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Andacht vom 20. August 2008.

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Entzweihung um Jesu willen




Ja, wenn man Christ ist, dann bezieht man eindeutig Position, dann lernt man, anders zu denken und entsprechend zu reden und zu handeln. Echtes Christsein ist kein Lippenbekenntnis, sondern gelebter Glaube.

Man hat eine eindeutige Position, eine eigene Meinung, eine andere Sicht der Dinge als die Mehrheit. Und weil man sich auch in seinem Charakter verändert, ändert man ebenso seine Gewohnheiten. Man wirkt oft befremdend auf sein gewohntes Milieu.

Man kennt auch seine Verantwortung und spricht darüber, dass Jesus der einzige Weg ist, die Wahrheit und das Leben und dass es kein Heil gibt ausserhalb von Jesus. Damit setzt man sich dem Vorwurf aus, ein religiöser Spinner zu sein.

Man ist eben nicht mehr aalglatt, mit seiner Meinung austauschbar und wässerig, sondern eindeutig, geradlinig. Man beugt sich nicht mehr dem Gruppendruck, auch nicht dem innerhalb der eigenen Familie. Faule Kompromisse waren und sind Jesu Sache nicht. Er fordert zu einem klaren Ja oder Nein auf. Doch anders geht es nicht! Entweder / Oder: Ich kann nicht diese Predigt schreiben und es gleichzeitig lassen.

Wer eine bestimmte Meinung vertritt, muss dies auch in seinem Leben zeigen: Es passt nicht zusammen, wenn man vom Tierschutz spricht und sich Eier aus Käfighaltung kauft. Ich kann niemanden von Sanftmut und Friedfertigkeit überzeugen, wenn ich ihn brutalstmöglich verprügele.

Christ sein erfordert Standhaftigkeit und Festigkeit. Man ist nicht nur sonntags oder unter der Woche nur im Gebetskreis oder beim Bibelabend Christ, man ist es immer, 24 Stunden täglich, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat ... Man ist es in jedem noch so kleinen Sekundenbruchteil, auch wenn es deswegen "Stress" gibt.

Und doch: Nur so geht es. Nur so finden wir wahres, ewiges Leben. Nur so geht es voran. Nur so werden wir langfristig gewinnen. Und das will Jesus uns sagen in Matthäus 10:34-39:

"Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden."

Mit den besten Segenswünschen
Euer


Markus Kenn



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