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Andacht vom 20. Dezember 2007 .

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Der verlorene Sohn - oder:Was hat das mit MIR zu tun?




Die Geschichte vom verlorenen Sohn in Lukas Kapitel 15, Verse 11 - 32 habe ich oft gelesen. Ich war entsetzt darüber, wie ein Sohn seine herausragende Stellung einfach so aufgibt, sich auszahlen lässt und das ganze schöne Geld verplempert. Er trinkt, er feiert, er verlässt sich auf falsche Freunde und wirft auch moralische Bedenken über Bord. Die Liebe seines Vaters und seiner Familie wirft er einfach so über Bord.

"Mir", so dachte ich oft, "könnte das nicht passieren! Ich wäre nicht so dumm und so leichtfertig!" - Wäre ich nicht?

Dann fällt mir mein Leben ein: In der Schule habe ich geschumelt und gemoggelt oder einen Klassenkameraden nur deswegen verpetzt, um selbst in einem besseren Licht dazu stehen. Ich hatte keine Skrupel, einen anderen zu verleumden oder schlecht zu machen. Lügen - so entschuldigte ich mich - tut doch jeder, und ein kleiner Diebstahl oder eine kleine Betrügerei ist doch im Preis sowieso einkalkuliert ....

Als Soldat und auch während meiner Zeit als deutscher Zivilangestellter bei der US-Army qualmte ich wie ein Schlot, und ich konsumierte teilweise riesige Mengen an Alkohol. Zweifelhafte Lokale übten auf mich eine nicht geringe Faszination aus.

Himmel, - nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich war keinen Deut besser als dieser verlorene Sohn, ich hatte verspielt. Das Angebot Gottes, Seinen Reichtum, Seine Güte, Seine Liebe zu mir hatte ich ausgeschlagen. Die Schuld: Übergross stand sie vor mir, und hätte Gott mir nicht vergeben, dann wäre ich verloren.

Wie der verlorene Sohn kam ich zurück zu Gott, eingedenk meiner Schuld. Und Gott, - was tat Er? Er hätte Grund genug gehabt, mich im wahrsten Sinne des Wortes zum Teufel zu schicken und in die Hölle zu stecken. Doch Er - Gott - vergab mir, nahm mich an, machte mich neu.

Das ist Gnade, die ich nicht fassen kann. Das ist Liebe, die ich nicht zu beschreiben vermag. Und es zeigt, dass wir zu Gott zurück kommen können, ganz gleich, wie tief wir gesunken sind. Gott wird uns retten, befreien, neu einkleiden. Übergross ist Seine Güte. Er kommt - trotz Seiner Majestät - uns noch entgegen gelaufen. Er nimmt uns in Seine starken Arme. Er nimmt uns an. Er freut sich auf unsere Wiederkehr. Wir waren tot; Er macht uns lebendig.

Vor Gott bin ich weg gelaufen in die Finsternis. Ich lief in Tod und Verderben, obendrein auch noch sehenden Auges. Aber dann bin ich umgekehrt. Ich war tot, Gott erweckte mich zum Leben, einem Leben in Fülle, allen Widernissen zum Trotz.

Auch Du kannst umkehren, zurückkommen, Seine Verzeihung erbitten und annehmen. Er lehnt Dich nicht ab. Und wenn Er einem so grossen Halunken wie mir vergeben kann, dann kann Er auch Dir vergeben. Ganz bestimmt. Gott liebt Dich. Und Er wartet auf Dich, den verlorenen Sohn. Und das gilt natürlich auch für die Töchter ohne Ausnahme. Also komm. Gott freut sich auf Dich!

Lies:

Lukas 15:11-32
Vom verlorenen Sohn
11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie. 13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen. 14 Als er nun all das Seine verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben 15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm. 17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. 19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen 26 und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. 27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. 29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich gewesen wäre. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. 32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.




Mit den besten Segenswünschen
Euer
Markus


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