Die Sterbegeldversicherung
Auf einem Seminar zum Thema Versicherungen habe ich kürzlich erfahren, dass es eine Versicherung gibt, die besonders schwer an den Mann oder die Frau zu kriegen ist: Die Sterbegeldversicherung. Grund: Über das Thema Sterben spricht man nicht gerne. Die Gewissheit des eigenen Todes wird verdrängt oder man schiebt das Thema auf die lange Bank. Versicherungsvertreter nehmen das Wort Sterbegeldversicherung daher kaum noch in den Mund, man spricht lieber vom „Hinterbliebenenschutz“. Das klingt unverfänglicher und führt nicht zu einer peinlich berührten Gesprächssituation mit dem potentiellen Kunden.
Dabei sollte der eigene Tod das wichtigste Thema des ganzen Lebens sein. Denn die Frage lautet: Was kommt danach? Bei evangelistischen Einsätzen fragen wir die Menschen gerne: „Wenn du heute sterben würdest und Gott fragt dich: ‚Warum soll ich dich zu mir lassen?’ was würdest du ihm antworten?“
Die Frage ist ziemlich direkt, aber sie ist auch wirkungsvoll. Sie bewirkt ein Auseinandersetzen mit der eigenen Sterblichkeit. Und man erfährt auch viel über den geistlichen Standort eines Menschen. Die meisten Menschen antworten auf diese Frage: „Weil ich doch ein ganz passabler Mensch bin“. Das ist dann ein guter Einstieg, um vom Evangelium und den eigenen Erfahrungen mit Jesus zu berichten.
Hartgesottene Atheisten gibt es nur ganz wenige. In Deutschland gibt es rund ein Drittel Konfessionslose. Aber das bedeutet nicht, dass sie eine atheistische Einstellung haben. Den meisten ist die Sache mit Gott schlichtweg egal. Es könnte ihn geben, vielleicht aber auch nicht. Man hat ja nichts gegen Jesus, aber eine Entscheidung für ihn hält man nicht für notwendig. Das ist eine lebensgefährliche Einstellung. So gefährlich, dass es keine Versicherung dafür gibt, das Risiko wäre viel zu hoch und die Prämien unbezahlbar. Und was sollte man in der Hölle auch schon noch groß anfangen mit der Versicherungssumme?
In der Bibel heisst es:
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Psalm 90, 12)
Eine Sterbegeldversicherung mag für die Angehörigen ganz sinnvoll sein, so bleiben sie nicht auf den Beerdigungskosten sitzen. Aber das Leben an sich lässt sich nicht versichern. Auch Lebensversicherungen gelten nur für das irdische Dasein, die Ewigkeit ist nicht mit abgesichert. Wer aber Jesus Christus glaubt und ihn zu Lebzeiten annimmt, der hat ausgesorgt. Und dann lässt sich auch dieses Leben, bei allen Problemen die es immer mal gibt, gelassen und souverän meistern.
„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Johannes 3,16)
Eckart Haase