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Andacht vom 24. Januar 2007.

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Seid Täter des Wortes!



Sicher: "Wer mein Wort hört und glaubet dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen!" (Johannes 5:24). Und: "Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm!" (Johannes 3:36). Aber wenn wir jemandem glauben, dann werden wir auch das tun, was er uns empfiehlt. Fragen wir jemanden nach dem Weg, dann werden wir auch seiner Beschreibung Folge leisten, wenn wir ihm wirklich glauben. Setzen wir Vertrauen in unseren Hausarzt, dann werden wir die Tabletten, die er uns verschreibt, auch wie vorgeschrieben einnehmen. Fragen wir die Telefonauskunft, welche Nummer ein bestimmter Teilnehmer, den wir anrufen wollen, hat, dann werden wir auch diese Nummer wählen. Wir werden die Züge nehmen, die uns die Fahrplanauskunft angibt. Diese Beispiele lassen sich fortsetzen.

Jesus Christus gibt uns auch Anweisungen: Diese Richtlinien sollen uns aber nicht einengen, sondern befreien. Jesus als Schöpfer aller Dinger weiss ja, was richtig für uns ist udn was uns gut tut. Sein Joch ist leicht, denn Er ist sanftmütig von Herzen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir das, was Er uns aufträgt, auch erfüllen können, nicht aus uns selbst heraus, denn aus Gnade sind wir errettet, damit sich keiner selber rühmen kann. Durch Ihn - also mit Seiner Hilfe - werden wir verändert, wenn wir Ihn im kindlichen Vertrauen in unser Herz aufgenommen haben.

Die Bergpredigt gehört zu den grundlegenden Anweisungen Jesu: Kindliches Vertrauen, Sanftmut, Hunger und Durst nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und ein reines Herz sind für Ihn die grundlegenden Tugenden. Er lehrt uns Feindesliebe, damit wir den Kreislauf der Rache durchbrechen können. Rache kann sehr zermürbend sein: Menschen, die auf Rache sinnen, zerstören sich selbst; vom Hass zerfressen bekommen sie oft Magengeschwüre und erleiden häufiger Herzinfarkte. Einigen geht die Rachsucht förmlich an die Nieren. Die Blutrache in einigen südlichen Ländern hat sogar ganze Familien ausgelöscht. Wo liegt da der Sinn?

Glaube fordert uns auch zum Nachdenken auf; wir sollen die Menschen - so sagt es die Goldene Regel der Bibel - so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen. Das bedeutet, dass wir andere ernst nehmen, uns in ihre Situation und in ihre Not hineinversetzen sollen. Damit lernen wir, andere Menschen zu verstehen; Vorurteile werden dadurch abgebaut, und wir sehen auch das Gute im Anderen. Das erleichtert auch, wenn wir jemanden auf einen Fehler hinweisen müssen, und wir selbst werden offen für konstruktive Kritik. Dese Fakten lassen uns wiederum sanftmütiger werden, freundlicher und liebevoller. Es gibt also positive Wechselwirkungen oder auf neudeutsch: Wir nützen sinnvoll Synergieeffekte.

Aber auch die Not der anderen lässt uns nicht mehr kalt: Die Hungernden zu speisen, die Dürstenden zu tränken, Fremde zu beherbergen, Nackte zu kleiden, Kranke und Gefangene zu besuchen ist für uns Christen ein Liebesakt. "Welthungerhilfe" und "Brot für die Welt" sind die wohl bekanntesten Organisationen, die gerade in Hungergebieten der Welt engagiert sind; Heilsarmisten unterhalten seit jeher Suppenküchen, und die christliche Organisation "Die Arche" sorgt sich in Deutschland um Kinder, die ansonsten kein warmes Essen bekommen, und sie sorgt sich auch um die Freizeitgestaltung der Kinder, damit sie nicht auf der Strasse liegen. Freiwillige Mitarbeiter engagieren sich auch in der Hausaufgabenbetreuung, damit die Kinder etwas lernen und den Teufelskreis der Armut durchbrechen können. Viele Obdachlosenasyle und Kleiderkammern stehen unter christlicher Leitung, und Hilfstransporte (Kleidung, Medikamente, Decken, Baumaterialien etc.) werden vor allem von christlichen Gemeinden organisiert. Viele Kirchengemeinden unterhalten Besuchsdienste für Ältere und Kranke, für Einsame und Ausgestossene. Behinderteneinrichtungen wie Bethel und Hephata werden von der Diakonie unterhalten, und in Kehl-Kork werden aus alten Korken Dämmaterialien hergestellt, damit einige Epeliptiker eine sinnvolle Arbeit haben. Diese Beispiele lassen sich fortsetzen.

Ein Christ hat ja auch den den Missionsbefehl, die wir in den vier Evangelien in den letzten Kapiteln nachlesen können. Und auch Paulus weiss in seinem Römerbrief zu berichten: "Denn wer mit dem Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet!" (Römer 10:10). Mission ist aber nur dann "erfolgreich", wenn wir die Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation abholen. Das heisst, wir müssen ihre Sorgen, ihre Nöte und ihre Ängste verstehen und ihnen - wenn wir können - Hilfe und Beistand leisten. Überall dort, wo es möglich ist, hat dieser Beisgtand Hilfe zur Selbsthilfe zu sein. Dann werden wir glaubwürdig, dann nimmt man uns auch die beste Botschaft und das beste Programm - die Frohe Botschaft von Jesus Christus - auch ab. Das macht auch den entscheidenden Unterschied aus, der zwischen wirklich wiedergeborenen Christen und Sektierern besteht. Deshalb sollen wir Täter des Wortes sein, Menschen also, die ihren Glauben ausleben. Denken wir stets daran: "Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, gekannt und gelesen von allen Menschen." (2. Korinther 3:2).


Empfehlenswerte Bibelstellen zu diesem Thema:

Die Bergpredigt: Matthäus 5 - 7, Lukas 6: 20 - 49.

Jesu wahre Verwandte: Matthäus 12:46 - 50, Markus 3:31 - 35, Lukas 8:19 -21

Vom Weltgericht: Matthäus 25:34-40

Hörer und Täter: Jakobus 1:19 - 27




Markus Kenn




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