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Die Lieblingsrechenart Gottes
Auch die Mathematik hat Gott uns geschenkt. Und auch Gott hat seine Lieblingsrechenart. In der Schule war Addieren immer meine Lieblingsrechenart klar, das ist wohl die Einfachste und zur Not kommt man hier auch mit seinen zehn Fingern schon recht weit. Doch ich habe entdeckt, dass Gott eine andere Rechenart besser findet.
Natürlich ist das Addieren nicht das Schlechteste für Gott. Er schuf erst einen Menschen, dann noch einen, dann waren es also schon zwei. Auch der Herr Jesus wählt sich seine Apostel aus, erst einen, dann noch einen, wieder einen, solange bis es zwölf Stück waren. Alles einfache Rechenaufgaben.
Und subtrahieren? Sicher, auch das gibt es bei Gott. Demjenigen, der zeitlebens nicht zu Jesus Christus umkehrt, wird alles genommen, was er hat. Doch ist das sicher nicht die Lieblingsrechenart Gottes. Denn Gott wünscht sich, dass ALLE Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen und errettet werden (1 Tim. 2,4).
Das Dividieren scheidet völlig aus. Das ist eher die Spielart des Teufel, der entzweit, der zerstört. Das griechische Verb „diabolo“ bedeutet übersetzt auch „auseinander dividieren“.
Kommen wir also zur Lieblingsrechenart Gottes, es bleibt ja auch nur noch eine übrig: Die Multiplikation! Gerade mal fünf Brote und zwei Fische hatten die Jünger übrig viel zu wenig, um eine große, hungrige Volksmenge zu speisen. Doch was tut Gott? Er
„blickte auf zum Himmel und dankte; und er brach die Brot und gab sie den Jüngern, die Jünger aber gaben sie den Volksmengen“ (Matthäus 14,19)
Und so wurden 5000 Menschen satt! Wenn das nicht göttliche Multiplikation ist.
Kurz nach dem Pfingstwunder war die Multiplikation besonders am Wirken. Hier breitete sich die Frohe Botschaft aus wie ein Lauffeuer. Petrus sprach die einfachen, aber deutlichen Worte „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi“ (Apostelgeschichte 2,38). Das Ergebnis: „Und es wurden an jenem Tage etwa 3000 Seelen hinzugetan“ (Vers 41). Auch das war in den Pionierzeiten der Gemeinde ein wahres Multiplikationswunder. Überall entstanden damals Gemeinden. Das Evangelium wurde von Petrus, Paulus und vielen anderen weiter verbreitet und multiplizierte sich so.
Auch ein Gleichnis zeigt uns, welches die Lieblingsrechenart Gottes ist (Matthäus 25,14ff). Einmal musste ein wohlhabender Mensch ausser Landes reisen. Zuvor übergab er seinen Knechten seine Habe. Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eines. Nach seiner Rückkehr wollte er sehen, wie seine Knechte sein Geld verwaltet hatten. Der erste Knecht hatte seine fünf Talente verdoppelt! Ihn lobte der Herr. Auch der zweite Knecht verdoppelte die Anzahl seiner Talente. Auch ihn nennt der Herr einen guten und treuen Knecht. Nur der dritte Knecht gab dem Herrn gerade mal das eine Talent wieder und erntete den Zorn seines Herrn
Und das Talent, welches wir erhalten haben ist das Evangelium. Es hat sich damals explosionsartig ausgebreitet und eigentlich sollte es das heute auch noch tun. Als Gottes Verwalter haben wir ein gewaltiges Pfund. Die frohe Botschaft ist das Wunderbarste, das wir einem anderen geben können. Wir sollten daher dafür beten, dass der Herr der Ernte uns befähigt und ermutigt, das uns anvertraute Evangelium weiter zu verbreiten, jedem nach seinen Möglichkeiten, denn niemand wird von Gott überfordert. Auch sollten wir darum bitten, dass Gott weitere Erntearbeiter beruft, um die große Ernte auch einzufahren.
Gott ist ein Gott der Multiplikation. Große Erweckungen hatten immer etwas Multiplikatives. Das sollte unser Gebet sein, dass vor dem Tag des Gerichts noch einmal eine Welle der Erweckung durch unsere Städte, das Land und den Erdkreis zieht.
Eckart Haase
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