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Gott
will 100 Prozent!
Ich hatte lange davor Angst, mich Gott zu nähern, weil ich von
solch großen Glaubenshelden wie Noah, Abraham, Moses, Elija und die Propheten
las: Ob ich ihren Mut, ihren Glauben, ihr Vertrauen je aufbringen
könnte? Und auch in der nunmehr 2000jährigen Geschichte des
Christentums gibt es sehr viele Lichtgestalten: Franz von Assisi, der die
gesamte Schöpfung brüderlich liebte, Martin Luther, der große Reformator,
William Booth, der Gründer der international segensreich tätigen Heilsarmee
... Nein, all das kann und vermag ich nicht. Verlangt Gott nicht
zuviel? - Es sind stets einhundert Prozent und keinen Deut weniger!
Aber Gott kennt unsere Nöte, unsere Begrenzungen, unsere Begabungen, unsere
Ängste und Hemmnisse; er weiß, welche Fähigkeiten wir haben und welche nicht.
Gott verlangt zwar nicht weniger als einhundert Prozent von uns, aber auch nicht
mehr; über unser Können hinaus sind wir nicht verpflichtet. Für Ihn kommt es
nicht auf die ganz großen Taten an, sondern auf unsere Liebe und unser
Vertrauen. Das Wenige, das man erbringen kann, zählt vor Gott mehr als
das Viele, das aus dem Überfluß kommt. Gott hat eine andere Mathematik als wir
Menschen, Seine Buchhaltung setzt andere Prioritäten. Für Ihn kommt es vor allem
darauf an, daß wir es aus Liebe tun. Nein, es sind nicht die großen Taten, es
ist unser ganzer Einsatz, den Gott will. Ganz gleich, ob wir den Boden wischen
oder ein Kind trösten, ob wir hinter den Kulissen etwas vorbereiten oder vor
vielen Leuten predigen: Er möchte, daß wir alles - also unser Bestes -
geben. Das aber muß uns keine Angst machen; wer sich für Gott einsetzt,
wer sich für Sein Werk stark macht, der wird gesegnet: Oft merke ich, wie ich
aus meinen Begrenzungen heraus komme, wie mir Dinge möglich werden, die ich so
nie erträumt hätte, dann bin ich erstaunt. Und Er gibt tausend- und
millionenfach zurück, was wir Ihm schenken an Zeit, an Liebe, an Geld. Darauf
können und dürfen wir uns felsenfest verlassen. Das Himmelreich ist die beste
Bank, das Eintreten für Gottes Reich die beste Kapitalanlage mit der höchsten
Rendite.
Die arme Witwe, die ihr Opfer gab, hat das verstanden. Sie hat
Gott vertraut, sich Ihm ganz ausgeliefert. Sie hatte "nur" ein Scherflein, ganz
wenig, mit dem sie auskommen sollte. Aber dieses Wenige gab sie aus Liebe, im
Vertrauen auf Ihn, auf Gott. Gemessen am weltlichen Wert gab jeder
einzelne der Reichen an einem Tag mehr als die Witwe wohl in ihrem ganzen Leben,
doch die Witwe war am meisten gesegnet; sie hat im wahrsten und buchstäblichsten
Sinne alles gegeben. Vielleicht bleibt Dir in Deiner Situation "nur"
das Beten. Vielleicht aber kannst Du Schriften verteilen. Vielleicht kannst Du
spenden. Vielleicht kannst Du irgendwo wirken in karitativer Hinsicht oder als
Prediger. Vor den Augen der Welt mag Dein Dienst klein sein, aber wenn Du Dein
Bestes gibst, dann wirst Du von Gott reich belohnt, denn vor Gott zählt das
Wenige, das aus ganzem Herzen getan wird als das Viele aus halben
Herzen. Bibellesetipp "Dann setzte sich Jesus im Tempel in der
Nähe des Schatzhauses hin und beobachtete, wie die Besucher des Tempels Geld in
die Opferkästen warfen. Viele wohlhabende Leute gaben großzügig. Dann kam eine
arme Witwe und steckte zwei kleine Kupfermünzen hinein - hzusammen so viel wie
ein Groschen. Da rief Jesus seine Jünger zu sich heran und sagte ihnen: 'Ich
versichere euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. Die haben
alle nur etwas von ihrem Überfluß abgegeben. Sie aber hat alles hergegeben, was
sie selbst dringend zum Leben gebraucht hätte.'" (Markus 12:41-44, vgl. auch
Lukas 21:1-4) Mit den besten Segenswünschen Euer Markus
Kenn
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