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Andacht vom 20. März 2009.

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Loslassen können



Nichts prägt einen Menschen so sehr wie seine ersten drei Lebensjahre, und schon im Mutterleib spürt ein Kind, ob es geliebt wird und gewollt ist. Das alles prägt fürs Leben. Und mal ehrlich: Gibt es nicht Einiges aus unserer Vergangenheit, das uns nicht los lässt und uns noch gefangen hält? Ein Verlust oder eine Kränkung? Oder sind wir mit unseren Herzen noch in der Vergangenheit, im Früher, wo alles angeblich viel besser war?

Kurz und gut: Wir wissen zwar, dass das letzte Hemd keine Taschen hat, doch wir können nicht loslassen. Das lähmt uns. Das lässt uns zur Salzsäule erstarren. Davon habe ich in der Bibel auch gelesen:

"Erinnert euch an Lots Frau!"
(Lukas 17:32)

"Seine Frau sah sich inter ihm um und wurde zu einer Salzsäule."
(1. Mose 19:26)

Ja, wir müssen uns an Lots Frau erinnern: Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes zur Salzsäule erstarrt. Im übertragenen Sinne geht es uns - wie wir gerade gesehen haben - oft sehr ähnlich. Unser Herz hängt oft noch an Geschehnissen in der Vergangenheit, sei es in Liebe oder im Hass. Und manche Verwundung müssen wir aufarbeiten durch einen Psychologen.

Doch wir müssen los lassen können, wenn wir uns auf Jesus einlassen. Wir müssen neu anfangen können. Wir müssen vielleicht Freundschaften, sicher aber alte Gewohnheiten aufgeben.

Als Jünger Jesu sind wir Knechte auf dem Acker Gottes. Diesen Acker gilt es zu pflügen, zu bestellen. Noch kurz nach dem Ende des Krieges wurden selbst in Deutschland Felder mit Ochsen gepflügt. In den Entwicklungsländern ist es heute noch so. Genauso war es auch zu Jesu Zeiten. Da wurde auch mit Ochsen gepflügt.

Das ist nicht so einfach: Man muss - wenn man mit einem Ochsen pflügt - gerade aus gucken, sich einen imaginären Punkt suchen, auf den man sich zu bewegt. Nur so wird die Pfurche gerade und das Feld brauchbar. Nur so kann gesät und geerntet werden. Deshalb mahnt uns Jesus dazu, nicht zurück zu schauen, sondern los zu lassen. Dazu lesen wir:

"Jesus aber sprach zu ihm: 'Niemand, der die Hand an den Pflug gelegt hat und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes."
(Lukas 9:62).

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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