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Andacht vom 22. Juli 2007.

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Beziehung zu Gott

Heilig, Heilig!




„Heilig, Heilig ist der Herr.“ - Sicherlich viele Christen kennen dieses bekannte Lied. Können wir es überhaupt richtig erfassen, was heilig bedeutet? Ich finde, gerade im Buch der Offenbarung wird diese Heiligkeit Gottes besonders betont:

„Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das andere, je sechs Flügel und (sind) ringsum und inwendig voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt!“ (Offb. 4,8)

In diesem Buch geht es um das Ende dieser Welt und um das Erstehen der Neuen. Hier wird Gottes Heiligkeit endgültig für uns offenbar. Im Moment ist diese Offenbarung Gottes für uns noch nicht völlig zu erfassen. Sicherlich haben wir eine Ahnung davon, was heilig eigentlich bedeutet. In der Theorie ist uns schon klar, was Heiligkeit meint: Vollkommenheit, Perfektion, Sündlosigkeit, Makellosigkeit. Aber aufgrund dieser anderen, zweiten Natur in uns, die das genaue Gegenteil von heilig darstellt, können wir selbst nie begreifen, was Heiligkeit wirklich bedeutet und wie sie sich anfühlt. Zumindest jetzt noch nicht. Und das, obwohl wir ja Heilige sind! Nicht umsonst adressiert der Apostel Paulus seine Briefe an die Heiligen in Rom, in Korinth oder in Ephesus. Das waren auch Menschen wie wir, aber doch Heilige – so wie wir. Nicht etwa, weil wir heilig wären, sondern weil Gott uns in den Stand der Heiligkeit versetzt hat.

„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat“ (1 Petrus 2,9)

Eigentlich unfassbar, dass Gott Sünder in den Stand der Heiligkeit versetzt. Dass das möglich ist, verdanken wir Jesus Christus. Um seinetwillen, nicht um unsretwillen stehen wir vor Gott als Heilige da. Denn uns wurde der Heilige Geist gegeben, der Tröster, der Jesus hier auf Erden vertritt. Und der Heilige Geist kann nur in Heiligen wohnen. Deswegen sind wir der Sünde ja auch gestorben.
„Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde.“ (Römer 6,7)

Deshalb muss ein Mensch von Neuem geboren werden, um den Heiligen Geist zu empfangen. Der alte Mensch muss erst sterben, bevor eine neue Kreatur in Gott aus ihm wird. Erst wenn der Mensch, der dem alten Adam folgte tot ist, kann er seinem neuen Herrn, dem neuen Adam nachfolgen. Und der neue Adam ist Jesus Christus.

Die christliche Widergeburt ist ein großes Geheimnis und ein großes Wunder dazu. Sie macht aus uns Heilige. Wahrlich können wir uns nichts darauf einbilden, denn dieses Geschenk verdanken wir allein dem Gnadenakt des Allmächtigen. Er ist derjenige, der allein schon immer heilig war und es immer sein wird. Deswegen kann in den Himmel kein Sünder kommen. Die Heiligkeit Gottes wäre sonst dahin. Es ist wie bei einem Vakuum. Wenn auch nur der geringste Anteil Luft hineingerät, ist das Vakuum zerstört. Es ist wie bei einem Orchester. Wenn nur ein einziges Instrument falsch spielt, ist die ganze Aufführung dahin. Und so ist es auch bei Gott. In seiner neuen Welt, der heiligen Stadt, dem neuen Jerusalem wird es nur Heilige geben. Ein Sünder wird diese Stadt nur betreten, wenn er von Gott freigesprochen wurde, wenn ihm seine Schuld vergeben wurde. Wir werden einst jede Menge Freigesprochene dort oben treffen, Menschen, die in ihrem Leben einst JA zu Jesus sagten. Menschen, die nicht nur toten Glauben in toten Gemeinden gelebt haben, sondern die als Sünder vor Gottes heiligen Thron traten und um Vergebung ihrer Schuld baten.
Was für ein großartiges Geschenk! Heilig, heilig ist der Herr. Ihm allein gebührt Anbetung, er allein ist wirklich gut. Danke, Jesus. Danke, dass Du es ermöglicht hast, dass wir diesen heiligen Gott einst sehen dürfen wie er ist.


Eckart Haase




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