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Andacht vom 18. März 2008.

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Geduld und Züchtigung




Ungeduldig war ich irgendwie schon immer. Und die Züchtigungen, die mir als Kind durch den leiblichen Vater zuteil wurden, waren unangenehm und ich wäre ihnen lieber entgangen. - Denkbar schlechte Voraussetzungen also um mit Gottes Handeln klar zu kommen.

Ich denke dabei an das zwölfte Kapitel des Hebräerbriefes, wo es heisst:

"Was ihr erduldet, ist zur Züchtigung: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?" (Hebr. 12,7)


Gerade als Kind Gottes ist Geduld also eine gefragte Tugend. Geduld heisst hier ja vor allem erdulden. Wenn unsere Geduld auf die Probe gestellt wird, erdulden wir immer etwas. Beides gehört eng zusammen. Und dann dient das Erdulden auch noch der Züchtigung. Das scheint auf den ersten Blick ein wenig hart. Sicher kommt es einem Christen manchmal auch so vor. Dann wiederum gehen die Gedanken zu dem, was Jesus erdulden musste. Immerhin - er war völlig schuldlos und hätte wahrlich nichts erdulden müssen. Wenn ich also so auf Jesus schaue, relativiert sich meine Ungeduld doch ganz erheblich. Und mir wird klar, dass ich es gut habe. Denn als Sünder, der allein durch Gottes Gnaden freigesprochen wurde, habe ich nun wirklich kein Anrecht auf ein stressfreies, widerstands- und zuchtloses Leben. Und doch geht es jedem von uns weit besser als es Jesus gegangen sein musste, als er das Schlimmste durchmachen musste, was zur damaligen und auch heutigen Zeit vorstellbar war. Wenn ich es so sehe, kann ich die Züchtigung als Vorrecht erkennen, so wie Gott es für uns sieht. Denn wir sind Kinder Gottes und keine Bastarde, wie es ganz unverblümt in Hebr. 12,8 formuliert wird.

Danke, Jesus, dass ich diesen Blick haben darf und mich dann sogar freue, dass ich gezüchtigt werde. Weil es ein Kennzeichen der Sohnschaft ist. Wäre es nicht so, würde ich ohne Züchtigung leben, erst dann sollte ich mir ernsthafte Gedanken machen.

"Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet! (Hebr. 12,3)


Eckart Haase




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