Mein Kind Andacht

Angedacht.eu
täglich Gottes Wort

Andachten

Home

Feedback

Gästebuch

Impressum

Andacht vom 16. November 2007.

Glaube

Bibel

Mein Kind...

Beziehung zu Gott

Jahreszeiten

Ermutigung

Spezial


Andachten
 


Vergebung - das Tor zu deinem Herzen!

 

 

Dein himmlischer Vater möchte, dass du frei wirst von den Wunden und Enttäuschungen deiner Vergangenheit. Er möchte, dass du in Freiheit vorwärts gehen und deine Bestimmung in Ihm erfüllen kannst.

 

Wenn wir unser Herz wie eine ummauerte Stadt betrachten, können wir sehen, dass das Tor zu dieser Stadt Vergebung ist. Vergebung ist ein mächtiges Werkzeug, welches wir nutzen können, um unser Herz gegen die Angriffe des Feindes zu schützen. Aus diesem Grund ist Satan stets eifrig bemüht, wenn es darum geht, uns in Anschuldigungen zu verwickeln, die uns bitter werden lassen.

Vergebung ist die absolute Krönung unseres Vertrauens in Jesus Christus. Und nur durch Vergebung können wir wahrhaftig frei sein, frei um vorwärts zu gehen, losgelöst von der Vergangenheit. Vergebung ist ein uns gemachtes Geschenk, jedoch eines, das wir gleichermaßen großzügig an andere weitergeben müssen.


Christus vergab uns

Seine Liebe zu uns ist uneingeschränkt:

Die Güte des Herrn hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf, es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr! (Klagelieder 3:22-23),

doch seine Vergebung ist an eine Bedingung geknüpft:

Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird euch Gott eure Schuld auch nicht vergeben." (Matthäus 6:14-15)

Von dieser Regel gibt es keine Ausnahmen. Wir können zwar sagen, dass das an uns begangene Unrecht, das wir in unserem Herzen fühlen, zu groß ist um von uns vergeben und losgelassen zu werden, doch wenn wir nicht vergeben, wird uns dieses Unrecht für den Rest unseres Lebens weiterquälen. Die Person, die uns verwundet hat, verursacht immer wieder neuen Schmerz, jedesmal wenn wir daran denken – bis wir diese Person Gott ausliefern und ihr vergeben. Das ist es, was Christus für uns getan hat, und das ist es, was Er auch von uns erwartet.

Er erwartet das Gleiche von uns

 

Als Christus am Kreuz hing, wusste Er, dass Er im Begriff war aus Hass brutal ermordet zu werden. Der Hass, den seine Mörder gegen Ihn empfanden, war in der Tat ein großes Unrecht. Sie töteten Ihn nicht "einfach", sondern schlugen und demütigten Ihn während Er an diesem Kreuz hing, sie hörten nicht auf, ihn zu verspotten und zu beleidigen (siehe Matthäus 27:39). Er war unschuldig und sie waren schuldig. Er starb für sie und sie verspotteten Ihn. Mehr noch, während Er ihre Quälereien ertrug, griff Er nochmal hinunter zu Seinen letzten Kraftreserven um in Seinem geschwächten Zustand unter großer Anstrengung zu ihrer Verteidigung zu sprechen. Er sagte: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." (Lukas 23:34)

 

Ihr Unrecht war groß, aber Seine Vergebung war größer. Und nicht weniger erwartet Er von uns. Er wusste, dass die Menschen, die Ihn verletzten, nicht Seine Feinde waren. Er betrachtete sie als unschuldige Opfer, die manipuliert und benutzt worden waren von Seinem Feind, Satan. Wir müssen erkennen, dass hinter jedem Angriff unser Widersacher, der Teufel, steckt. Und er "schleicht umher, wie ein hungriger Löwe und wartet auf ein Opfer, das er verschlingen kann" (1. Petrus 5:8). Sein Angriffsziel ist nicht die Person, die dich angegriffen hat, sein eigentliches Ziel bist du. Sein Plan ist es, dich dazu zu bekommen, dass du an dieser Verletzung festhältst und damit die Tür zur Unversöhnlichkeit öffnest. Wenn ihm das gelingt, kann er eine Vielzahl an Quälgeistern einbringen, die dich mit deiner Vergangenheit quälen. Unserer Vergangenheit ist es dann gestattet unsere Gegenwart in Besitz zu nehmen, und das sündhafte Verhalten, welches uns vergeben und von dem wir befreit wurden, kehrt plötzlich zurück und versucht, in unseren Herzen Wurzeln zu schlagen.


Die Bibel erzählt in Matthäus 18, die Geschichte
"eines Königs, der mit seinen Verwaltern abrechnen wollte". Ihm wurde klar, dass einer seiner Diener ihm zehntausend Talente schuldete, also ließ er den Mann zu sich bringen. Er ordnete an, dass der Mann mitsamt seines ganzen Haushaltes verkauft werden sollte um so seine Schulden zu begleichen. Doch der Mann fiel vor dem König nieder und flehte ihn an: 'Herr, hab noch etwas Geduld! Ich will ja alles bezahlen.' Da hatte der König Mitleid. Er gab ihn frei und erließ ihm seine Schulden. (Matthäus 18:26-27)

Gleich nachdem der Diener seinen König verlassen hatte, traf er auf einen Mann, der ihm Geld schuldete und forderte von diesem die Begleichung seiner Schuld. Als jener Mann, da er nicht zahlen konnte, um Gnade bat, ließ ihn der Diener ins Gefängnis werfen bis die Schuld vollständig bezahlt werden könnte. Die anderen Diener des königlichen Haushalts hatten die ganze Angelegenheit mitverfolgt und gingen nun zum König um zu berichten, was dieser Diener getan hatte. Der König ließ den Mann, dem er die Schulden erlassen hatte, zu sich kommen und sagte: 'Was bist du doch für ein hartherziger Mensch! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich darum gebeten hast. Hättest du da nicht auch mit deinem Mitknecht Erbarmen haben können, so wie ich mit dir?' Zornig übergab er ihn den Folterknechten. Sie sollten ihn erst dann wieder freilassen, wenn er alle seine Schulden zurückgezahlt hätte. (Matthäus 18:32-34)

Frei von erlittenem Unrecht

 

Wenn wir uns entscheiden, unserem Gegenüber nicht zu vergeben, öffnen wir die Tür für unsere Vergangenheit, die zu uns zurückkehrt um uns zu quälen. Es gibt eine sehr schmerzvolle Seite an der Unversöhnlichkeit, von der Satan nicht möchte, dass wir uns mit ihr beschäftigen. Er möchte dir das Gefühl geben, dass du etwas verlierst, wenn du vergibst, doch tatsächlich hast du alles zu gewinnen und nur wenig zu verlieren. Du erwirbst dir Frieden und Freude und verlierst die konstante Qual der Erinnerung an das erlittene Unrecht. Du gewinnst die Liebe und Annahme deines Himmlischen Vaters. Du verlierst die Ketten der Angst vor einer möglichen Wiederholung der Ereignisse. Und du verlierst die qualvolle "Berechtigung" in der sicheren kleinen Gefängniszelle deiner Vergangenheit zu leben.


Mit einem Mal bist du frei, dich vorwärts zu bewegen. Du brauchst nur noch zurückzublicken um zu sehen, wie weit du von deinem "alten Ich" schon entfernt bist, das jeden Angriff in die Schatzkiste deines Gedächtnisses sicher eingeschlossen hatte. Das "alte Ich" hätte dann (auf Satans Befehl) die Verwundungen der Vergangenheit wieder hervorgeholt, nur damit sie dich wieder und wieder verletzen könnten während du sie in deinen Gedanken hin- und herwälzt.

 

Ihr Lieben, folgendes darf keiner von uns vergessen: Du bist ein Kind des Königs! Dein Himmlischer Vater regiert die Welt und du bist sein Erbe/seine Erbin. Dein Leben gehört Ihm, die schmerzvollen Ereignisse deiner Vergangenheit eingeschlossen. Er ist sehr um dich bemüht! Er hat für einen Weg, hinaus aus dem Schmerz, gesorgt: du musst nur das Schloss öffnen und die Ketten entfernen ... du musst nur vergeben.

 

Dein Vater im Himmel möchte, dass du frei bist von dem Unrecht; frei um vorwärts zu gehen und deine Bestimmung in Ihm zu erfüllen. Während du dich der Erfüllung deiner Berufung näherst, die Gott auf dein Leben gelegt hat, wird Satan versuchen, Umstände herbeizuführen, die zu Unversöhnlichkeit führen. Enttäusche ihn und vergib. Satan will nicht, dass du deine Bestimmung erfüllst, und er weiß, wenn er dich zur Unversöhnlichkeit verführen kann, wirst du das auch nicht.

Diese eine Person, die dich verletzt hat, mag genau die sein, die Gott gebrauchen möchte um dich in deine Bestimmung zu entlassen. Verletzungen und Kränkungen sind die Abschlussprüfung. Vergebung bringt dir eine "1+" ein! Unversöhnlichkeit lässt dich mit einem "Nicht bestanden" zurück und du wirst diese Prüfung so lange wiederholen müssen, bis du sie bestanden hast.

Eine gründliche Reinigung

Ertraget einander, und seid bereit, einander zu vergeben, selbst wenn ihr glaubt, im Recht zu sein. Denn auch Christus hat euch vergeben. (Kolosser 3:13)

Ich bin durch eine Zeit meines Lebens gegangen, in der Gott beschlossen hatte, mein Herz gründlich zu reinigen. Ich benutze den Begriff "gründlich" weil er gleichbedeutend ist mit "vollständig und absolut". Mein Vater legte seine Axt an die Wurzel der Unversöhnlichkeit in meinem Herzen und ließ nicht nach, bis die Arbeit getan war. Während dieser Zeit meines Lebens gestattete Gott mir nicht, in der Sünde der Unversöhnlichkeit auch nur im geringsten Trost oder Bequemlichkeit zu finden, egal, welcher Art die Verletzung war oder wer benutzt worden war um mich zu kränken.

Oft sind es die, die uns am nächsten stehen, die Satan benutzen wird um uns am meisten zu verletzen. Es ist einfach, der Kassiererin im Supermarkt zu vergeben, wenn sie uns nicht den gebührenden Respekt entgegenbringt. Doch wenn die, die wir lieben unser Vertrauen missbrauchen, hinterlässt das eine viel tiefere Wunde und wir müssen Dynamik beweisen in der Konsequenz unserer Liebe für sie. Die Liebe zu ihnen, die wir uns erhalten, bewahrt uns vor Ausübung von Vergeltungsmaßnahmen. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. (1. Korinther 13:5)

Dynamische Verteidigung

Der Feind wird versuchen unseren Mund dazu zu benutzen, jene, die wir lieben, anzuklagen. Wir können ihnen mit aggressiver Verurteilung gegenüberstehen, mit unserem erhobenen Zeigefinger vor ihrem Gesicht herumwedeln und Satans Worte der Verdammung aus unserem Munde herausschleudern.

ODER

Wir können von Gott dazu gebraucht werden, diejenigen mit Dynamik zu verteidigen, die uns Unrecht zugefügt haben. Satan kann sie nicht verurteilen, wenn wir, als die Menschen, die von ihnen verletzt wurden, zu ihrer Verteidigung aufstehen.

Als Aaron und Miriam ihrem Bruder Mose Vorwürfe machten, weil er eine Kuschiterin zur Frau genommen hatte (siehe 4. Mose 12), entbrannte der Zorn des Herrn gegen sie. Miriam wurde mit Lepra geschlagen, aber Mose trat als Fürsprecher für sie ein. Da rief Mose zum Herrn: "O Gott, mach sie bitte wieder gesund!" (4. Mose 12:13) Mose war nicht derjenige gewesen, der gesündigt hatte, aber nun ist er derjenige, der Gott um Vergebung für seine Schwester anruft. Er hatte das Recht und die Autorität als Fürbitter für sie einzutreten, weil er entschieden hatte, ihr zu vergeben. Wenn wir lieben, werden wir Satan nicht erlauben, uns zu benutzen um zu verurteilen und anzuklagen. Wir können von Gott dazu gebraucht werden, ihre Sünden zu bedecken. Nächstes Mal sind vielleicht wir an der Reihe, dass uns vergeben werden muss und vielleicht werden sie dann von Gott gebraucht werden um uns zu verteidigen.

Es ist nicht immer leicht zu vergeben, aber es ist notwendig; es ist das, was Jesus von uns fordert. Er erwartet, dass wir handeln wie Er selbst es getan hat. Selbst während sie Ihn töteten bat Er für ihre Vergebung.

Lass uns dies gemeinsam beten:

Lieber Vater,

bitte decke Bereiche der Unversöhnlichkeit in meinem Herzen auf und hilf mir, sie Dir zu übergeben. Ich entscheide mich, denen zu vergeben, die dazu benutzt worden sind mich zu verletzen, weil ich mehr von Dir haben möchte.

Sprich laut die Namen derer aus, die dich verletzt und gekränkt haben. Betrachte sie als Opfer von Satan´s Manipulationen, mit dem Zweck, dich zu verletzen und setze sie frei, indem du sagst, dass du ihnen vergibst. Bete für sie und segne sie. Nun geh, und erfülle deine Bestimmung!

 (Auszug aus dem Buch "The Birth of Your Destiny" (Die Geburt deiner Bestimmung) von Victoria Boyson) 

Übersetzung: Gabriele Kohlmann

 Originaltitel: Forgiveness – The Gate to Your Heart

Verfasserin: Victoria Boyson http://www.boyson.org

Quelle: www.elijahlist.com

 

Ein Projekt von Christliche Autoren und pdh-ichtys © 2007