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Andacht vom 22. September 2008.

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Heute Morgen lasen meine Frau und ich den Text aus der Apostelgeschichte 2, 1 - 13, worin es um die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu ging. Schon beim ersten Durchlesen kamen mir so viele selbstgemachte Lehren gerade über diesen Text in den Sinn, deren Entstehung beim einfachen und unvoreingenommenen Aufnehmen des Berichtes eigentlich gar nicht möglich wäre. Es wird von dem großen Brausen vom Himmel in den Tempel in Jerusalem hinein berichtet, wo etliche gläubige Juden und auch die Jünger versammelt waren. Gott goss seinen Heiligen Geist auf die Jünger aus und die fingen an, in irgendwelchen ihnen unbekannten Sprachen zu reden, ohne zu wissen, was sie redeten. Anwesende Menschen aus verschiedenen Ländern und Gegenden hörten sie in ihrer eigenen Muttersprache die großen Taten Gottes verkünden.

Unser Vater im Himmel handelte wieder einmal souverän diesmal mitten in eine Menschenmenge hinein. Der Heilige Geist kam nicht heimlich und leise zu den Jüngern, damit diese auch ja nicht irgendwie kompromitiert und dumm vor den Juden dastehen würden, sondern mit lautem Brausen vom Himmel vor allen Anwesenden. Wie oft verstecken wir unseren Herrn, der so gerne durch seinen Geist und durch uns an anderen handeln möchten mit den frömmsten Ausreden. Ich weiß da nicht nur ein Lied von zu singen. "Das wär doch jetzt dumm und unweise... Das würde die/der doch nicht verstehen." Wenn ich ehrlich gegen mich selbst gewesen wäre, war es doch immer nur meine Angst, von dem anderen für verrückt gehalten zu werden. Ein jüdischer Geschichtsschreiber berichtete damals sogar von außerhalb des Tempels als von einem großen Brausen und Getöse, deutet es aber im Hinblick auf die Zerstörung Jerusalem Jahre danach in Nachhinein als Gottes Gerichtsandrohung über die Stadt. Naja, es gab wohl etliche, die die Jünger für alkoholisiert oder verrückt hielten, einschließlich des Geschichtsschreibers.

Abgesehen von allem Spektakulären und allem Entsetzen der Menschen über das Ungewohnte und Noch-Nie-Erlebte kommt auch in dieser Begebenheit das individuelle Handeln Gottes voller Liebe und Zuwendung zu jedem Einzelnen zum Vorschein, indem er die Juden verschiedener sprachlicher Herkunft über die Jünger jeden persönlich in seiner Muttersprache anspricht und ihnen von großen Taten Gottes erzählt. Ist er nicht gut? Und tut er es nicht heute noch genau so? Ist er dir und mir nicht genau so begegnet, wie du und ich es gebraucht haben und brauchen? Und er tut es noch mehr als nötig. Er will uns ganz tief unten in unserem Herzen finden. Und deshalb sucht und findet er immer wieder Möglichkeiten, wo und mit denen er direkt uns in unserem Herzen trifft.

In der letzten Woche schrieb ich einer jüngeren, aus dem englischsprachigen Raum stammenden Frau eine SMS und gab ihr einen Bibelvers weiter. Und Gott gab mir plötzlich einen Impuls, es doch in Englisch zu tun. Dabei spricht sie doch akzentfrei Deutsch?!!! Ich tat es und war selbst gesegnet von der Liebe Gottes, die mit der SMS hinüberfloss. Vorher hatten meine Frau und ich ohne Erfolg schon mehrmals versucht, sie zu erreichen, braucht sie doch so sehr dringend Jesus. Abends ging das Handy ... sie war´s - Preis dem Herrn! - und will sich nun mit Maria, meiner Frau, zum Kaffee treffen. AMEN! Hoooaaaahhhh! Halleluja! Danke Jesus! Rette und heile sie - und lass uns ein Segen für sie sein!

Aber nun weiter! Petrus, jetzt erfüllt mit dem Heiligen Geist und befreit von jeder Angst, nimmt die Gelegenheit wahr und ergreift das Wort. Er redet von Dingen, die ihm auf der Stelle Kopf und Kragen kosten könnten. (Vers 14-36) Und was geschah dann? Als die Juden aber das hörten, fanden sie es eigentlich ganz vernünftig, was Petrus da sagte, aber sie wollten es erst einmal gedanklich gründlich durchchecken und mit den gängigen Auffassungen der öffentlichen Meinung und kirchlichen Richtungen gegenüberstellen und vergleichen, um eine theologisch-wissenschaftliche Analyse erstellen zu können ... Nein, aber: Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder?

Schon gewusst? Gott will immer dein Herz. Deinen Verstand solltest du gebrauchen, aber Gott und seinem Wirken unterordnen. Denn, ...meine Gedanken sind (meist) nicht eure Gedanken und meine Wege (genau so oft) nicht eure Wege ...! Und mit unserem analytischen Herangehen an geistliche Wahrheiten kommen wir meistens nicht zum Ziel. Schon gewusst? Gott ist es, der sich dir zu erkennen gibt und dir zeigt, wie er wirklich ist! Und nicht dein Verstand! Und er zielt immer genau mitten hinein in dein Herz!

Petrus geht gleich voll zur Sache, geleitet vom Heiligen Geist. Wer - ihn selbst eingeschlossen - hat jemals zuvor solche Erkenntnis von Gottes Heilsplan gehabt, die er nun, wie in den Versen 38 - 40 berichtet, ausspricht? Die Auswirkungen sind grandios, und dabei nur der Anfang: Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen (und das waren bei der damaligen Zählweise nur Männer - also tatsächlich waren es wahrscheinlich das Doppelte oder Dreifache mit Frauen und Kindern) hinzugetan. (Vers 41)

Und es ging von diesem Augenblick an los mit der Gemeinde Jesu, wie du in den folgenden Versen weiterlesen kannst, einfach so. Ohne Studium oder Glaubensgrundkurs. Der Heilige Geist fließt und gestaltet und formt Gemeindeleben von der ersten Sekunde an. Und weiter ... Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet wurden. (Vers 47)

Gott ist für dich! Er liebt dich und sucht dein Innerstes, um es zu befreien, zu heilen und zu verändern. Er sucht dich sehr speziell, auf sehr individuelle Weise. Er kennt dich genau und weiß, was du brauchst und wie er dich gerade jetzt erreichen kann. Gott macht sich unendlich viel Mühe mit dir. Aber er scheut keine Arbeit und Wege, es zu tun. Er tut es gern. Vielleicht eine Beispiel: Hast du es überhaupt als Arbeit empfunden, wenn du so richtig verliebt in jemanden warst, und ihn auf die manchmal verrückteste Art und Weise zu gewinnen versuchtest? Gott liebt dich noch viel mehr. Ist das schon in dein Herz eingedrungen? Oder hältst du es immer noch in deinem Kopf fest, weil du vielleicht Angst hat, Gott könnte all deine Verletzungen und Gebundenheiten in deinem Herzen aufwirbeln durch seinen starken Wind, und dich ... doch eigentlich nur befreien und endlich von all den Dingen heilen, die du mit dir herumschleppst?!!!

Ich habe den Eindruck, dass der Heilige Geist zu so einer Person sagt: Ich liebe dich, mein Kind. Und er steht da, bereit, sein heilendes Handeln an dir zu beginnen. Lass mich hinein, ich will dir Gutes tun. Leg alle Kontroll-Mechanismen ab. Und lass mich dich lieben! Von ganzem Herzen zu ganzem Herzen. Ich liebe dich, mein Sohn, meine Tochter, und ich sehne mich danach, dir helfen zu können.

Und er liebt die, die immer noch über ihn spotten und lachen. Und er will auch sie - durch dich und mich - gewinnen, retten und befreien. Lass dich von ihm in deinem innersten Versteck deines Herzens erreichen. Lass ihn dort sein Liebesfeuer für ihn selbst und für die verlorene Welt anfachen. Und lass dich als seinen Kanal der Liebe gebrauchen, und lass seine Liebe durch dich in das Herz der Menschen fließen. Individuell für jeden Einzelnen, den Gott durch dich erreichen möchte.

Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich, still und leise,
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen fällt,
da wirkt sie fort
in Tat und Wort
hinaus in uns're Welt.

Ein Funke, kaum zu seh'n,
entfacht doch helle Flammen,
und die im Dunkeln steh'n,
die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes große Liebe
in einem Menschen brennt,
da wird die Welt
vom Licht erhellt,
da bleibt nichts,
was uns trennt.

Nimm Gottes Liebe an.
Du braucht Dich nicht allein zu müh'n,
denn seine Liebe kann
in deinem Leben Kreise zieh'n.
Und füllt sie erst dein Leben
und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus,
teilst Liebe aus,
denn Gott füllt dir die Hand.


Kennst du schon Gottes Liebe zu dir? Kennst du ihn überhaupt? Bist du schon sicher, dass du das Kind des Vaters im Himmel ist? Wenn nicht, suche dir einen Christen in deiner Nähe, der weiß, wovon er redet. Oder schreib mir. Wir werden als phantastische Fünf (Vater, Sohn, Heiliger Geist, meine Frau und ich) gemeinsam schauen, dass dir geholfen wird. Es ist das Wichtigste in deinem und meinem Leben, Gottes Liebe darin zu haben. Er möchte gerne in das Chaos deines Lebens, deiner Gefühle, .... eingreifen und Ruhe, Frieden, Geborgenheit in dein Leben bringen. Und damit jetzt und heute damit anfangen. Es braucht nur ein "Herr, wenn es dich gibt, dann hilf mir. Ich möchte dein Kind sein und alles dir geben." Du wirst dich wundern, was alles passiert, wenn Jesus dir deine Schuld vergibt. Und dein Leben in die Hand nimmt.

Kennst du Gottes Liebe schon, dann wünsche und bete ich, dass du Gottes Liebe, wenn es noch nicht geschehen ist, so in deinem Leben erfährst, dass du selbst zu einer brennenden Fackel wirst, die deine Umgebung in Brand steckt mit der Liebe Gottes.

Gott ist gut. Gott mit dir!


Wolfgang Hilger



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