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Vergebung
- das Tor zu deinem Herzen!
Dein
himmlischer Vater möchte, dass du frei wirst von den Wunden und Enttäuschungen
deiner Vergangenheit. Er möchte, dass du in Freiheit vorwärts gehen und deine
Bestimmung in Ihm erfüllen kannst.
Wenn
wir unser Herz wie eine ummauerte Stadt betrachten, können wir sehen, dass das
Tor zu dieser Stadt Vergebung ist. Vergebung ist ein mächtiges Werkzeug,
welches wir nutzen können, um unser Herz gegen die Angriffe des Feindes zu
schützen. Aus diesem Grund ist Satan stets eifrig bemüht, wenn es darum geht,
uns in Anschuldigungen zu verwickeln, die uns bitter werden lassen.
Vergebung ist die absolute Krönung unseres Vertrauens in Jesus Christus. Und
nur durch Vergebung können wir wahrhaftig frei sein, frei um vorwärts zu gehen,
losgelöst von der Vergangenheit. Vergebung ist ein uns gemachtes Geschenk,
jedoch eines, das wir gleichermaßen großzügig an andere weitergeben müssen.
Christus vergab uns
Seine Liebe zu uns ist
uneingeschränkt:
Die Güte des Herrn hat
kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist
deine Treue, o Herr! (Klagelieder 3:22-23),
doch seine Vergebung ist an
eine Bedingung geknüpft:
Euer Vater im Himmel wird
euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben.
Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird euch Gott eure Schuld auch
nicht vergeben." (Matthäus 6:14-15)
Von dieser Regel gibt es
keine Ausnahmen. Wir können zwar sagen, dass das an uns begangene Unrecht, das
wir in unserem Herzen fühlen, zu groß ist um von uns vergeben und losgelassen
zu werden, doch wenn wir nicht vergeben, wird uns dieses Unrecht für den Rest
unseres Lebens weiterquälen. Die Person, die uns verwundet hat, verursacht
immer wieder neuen Schmerz, jedesmal wenn wir daran denken – bis wir diese
Person Gott ausliefern und ihr vergeben. Das ist es, was Christus für uns getan
hat, und das ist es, was Er auch von uns erwartet.
Er
erwartet das Gleiche von uns
Als
Christus am Kreuz hing, wusste Er, dass Er im Begriff war aus Hass brutal
ermordet zu werden. Der Hass, den seine Mörder gegen Ihn empfanden, war in der
Tat ein großes Unrecht. Sie töteten Ihn nicht "einfach", sondern
schlugen und demütigten Ihn während Er an diesem Kreuz hing, sie hörten nicht
auf, ihn zu verspotten und zu beleidigen (siehe Matthäus 27:39). Er war unschuldig
und sie waren schuldig. Er starb für sie und sie verspotteten Ihn. Mehr noch, während
Er ihre Quälereien ertrug, griff Er nochmal hinunter zu Seinen letzten
Kraftreserven um in Seinem geschwächten Zustand unter großer Anstrengung zu
ihrer Verteidigung zu sprechen. Er sagte: Vater, vergib ihnen, denn sie
wissen nicht, was sie tun." (Lukas 23:34)
Ihr
Unrecht war groß, aber Seine Vergebung war größer. Und nicht weniger erwartet
Er von uns. Er wusste, dass die Menschen, die Ihn verletzten, nicht Seine
Feinde waren. Er betrachtete sie als unschuldige Opfer, die manipuliert und
benutzt worden waren von Seinem Feind, Satan. Wir müssen erkennen, dass hinter
jedem Angriff unser Widersacher, der Teufel, steckt. Und er "schleicht
umher, wie ein hungriger Löwe und wartet auf ein Opfer, das er verschlingen
kann" (1. Petrus 5:8). Sein Angriffsziel ist nicht die Person, die dich
angegriffen hat, sein eigentliches Ziel bist du. Sein Plan ist es, dich dazu zu
bekommen, dass du an dieser Verletzung festhältst und damit die Tür zur
Unversöhnlichkeit öffnest. Wenn ihm das gelingt, kann er eine Vielzahl an
Quälgeistern einbringen, die dich mit deiner Vergangenheit quälen. Unserer
Vergangenheit ist es dann gestattet unsere Gegenwart in Besitz zu nehmen, und
das sündhafte Verhalten, welches uns vergeben und von dem wir befreit wurden,
kehrt plötzlich zurück und versucht, in unseren Herzen Wurzeln zu schlagen.
Die Bibel erzählt in Matthäus 18, die Geschichte "eines Königs, der mit
seinen Verwaltern abrechnen wollte". Ihm wurde klar, dass einer seiner
Diener ihm zehntausend Talente schuldete, also ließ er den Mann zu sich
bringen. Er ordnete an, dass der Mann mitsamt seines ganzen Haushaltes verkauft
werden sollte um so seine Schulden zu begleichen. Doch der Mann fiel vor dem
König nieder und flehte ihn an: 'Herr, hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles
bezahlen.' Da hatte der König Mitleid. Er gab ihn frei und erließ ihm seine
Schulden. (Matthäus 18:26-27)
Gleich nachdem der Diener
seinen König verlassen hatte, traf er auf einen Mann, der ihm Geld schuldete
und forderte von diesem die Begleichung seiner Schuld. Als jener Mann, da er
nicht zahlen konnte, um Gnade bat, ließ ihn der Diener ins Gefängnis werfen bis
die Schuld vollständig bezahlt werden könnte. Die anderen Diener des
königlichen Haushalts hatten die ganze Angelegenheit mitverfolgt und gingen nun
zum König um zu berichten, was dieser Diener getan hatte. Der König ließ den
Mann, dem er die Schulden erlassen hatte, zu sich kommen und sagte: 'Was bist
du doch für ein hartherziger Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen,
weil du mich darum gebeten hast. Hättest du da nicht auch mit deinem Mitknecht
Erbarmen haben können, so wie ich mit dir?' Zornig übergab er ihn den
Folterknechten. Sie sollten ihn erst dann wieder freilassen, wenn er alle seine
Schulden zurückgezahlt hätte. (Matthäus 18:32-34)
Frei
von erlittenem Unrecht
Wenn wir uns entscheiden, unserem Gegenüber nicht zu
vergeben, öffnen wir die Tür für unsere Vergangenheit, die zu uns zurückkehrt
um uns zu quälen. Es gibt eine sehr schmerzvolle Seite an der
Unversöhnlichkeit, von der Satan nicht möchte, dass wir uns mit ihr
beschäftigen. Er möchte dir das Gefühl geben, dass du etwas verlierst, wenn du
vergibst, doch tatsächlich hast du alles zu gewinnen und nur wenig zu
verlieren. Du erwirbst dir Frieden und Freude und verlierst die konstante Qual
der Erinnerung an das erlittene Unrecht. Du gewinnst die Liebe und Annahme
deines Himmlischen Vaters. Du verlierst die Ketten der Angst vor einer
möglichen Wiederholung der Ereignisse. Und du verlierst die qualvolle
"Berechtigung" in der sicheren kleinen Gefängniszelle deiner
Vergangenheit zu leben.
Mit einem Mal bist du frei, dich vorwärts zu bewegen. Du brauchst nur noch
zurückzublicken um zu sehen, wie weit du von deinem "alten Ich" schon
entfernt bist, das jeden Angriff in die Schatzkiste deines Gedächtnisses sicher
eingeschlossen hatte. Das "alte Ich" hätte dann (auf Satans Befehl)
die Verwundungen der Vergangenheit wieder hervorgeholt, nur damit sie dich wieder
und wieder verletzen könnten während du sie in deinen Gedanken hin- und
herwälzt.
Ihr
Lieben, folgendes darf keiner von uns vergessen: Du bist ein Kind des Königs!
Dein Himmlischer Vater regiert die Welt und du bist sein Erbe/seine Erbin. Dein
Leben gehört Ihm, die schmerzvollen Ereignisse deiner Vergangenheit
eingeschlossen. Er ist sehr um dich bemüht! Er hat für einen Weg, hinaus aus
dem Schmerz, gesorgt: du musst nur das Schloss öffnen und die Ketten entfernen
... du musst nur vergeben.
Dein
Vater im Himmel möchte, dass du frei bist von dem Unrecht; frei um vorwärts zu
gehen und deine Bestimmung in Ihm zu erfüllen. Während du dich der Erfüllung
deiner Berufung näherst, die Gott auf dein Leben gelegt hat, wird Satan
versuchen, Umstände herbeizuführen, die zu Unversöhnlichkeit führen. Enttäusche
ihn und vergib. Satan will nicht, dass du deine Bestimmung erfüllst, und er
weiß, wenn er dich zur Unversöhnlichkeit verführen kann, wirst du das auch
nicht.
Diese eine Person, die dich
verletzt hat, mag genau die sein, die Gott gebrauchen möchte um dich in deine
Bestimmung zu entlassen. Verletzungen und Kränkungen sind die Abschlussprüfung.
Vergebung bringt dir eine "1+" ein! Unversöhnlichkeit lässt dich mit
einem "Nicht bestanden" zurück und du wirst diese Prüfung so lange
wiederholen müssen, bis du sie bestanden hast.
Eine gründliche Reinigung
Ertraget einander, und
seid bereit, einander zu vergeben, selbst wenn ihr glaubt, im Recht zu sein.
Denn auch Christus hat euch vergeben.
(Kolosser 3:13)
Ich bin durch eine Zeit
meines Lebens gegangen, in der Gott beschlossen hatte, mein Herz gründlich zu
reinigen. Ich benutze den Begriff "gründlich" weil er gleichbedeutend
ist mit "vollständig und absolut". Mein Vater legte seine Axt an die
Wurzel der Unversöhnlichkeit in meinem Herzen und ließ nicht nach, bis die
Arbeit getan war. Während dieser Zeit meines Lebens gestattete Gott mir nicht,
in der Sünde der Unversöhnlichkeit auch nur im geringsten Trost oder Bequemlichkeit
zu finden, egal, welcher Art die Verletzung war oder wer benutzt worden war um
mich zu kränken.
Oft sind es die, die uns am
nächsten stehen, die Satan benutzen wird um uns am meisten zu verletzen. Es ist
einfach, der Kassiererin im Supermarkt zu vergeben, wenn sie uns nicht den
gebührenden Respekt entgegenbringt. Doch wenn die, die wir lieben unser
Vertrauen missbrauchen, hinterlässt das eine viel tiefere Wunde und wir müssen
Dynamik beweisen in der Konsequenz unserer Liebe für sie. Die Liebe zu ihnen,
die wir uns erhalten, bewahrt uns vor Ausübung von Vergeltungsmaßnahmen. Liebe
ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch
nachtragend. (1. Korinther 13:5)
Dynamische Verteidigung
Der Feind wird versuchen
unseren Mund dazu zu benutzen, jene, die wir lieben, anzuklagen. Wir können
ihnen mit aggressiver Verurteilung gegenüberstehen, mit unserem erhobenen
Zeigefinger vor ihrem Gesicht herumwedeln und Satans Worte der Verdammung aus
unserem Munde herausschleudern.
ODER
Wir können von Gott dazu gebraucht
werden, diejenigen mit Dynamik zu verteidigen, die uns Unrecht zugefügt haben.
Satan kann sie nicht verurteilen, wenn wir, als die Menschen, die von ihnen
verletzt wurden, zu ihrer Verteidigung aufstehen.
Als Aaron und Miriam ihrem
Bruder Mose Vorwürfe machten, weil er eine Kuschiterin zur Frau genommen hatte
(siehe 4. Mose 12), entbrannte der Zorn des Herrn gegen sie. Miriam wurde mit
Lepra geschlagen, aber Mose trat als Fürsprecher für sie ein. Da rief Mose
zum Herrn: "O Gott, mach sie bitte wieder gesund!" (4. Mose
12:13) Mose war nicht derjenige gewesen, der gesündigt hatte, aber nun ist er
derjenige, der Gott um Vergebung für seine Schwester anruft. Er hatte das Recht
und die Autorität als Fürbitter für sie einzutreten, weil er entschieden hatte,
ihr zu vergeben. Wenn wir lieben, werden wir Satan nicht erlauben, uns zu
benutzen um zu verurteilen und anzuklagen. Wir können von Gott dazu gebraucht
werden, ihre Sünden zu bedecken. Nächstes Mal sind vielleicht wir an der Reihe,
dass uns vergeben werden muss und vielleicht werden sie dann von Gott gebraucht
werden um uns zu verteidigen.
Es ist nicht immer leicht zu
vergeben, aber es ist notwendig; es ist das, was Jesus von uns fordert. Er
erwartet, dass wir handeln wie Er selbst es getan hat. Selbst während sie Ihn
töteten bat Er für ihre Vergebung.
Lass uns dies gemeinsam
beten:
Lieber Vater,
bitte decke Bereiche der
Unversöhnlichkeit in meinem Herzen auf und hilf mir, sie Dir zu übergeben. Ich
entscheide mich, denen zu vergeben, die dazu benutzt worden sind mich zu
verletzen, weil ich mehr von Dir haben möchte.
Sprich laut die Namen derer
aus, die dich verletzt und gekränkt haben. Betrachte sie als Opfer von Satan´s
Manipulationen, mit dem Zweck, dich zu verletzen und setze sie frei, indem du
sagst, dass du ihnen vergibst. Bete für sie und segne sie. Nun geh, und erfülle
deine Bestimmung!
(Auszug aus dem Buch "The Birth of Your
Destiny" (Die Geburt deiner Bestimmung) von Victoria Boyson)
Übersetzung:
Gabriele Kohlmann
Originaltitel: Forgiveness – The Gate
to Your Heart
Verfasserin: Victoria Boyson http://www.boyson.org
Quelle: www.elijahlist.com
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