führerschein schon lange los!"
Das war ein ehrlicher Satz. Und er gilt nicht
nur für den Strassenverkehr, sondern auch für alle anderen Bereiche des Lebens.
Haben wir nicht auch vielleicht das Glück, daß uns die irdische Gerechtigkeit
nicht immer bei unseren Missetaten erwischt hat? Auch wenn es bei Kleinkram
geblieben ist, der strafrechtlich nicht verfolgt wird, weil die Kosten den
Streitwert bei Weitem übersteigen, so ist die Sache damit noch nicht in
Ordnung. Vor Gott können wir nicht fliehen, und Gott ist viel zu heilig als
dass Er auch nur die allerkleinste Sünde in Seiner Gegenwart zulassen könnte.
Deshalb brauchen wir einen Neubeginn, der tragfähig ist.
Dies ist etwas völlig anderes als die guten
Vorsätze, die alljährlich gemacht werden und die man dann doch nicht hält. Auch
dann, wenn es uns gelingt, das Ein oder Andere zu verändern, so bleibt unser
Herz immer noch das Alte. Wir geben alte Gewohnheiten doch im Allgemeinen nur
deshalb auf, weil sie uns keinen Erfolg bringen oder uns andere
Verhaltensweisen mehr Erfolg versprechen. Wir bleiben berechnend und sind immer
noch die Alten.

Doch in Jesus können wir aus dem Geist
wiedergeboren werden, von Neuem, von vorn beginnen. Die Wertigkeit wird dann
anders, und wir setzen die Prioritäten nach Gottes Maßstäben neu. Es geht dann
nicht mehr um den beruflichen Erfolg, die Karriere, sondern wir handeln aus
Liebe zu Gott und den Menschen. Das Lesen der Bibel, das Gebet, die
Gemeinschaft mit Gott ist keine Pflicht mehr, sondern unser Wunsch. Diese neue
Geburt ebnet uns den Weg zu Gott und macht unsere Beziehung zu Ihm lebendig.
Dies schildert Jesus in Seinem Gespräch mit
Nikodemus deutlich, und das ist auch mein Bibellesetipp für heute.
Bibellesetipp:
3 1 Es
war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den
Oberen der Juden. 2 Der kam zu Jesus bei Nacht
und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen;
denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich,
wahrlich, ich sage dir: Es
sei denn, dass jemand von neuem geboren werde,so kann er das Reich Gottes nicht
sehen. 4 Nikodemus spricht zu
ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder
in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus
antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und
Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was
vom Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere
dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. 8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen
wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei
jedem, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus
antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? 10 Jesus
antwortete und sprach zu ihm: Bist du Israels Lehrer und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir
wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben; ihr aber nehmt unser Zeugnis nicht
an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von
irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen
Dingen sage? 13 Und niemand ist gen Himmel
aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der
Menschensohn. 14 Und wie Mose in der Wüste die
Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15 damit
alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16 Denn
also hat Gott die Welt
geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht
verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt,
dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer
aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen
des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber
das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten
die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht
zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer
aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine
Werke in Gott getan sind." (Johannes 3:1-21)
Markus
Kenn
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